Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat die Politik von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) zur Reduktion von Zucker in Lebensmitteln als wirkungslos und ihr geplantes Tierwohllabel als rückständig kritisiert.

Von Redaktion

„In der Tierhaltung ist der Handel längst weiter als die Ministerin. Und beim Thema Reduktion von Zucker und Salz in Lebensmitteln macht sie sich mit ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung für die Ernährungswirtschaft lächerlich“, sagte Geschäftsführer Martin Rücker der „Rheinischen Post“. Damit seien zuletzt die Niederlande gescheitert.

„In Großbritannien wird Fanta zum Beispiel mit etwa halb so viel Zucker verkauft, weil es eine Limo-Steuer gibt.“ Rücker forderte die Einführung einer solchen Steuer sowie ein Werbeverbot für Süßigkeiten für Kinder. Klöckner müsse einer Industrie etwas entgegensetzen, die davon profitiere, möglichst viel Zucker zu verkaufen.

„Wir alle unterliegen einer Geschmacksprägung. Wenn wir von klein auf Nahrungsmittel mit viel Zucker essen, schmecken zuckerreduzierte Esswaren zunächst nicht gut.“ Bereits 15 Prozent der Kinder in Deutschland seien übergewichtig.

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Es müsse umgesteuert werden, „auch um Fettleibigkeit und Diabetes zu minimieren, die mittlerweile zu einem zweistelligen Milliardenbetrag im Jahr an Gesundheitskosten führen“.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Redaktion ist schließlich nur der Überbringer dieser hanebüchen Informationen.

    Es sind Sachverhalte, die den Niedergang, den Zerfall dieser Gesellschaft, mal aus einem anderen Blickwinkel, sehr deutlich belegen.

    Es ist das offene Debakel, dass immer mehr Eltern, das staatlich initiierte Kinderkrippen- und Kindergartensystem und last but not least, das staatliche Schulsystem nicht in der Lage sind die heranwachsende Jugend zu ernährungskritischen, gesundheitsbewussten Menschen heranzuziehen.

    Übergewicht hat aber auch seine Ursachen in der Bewegungsarmut, in Unterforderungen der körperlichen Aktivitäten.

    Es sei hier daran erinnert, dass immer weniger Schulen einen Schwimmunterricht garantieren können und noch weniger Schulen können überhaupt die Absolvierung eines „Freischwimmerkursus/Freschwimmerabschlusses“ bieten.

    Im Sportunterricht wurden die Anforderungen an Leistungsabzeichen so extrem gesenkt, dass es einfach nur noch lächerlich ist und die Träger dieser Abzeichen sich eigentlich, gegenüber früheren Generationen, nur noch schämen müssten.

    Aber selbst viele Schulen können diese minimierte Ansprüche nicht erfüllen, weil sie ganz einfach keine Turn-/Sporthalle haben, die entsprechenden Außenanlagen fehlen oder schlicht und einfach, weil sie keinen Sportlehrer haben.

    Wenn ich dieses Gekreische nach Verboten und insbesondere Steuererhöhungen höre, dann wird mir ganz übel.

    Warum gibt es keine Aktionen dieser sogenannten Verbraucherorganisationen, für den Mindesteinsatz der persönlichen Hirnleistung? Etwa, weil es die Selbstabschaffung dieser zweifelhaften Funktionäre bedeuten würde?

    Wer eine gesunde Jugend wünscht, der muss die Familien schützen und entsprechend ausstatten, der muss für ein tatsächliches, rundum Bildungssystem sorgen, die Eigenerfahrung der Jugendlichen begleitend fördern, damit verdammt noch mal wieder selbständig denkende und handelnde Menschen heranwachsen.

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