Yann Moix, der Mann der sich mit den Frauen anlegte / Screenshot Instagram
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Das hätte Autor Yann Moix nicht sagen dürfen, oder doch? Jetzt bekommt er aus allen möglichen Lagern Gegenwind. Wieder einmal köstlich anzusehen, wie sich unsere kranke Gesellschaft an ein paar Wörtern aufhängt. 

Von Commentarius

Abgesehen davon, dass dieser französische Autor nun auch über den Sprachraum hinaus bekannt geworden ist, muss man als gestandener Mann dem Herrn doch beispringen und zumindest versuchen zu helfen. Was sagte er denn über das in die Jahre gekommene zarte Geschlecht gar so Schreckliches:

„Sie sind unsichtbar. Ich bevorzuge den Körper junger Frauen, das ist alles. Der Körper einer 25-Jährigen ist außergewöhnlich. Der Körper einer 50-jährigen Frau ist überhaupt nicht außergewöhnlich.“

Und natürlich würde ich als Commentarius nicht für diesen Mann in die Bresche springen, wenn ich nicht wüsste, wie sich alte Haut mit junger Haut vergleichen ließe. Ja auch euer Commentarius ist kein Frauenhasser, aber natürlich steht er auf junge Frauen. Und darüber wird man wohl noch reden oder schreiben dürfen.

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Wir Männer mussten sowieso viel zulange kuschen, jetzt ist es an der Zeit wieder das Ruder herumzureißen. Ich kann, wie so viele unter unseren bis zu 80 Prozent männlichen Lesern, diese Warmduscherei nicht mehr aushalten. Wir Männer stehen nicht auf Halbe/Halbe oder auf Sitzpinkeln und ein Mann darf ruhig einen Wohlstandsbauch haben anstatt sich ein Sixpack antrainieren zu müssen, u.v.m…

Eine Ausrede oder gar eine Art Entschuldigung reicht hier nicht mehr. Das Publikum hätte lieber einen Mann am Scheiterhaufen verbrennen gesehen. Sollte man meinen:

„Ich habe versucht, ehrlich zu sein. Niemand ist für seinen Geschmack und seine Neigungen verantwortlich.“

Genau, denn was Neigungen betrifft seid ihr doch sonst auch offen in alle Richtungen, oder?

Meint ihr,

Commentarius

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10 KOMMENTARE

  1. Jene Männer, die bemüht sind Frauen alles recht zu machen, nicht nur die Frauenversteher, kriegen bis zum Ende am meisten auf den Deckel.
    Das Wetter und die Weiber sind veränderlich.
    Auf ihre Attitüden einzusteigen bedeutet eine Spielfeld oder Schlachtfeld zu eröffnen (je nachdem) um am Ar… genommen zu werden.
    Zufrieden zeigen sie sich nie.

  2. Es ist für mich die einzige, legitime Bewegung, die noch nicht einmal eine Mitgliedschaft verlangt.
    Die Bewegung des gesunden Menschenverstandes.
    Die geistige Krankheit, die durch die Gesellschaften dieser Welt krabbelt, hat ihren Ursprung in einer aktiven Überschätzung des individuellen Denkvermögens, und vor allem auch in der Ignoranz gegenüber deren ursprüngliche Strukturen.
    Es macht wesentlich mehr Sinn, zu einem beschränkten Spektrum zu stehen, dieses aber sinnvoll zu nutzen, als wie sich dieser geistig inkontinenten Formation anzuschliessen, die z.B. unter dem Begriff – links-grün versifft bekannt ist.
    Weniger ist mehr – seine eigene Essenz zu leben, so wie man halt in der Lage dazu ist, birgt einen wahrhaftigen Schlüssel zum Lebensglück – im Gegensatz zu einem sinnlosen Kondensat aus allerlei Meinungsmüll.
    Die Zukunft gehört denen, die in der Lage sind zu sich zu stehen. Die bereit sind mit ihren Bedingtheiten zu leben und sich dafür eben nicht zu schämen, wenn es anderen nicht in den Kram passt.

    • Letzter Absatz. Dieser Inhalt ist eine Frage der Philosophie und liegt im Blickwinkel der Betrachtung jedes einzelnen.

      So wie er hier vorliegt fallen dafür jegliche Prinzipien.
      An deren Stelle tritt Rückgradlosigkeit, Opportunismus, die Orientierungssufnahme wo gerade der geringste Liftwiderstand zu verzeichnen ist.
      „zu sich stehen bei gleichzeitiger Anpassung an die vorgegebenen Bedingtheiten“
      ergibt in der Ptsxis einen aalglatten H.sohn.
      Endergebnis: eine Schachfigur für all jene, die große Töne spucken.

      • Selbstverständlich steht es Ihnen frei, meinen Kommentar Ihren Fähigkeiten entsprechend zu bewerten.
        Allerdings offenbaren Sie hier durchaus auch Ihre Defizite.
        Das Produkt Ihres Denkprozesses, welches Sie in Ihrem letzten Absatz anbieten, könnte durch nochmaliges Lesen meines Kommentars sicherlich relativiert werden.
        Ansonsten kann ich zu Ihren Ausführungen hier nur eins sagen, Sie sind genau das Beispiel von einem Menschen, der offensichtlich Probleme hat mit den eigenen Bedingtheiten kreativ umzugehen.

        • In Ihrer Antwort befassen sie sich leider nur mit mir und erstellen Ferndiagnose gleich dem Arzt, der selbst kränker ist als seine Patienten.

          Zum Inhalt den ich beanstandet habe:
          „Zu sich zu stehen und gleichzeitig in den vorgegbenen Bedingtheiten zu leben und sich dafür eben nicht zu schämen“ bedeutet im Klartext von einer der untersten Gesellschaftsstufen aus zu argumentieren.

          • Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst?
            Ich habe Sie doch darauf hingewiesen, einfach den Kommentar nochmal zu lesen.
            Selbstverständlich habe ich mich auf den Artikel bezogen.
            Bedingtheiten, die ein individuelles Sein definieren, führen in den meisten – eigentlich allen Fällen – zu einem suboptimalen Sein.
            Ich habe angedeutet, dass es durchaus sinnvoll ist zum eigenen Sein zu stehen, auch wenn man unter anderen Bedingungen eine andere, bessere Alternative definieren kann.
            Es ist also wichtig, primär zu sich Selbst zu stehen und sich eben nicht von Meinungen Anderer zu einem anderen Sein nötigen zu lassen.
            In Ihrem Fall würde es bedeuten, dass Sie akzeptieren, dass Ihr Verständnis von meinem Kommentar durchaus verbesserungswürdig ist. Sie könnten Feststellen, dass Verständnis lediglich bei Ihnen stattfinden kann. Was dann zur Folge hätte, dass Sie mich nicht für Ihr Verständnis verantwortlich machen. Weil Sie in dem Fall verstehen, dass es Ihre Synapsen sind die gerade nicht funktionieren.

            Trotz allem, möchte ich Sie bitten, einen Austausch auf einem anderen Niveau anzubieten. Oder einfach darauf zu verzichten.
            Es ist nämlich meine Meinung, in meinen Worten ausgedrückt.
            Man muss ja nicht alles kommentieren – ja?

  3. Nachdem viele Leute Sex für Liebe halten, paßt diese Aussage in diese Zeit. Liebe hat nur in den Hosen Platz. Gibt auch Liebe ohne Sex? Liebe zu Eltern, Kindern, Tieren usw.Diese Art von Liebe sitzt nicht in den Hosen, sondern ist ein Gefühl, für das man keine Sexualhormone braucht. Sex ist ein Trieb. Ohne Verstand. Meist auch ohne viel Zukunft.Was da mehr wert ist?

  4. Es ist immer besser, die Modalitäten in einer Partnerschaft vorher zu klären; dann relativieren sich oftmals die Vorzüge einer faltenfreien Haut bzw. eines Vorzeigemodels 😉 oder was auch immer der Grund war für die Wahl des Partners oder der Partnerin.

  5. Tatsächlich lächerlich, diese Aufregung. Ehrlich gesagt, für diesen Menschen kann man doch nur Mitleid empfinden. Jemand, der Ansprüche stellt (25-jähriger Körper), denen er selbst kein entsprechendes Pendant mehr entgegensetzen (schon mal seine Tränensäcke betrachtet?) kann, wirkt doch einfach nur noch lächerlich. Warum sich über sowas aufregen?

    Ja, natürlich ist es diskriminierend, einen Menschen auf ein körperliches Merkmal zu reduzieren, für das man noch nicht mal was kann (Alter). Aber wozu sich darüber aufregen? Der Affe wird mit der Einstellung sowieso scheitern. Während die Genießer unter den Männern drei mal die Woche eine resche 50-jährige vögeln, wird er sich beim verzweifelten Versuch, als alter Bock noch irgendwie bei einer 25-jährigen zu landen, total aufreiben und sich der Lächerlichkeit preis geben. Ja wenn er’s denn braucht…

    Ich hatte mal einen Bekannten, der war lange Zeit genauso. Der hat seine Freundinnen gewechselt, wie andere die Unterhosen. Und der Altersunterschied zwischen ihm und seiner jeweils aktuellen Freundin ist jedes Jahr um ein Jahr gewachsen. Das ging solange, bis es wirklich schon peinlich wurde und er von mehreren Seiten darauf hingewiesen wurde, wie peinlich er sich eigentlich benimmt. Irgendwann hat er es dann doch kapiert und mit dem Schwachsinn aufgehört. Vermutlich auch, weil es wohl immer schwieriger war, ein junges Püppchen an Land zu ziehen.

  6. Da muß man sich doch nicht aufregen, wenn eine Aussage dieser Art kritisiert wird, das ist doch einfach eine Frage der eigenen Weltanschauung, aber in gewisser Weise hängt es doch schon mit dem überbordenden Feminismus zusammen, wo alles gegeiselt wird, was sich dieser Vorstellung entgegenstellt und wer was wie empfindet ist doch völlig nebensächlich, die eigentliche Gefahr erwächst aus dem Allmachtsanspruch einer Gruppe, die irgendwann Gegenreaktionen auslöst und was das dann in letzter Konsequenz bewirken kann bleibt noch völlig offen, wollen wir hoffen, daß es nicht ausufert bis zum Exzeß.

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