Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor den Kosten eines schnellen Kohleausstiegs gewarnt. Die Grünen lehnen eine Milliarden-Forderung der Kohle-Länder überhaupt ab.

Von Redaktion

„Die Formel ist ganz einfach: Umso früher, umso höher die Kosten“, sagte Woidke der „Rheinischen Post“. Jährlich gehe es um etwa 1,5 Milliarden Euro für alle vier betroffenen Bundesländer in Ost und West. „Dazu kommen Infrastrukturmaßnahmen des Bundes für Straße und Schiene, die zusätzlich zu finanzieren sind“, sagte Woidke.

Er betonte, dass die Menschen für ihre Lebensplanung Verbindlichkeit von der Politik erwarten würden. Woidke verlangte ein Monitoring des geplanten Konzepts der Kohlekommission „mit drei Kernpunkten: Preisentwicklung der Energie, Versorgungssicherheit und gut bezahlte künftige Arbeitsplätze“. Durch die Kohle habe die Region eine jährliche Wertschöpfung von etwa 1,4 Milliarden Euro. „Das muss ersetzt werden“, sagte der SPD-Politiker.

An diesem Dienstag kommen Woidke und die Ministerpräsidenten der anderen drei Braunkohle-Länder mit den Spitzen der Kohlekommission, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und anderen Vertretern der Bundesregierung im Kanzleramt zusammen.

Keine Milliarden für Kohle-Länder

„Die Ministerpräsidenten der vier Bundesländer fordern zusammen 70 Milliarden Euro. Das ist ziemlich dreist und wird so nicht kommen“, sagte Oliver Krischer, Vize-Fraktionschef der Grünen im Bundestag, der „Rheinischen Post“.

Loading...

„Der Kohleausstieg wird nicht umsonst kommen. Das Geld des Bundes wird aber nur fließen können, wenn es substanzielle Vereinbarungen zu der vorgezogenen Abschaltung von Kraftwerken gibt. Nur Hand aufhalten ohne Gegenleistung darf es nicht geben. Das scheint noch nicht allen Ministerpräsidenten klar zu sein.“

Weiter betonte Krischer: „Gefragt sind seitens der Länder nicht immer höhere Milliardenforderungen, sondern ein Strukturkonzept für die Reviere. Und der Bund muss endlich seine Hausaufgaben machen und verbindlich Zusagen über die Ansiedlung von Bundes-Institutionen machen. 5000 neue Stellen in den Regionen sollten dabei die untere Grenze darstellen.“

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

One thought on “Brandenburg: Woidke warnt vor hohen Kosten durch frühen Kohleausstieg”

  1. Die nächste Branche die von Amts wegen geschreddert werden soll, ohne Rücksicht auf Verluste und fast könnte man meinen die Grünen sitzen mit in der Bundesregierung, aber das müssen sie ja auch garnicht, Marxisten aus Ost und West verstehen sich ja bestens und somit betreibt sie noch ihr mieses Spielchen bis zum Ende und alles schaut zu und läßt gewähren, ohne auf die Idee zu kommen, diese Bagage in die Wüste zu jagen, die in einem Unverstand fast biblischen Ausmaßes Volksvermögen zerstören und nicht einmal daran gehindert werden und da kann man am gesunden Menschenverstand eines Großteils der Bürger verzweifeln, die sind doch alle verrückt, sonst würden sie so etwas niemals zulassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.