Sahra Wagenknecht - Bild: flickr.com / Fraktion DIE LINKE im Bundestag CC BY 2.0
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Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht stellt sich ungeachtet des Unmuts in ihrer Partei auf eine weitere Kandidatur für die Fraktionsspitze im September ein.

Von Redaktion

Außerdem ruft sie die Partei zur Zusammenarbeit mit ihrer Sammlungsbewegung „Aufstehen“ auf. „Es hat wenig Sinn, darüber heute zu spekulieren. Aktuell spräche für mich nichts dagegen, wieder anzutreten“, sagte Wagenknecht der „Rheinischen Post. „Für den Ehrenvorsitz bin ich vielleicht noch ein bisschen jung.“

Wagenknecht betonte, aus ihrer Sammlungsbewegung „Aufstehen“ solle keine Partei werden und sie wolle keine Spaltung der Linken. „Aber es würde der Linken sicher helfen, wenn sie ihre Listen für parteilose Mitglieder von Aufstehen öffnen würde. Aufstehen erreicht Milieus, an die die Linke aktuell kaum noch herankommt.“

Sie sei nicht in die Politik gegangen, um es bei neun Prozent „bequem“ zu haben. „Ich will die reale Politik verändern.“ Sie verwahrte sich gegen Vorwürfe, sie würde Themen ähnlich wie die AfD besetzen. „Mir Fischen am rechten Rand vorzuwerfen, ist bösartig.“ Aber: „Wenn wir Probleme nicht offen aussprechen, erleichtern wir es der AfD, diese Ängste zu instrumentalisieren.“ Die vom Abstieg bedrohte Mittelschicht habe Ängste.

„Wenn wir von einer offenen Gesellschaft sprechen, von offenen Grenzen, haben viele Sorge, dass die Zuwanderung für sie bedeutet, vom Arbeitsplatz verdrängt und in der öffentlichen Debatte noch mehr vernachlässigt zu werden. Es ist keine ehrliche Politik, das zu verschweigen.“ Wenn nicht für sozialen Ausgleich gesorgt werde, „sitzt die AfD in fünf Jahren in der Bundesregierung. In den Ländern schon früher.“

3 KOMMENTARE

  1. Ein sehr guter Artikel, der gleich zwei wichtige Fragen beantwortet.

    Einerseits, was leider immer noch einige gutgläubige Zeitgenossen nicht wahrhaben wollen, die „Sammlungsbewegung“ war nie als neue Partei konzipiert und wird es auch nicht werden.
    Zwar verneint Sahra Wagenknecht, wie sie es nennt „Fischen am rechten Rand“, doch genau das ist ihr Ziel und dazu auch noch im Bereich der Grünen und der SPD „Superlinke“ zu ködern. Praktisch ein Rundumschlag in fremden Gewässer.

    Andererseits verrät sie ganz offen die Sorgen aller etablierten Parteien, dass die permanente, immer weiter beschleunigte Abwärtsspirale Deutschlands den Zulauf für die AfD verstärkt hat.

    Und genau hier ist die AfD selbst, als Bundes-AfD und als Länder-AfD zu hinterfragen. Was geschieht dort augenblicklich? Sie bekämpft momentan ihre eigenen Mitglieder und Funktionäre, die sich genau diesem Thema gewidmet haben und die Sorgen der Bürger von der Mittelschicht bis hin zu den ausgegrenzten, sozial ins Abseits gedrängten Mitmenschen sehr ernst nehmen.

    Die ANTIFA wird meist indirekt aber auch direkt staatlich subventioniert. Alle Jugendeinrichtungen sind von ihrer Zielrichtung auf das linsrotgrüne Spektrum fixiert, dafür erhalten sie auch ihre Fördermittel, Vergünstigungen jeglicher Art.

    Die Jugendorganisation der AfD war da die einzige, wirkliche alternative Möglichkeit für die Jugendlichen, die noch selbständig denken können. Doch diese Chance wurde von der AfD-Führung selbst vernichtet.

    Wir stehen in einer entscheidenden Phase des Kampfes der NWO gegen die Menschheit. Die LINKE hat sich klar positioniert und so ausgerichtet, wie sie es schon immer tat, sie ist eine Systempartei.

    • Glauben Sie, dass sich innerhalb unseres vereinten Wirtschaftsgebietes eine Partei etablieren kann, ohne das unsere „alliierten Freunde“ dies zulassen.? Wohl hat man unterschätzt, dass diese Partei so viel Zulauf bekommen würde, was selbst die installierten U-Boote im Laufe der zurückliegenden Jahre nicht verhindern konnten. Ich vermute, jetzt wird zudem hinter den Kulissen massiv Einfluß genommen, weitere Abspaltungen vorzunehmen.

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