Inzwischen hat die globale Verschuldung eine Rekordhöhe von 244 Billionen Dollar erreicht. Das sind 318 Prozent der Weltwirtschaftsleistung.

Von Marco Maier

Während laut Weltbank fast die Hälfte der globalen Bevölkerung mit weniger als 5,50 Dollar pro Tag auskommen muss und es auch in den wohlhabenderen Ländern der Welt nicht an Armut mangelt, läuft auch anderweitig gewaltig etwas aus dem Ruder. Trotz der anhaltend niedrigen Zinssätze auf den Finanzmärkten steigt die Verschuldung immer weiter an.

Wie die jüngst veröffentlichten Zahlen zeigen, lag die globale Verschuldung im dritten Quartal 2018 bei insgesamt 244 Billionen Dollar. Das ist ein neues Rekordniveau und entspricht 318 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Laut „Bloomberg“ ist dies nur leicht unter dem Rekordwert von 320 Prozent im dritten Quartal 2016.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2017 zeigen alle Sektoren ein Schuldenplus. So stieg die Verschuldung der privaten Haushalte beispielsweise von 44,2 auf 46,1 Billionen Dollar, während der Unternehmenssektor ohne Finanzbranche einen Anstieg der Schulden von 68,6 auf 72,9 Billionen Dollar verzeichnete. Der Finanzsektor selbst steigerte seine Verschuldung von 58,8 auf 60 Billionen Dollar, während die Staaten ihre Schuldeberge von insgesamt 63,5 auf 65,2 Billionen Dollar vergrößerten.

Das heißt aber auch: Angesichts dessen, dass für die Schulden auch Zinsen bezahlt werden müssen, werden die Bürger und Konsumenten auch dafür zur Kasse gebeten. Die breite Masse der Menschheit darf für diese Kosten aufkommen, die vorwiegend den Superreichen dieser Welt zugute kommen. Immerhin sind sie es, die entsprechende Vermögenswerte besitzen. Ob nun über Steuern an den Staat oder eben über den Kaufpreis von Gütern und Dienstleistungen oder irgendwelche Service-Gebühren – Milliarden von Menschen bezahlen mit ihrer Arbeitskraft und ihrem (nicht selten kärglichen) Einkommen für diese Exzesse.

Auf dieser Welt läuft gewaltig etwas falsch und Milliarden Menschen unterwerfen sich einem System, welches sie zu Schuldensklaven einer kleinen Finanzelite macht. Dabei gäbe es genügend Alternativen zum bestehenden System. Man müsste sich einfach nur trauen, eine Veränderung auch durchzuziehen.

6 KOMMENTARE

  1. Warum dürfen „Bürger“ wählen gehen? Weil sie für die Schulden haften, die jene, die sie per Wahlkreuz ermächtigt haben, machen.
    Inzwischen haften die Deutschen auch für ganz Südeuropa. Als nächstes für Indien und Afrika, über CO2 Zertifikate.
    Trotzdem hatte Mutti 76,2% Wahlbeteiligung, also die große Mehrheit findet das toll!

  2. Warum dürfen private Leute Geld drucken, andere nicht?
    Kann ja gar nicht anders ausarten.

    Die Demokraten Politik ist ein S..stall von oben bis unten!

    Wie züchtet man Opportunisten?
    Über Demokratiee

  3. An sich das perfekte Verbrechen – buntes Papier wird mit Zahlen und fragwürdigen Symbolen bedruckt und wird mit Zinsen verliehen. Und schlimmer noch, Homo oeconomicus betet solch Papier an, ist dafür bereit zu stehlen, zu lügen und zu betrügen, ja sogar zu töten.

  4. Das ist wie im privaten Leben, wer über seine Verhältnisse lebt wird irgendwann mal scheitern und selbst der Vorläufer des Geldes, nämlich der Tauschhandel setzte grundsätzlich Bonität voraus und wer nichts hatte, konnte auch nichts gegen Mehrwert tauschen, nur heute können es anscheindend alle, auch die Staaten und die bedienen sich letztendiglich am Vermögen der Bürger und nur der hat kann verlieren, der besitzlose wird dann eben darben müssen, denn Schulden kann man nicht eintauschen, andere Dinge schon und so geht es dann eben weiter bis zum bitteren Ende und es ist im Prinzip unbegreiflich, wie Leute mit Erkenntnis es zwar registrieren und davor warnen, aber das alleine nützt nichts, denn die meisten begreifen es nicht und so gehen sie dann eben alle baden, wohl dem, der ein hohes Alter besitzt und keine 60 Jahre mehr vor sich hat, die werden noch grausam genug und das liegt einfach an der Unvernunft aller und die Politiker sind genauso dämlich, denn sie kümmern sich um Dinge die einfach weniger Prioritäten besitzen, anstatt, die Dinge anzugehen, die uns allen zum Verhängnis werden und das ist der finanzielle Kollaps und die Überbevölkerung mit allen schrecklichen Folgen, die gerade die junge und mittlere Generation nicht annähernd erahnen können und umso schlimmer wird es sie treffen und darin erkennt man die gesamte Ohnmacht, weil ehedem nichts mehr zu retten ist.

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