Symbolbild Altersarmut.

Mehrere Rentenreformen, welche die gesetzliche Rente faktisch zerstörten, sowie die Diskussionen um eine Anhebung des Rentenantrittsalters sorgen dafür, dass immer mehr Deutsche Angst vor der Altersarmut haben.

Von Marco Maier

Das deutsche Rentensystem wurde in den vergangenen Jahren immer wieder diversen „Reformen“ unterzogen, die vor allem der privaten Versicherungswirtschaft zugute kamen. Kein Wunder, immerhin hat diese in der deutschen Politik enorme Lobbyarbeit betrieben und dafür gesorgt, dass die allgemeine Altersversorgung mittlerweile völlig ruiniert ist.

Wenn man bedenkt, dass selbst Normalverdiener spätestens ab 2030 nur mehr mit einer Minirente (43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns) rechnen dürfen, wird klar: selbst 2.500 Euro brutto reichen kaum mehr aus, um auf Grundsicherungsniveau zu kommen. Die politische Forderung, privat vorzusorgen, wirkt hierbei wie glatter Hohn. Denn die privaten Versicherungen kassieren natürlich ordentlich für Verwaltung & Dividenden ab, während die gesetzlichen Rentenkassen geringere Verwaltungskosten und kein Gewinnstreben haben.

Kein Wunder also, dass laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young inzwischen sogar 56 Prozent der rund 1.000 Befragten angaben, sich Sorgen um den eigenen Lebensstandard und eine mangelnde Absicherung im Rentenalter zu machen. Das ist ein Plus von 18 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und gar eine Verdoppelung gegenüber dem Jahr 2017.

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Besonders schlimm ist der Umstand, dass viele Menschen in dieser Einkommensklasse gar keine Möglichkeit haben, nennenswerte Summen fürs Alter anzusparen. Nicht umsonst haben rund 50 Prozent aller Erwachsenen ein neutrales oder gar negatives Vermögenssaldo vorzuweisen – wie sollen sie so für die Rente sparen?

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