John Bolton. Bild: Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

John Bolton hatte bei einer Pressekonferenz einen Notizblock dabei, auf dem die Entsendung von 5.000 Soldaten nach Kolumbien vermerkt war. Geht es nun gegen Venezuela los?

Von Marco Maier

Während einer Pressekonferenz des Weißen Hauses am Montag wurde der nationale Sicherheitsberater John Bolton mit einem Notizblock fotografiert. Vermutlich geschah dies, als er gerade aus einer nationalen Sicherheitsversammlung kam. Eines der Dinge, die auf dem Block handschriftlich erscheinen, ist: „5.000 Soldaten nach Kolumbien“.

Der Inhalt des Notizblocks wurde unmittelbar nach Veröffentlichung einer NBC-Pressemitteilung miteinem AP-Foto von mehreren Journalisten online entdeckt. Genauer scheint der vollständige Inhalt zu sein: „Afghanistan -> Welcome the Talks. 5,000 troops to Colombia.“ („Afghanistan -> Willkommen zu den Gesprächen. 5.000 Soldaten nach Kolumbien.“)

Nun stellt sich die Frage: Geschah dies absichtlich oder nicht? Wäre es Absicht, dann würde es dazu dienen, Maduro unter Druck zu setzen. Wenn nicht, wäre es ein schlimmer Fauxpas. Denn das wäre dann die Veröffentlichung geheimer Informationen durch einen Fehler.

Während der Pressekonferenz des Weißen Hauses offenbarte Bolton, dass Präsident Trump „die Möglichkeit einer US-Militärintervention offen lässt, um den Oppositionsführer Juan Guaidó, Mitglieder der amerikanischen Nationalversammlung und amerikanisches diplomatisches Personal zu schützen“, so NBC.

„Der Präsident hat deutlich gemacht, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen“, sagte Bolton den Reportern, während er den gelben Notizblock hielt. „Wir rufen heute auch die venezolanischen Militär- und Sicherheitskräfte dazu auf, die friedliche, demokratische und verfassungsmäßige Machtübertragung zu akzeptieren“, sagte Bolton.

Aber könnte dies, wie der Vermerk schon andeutet, Pläne beinhalten, 5.000 amerikanische Truppen in das benachbarte Kolumbien zu schicken, einen engen Verbündeten der USA in Lateinamerika? Wenn es sich hierbei um Special Forces handelt, könnten diese zusammen mit kolumbianischen Verbänden einen Angriff auf Venezuela starten.

6 KOMMENTARE

  1. Offizielle Politik der USA gegenüber Russland, Balkanisierung!

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/01/offizielle-politik-der-usa-gegenuber.html

    Am 9. Januar 2019 hat Janusz Bugajski in der Zeitung „The Hill“ einen Artikel veröffentlicht, der die Politik Washingtons gegenüber Russland genau beschreibt. Der Artikel hat die Überschrift, „Managing Russia’s dissolution“, oder auf Deutsch, „Betreiben der Auflösung Russlands“.

    Damit wird bestätigt was ich schon lange sage, die Kriegshetzer in Washington (und London) sehen es als ihre Hauptaufgabe, Russland in Einzelteile zu spalten, also eine Balkanisierung durchzuführen, um es ein für alle mal zu schwächen und von der Weltbühne verschwinden zu lassen. Russland darf kein Gegenpol zu dem angestrebten Weltimperium sein und soll nur als Rohstoffquelle dienen, die man ausbeuten kann….ALLES LESEN !!

  2. Wer noch Hoffnung auf eine friedliche Präsidentschaft Trumps hatte, kann das jetzt vergessen…siehe Venezuela und Kolumbien.

    Trump ist nun wie seine Vorgänger fest in den Händen der ewigen Kriegstreiber Rothschild, Goldman Sachs, Warburg und Rockefeller Rockefeller.

    Sie waren auch schon die Initiatoren des 2. Weltkriegs und aller folgenden Kriege der USA auf der ganzen Welt.

  3. Ein kleiner geschichtlicher Ausflug, zum allgemeinen Verständnis:
    1983 überfielen die Yankees die kleine englische(!) Kronkolonie Grenada. Sie liegt nur 140 km von Venezuela entfernt. Das war übrigens der einzige Krieg den die US-Terrorbande jemals militärisch als siegreich für sich verbuchen konnten. Damals wurden 7000 Yankee Killer benötigt um die 1200 Grenadiere von Genada zu besiegen.
    Ziel der USA war es, den Gouverneur Sir Paul Scoon, aus dem Amt zu jagen. Es war ein Fehlschlag, denn die Amis mussten schon 4 Wochen später die Insel wieder verlassen. – Die englische Queen hat Scoon wieder in sein Amt eingesetzt. Sie war über die Yankees nicht sehr amused.

    So, das war vor 36 Jahren – ist also noch gar nicht so lange her. – Das Desaster in der Schweinebucht auf Kuba will ich gar mehr ansprechen. Der Möchtergernberliner John.F.Kenndy war von seinen „Helden“ ebenfalls bitter enttäuscht worden.

    Jetzt stellt sich dieser Unmensch John Bolten hin und macht einen auf Feldherr. Er will 5000 US Schießbudenfiguren in die Schlacht führen. Der Typ ist nicht ganz dicht.

    Ich schaue auf seinen Poker Gesichtsausdruck, und meine – das Ganze ist ein misslungener Bluff.

  4. Bolton ist für mich der Inbegriff eines dressierten Hundes, dem in jüngeren Jahren wohl jeden Tag hasserfüllter Dreck ins Hirn geblasen wurde. Solange, bis er eines Tages ganz von selbst diesen Dreck täglich über die Menschheit ergossen hat und weiter ergiesst. Engstirnig, kleinkariert und mit hasserfüllter Energie posaunt er seine fantasielosen Vorschläge und Pläne hinaus in die Welt, während sich im Osten der Halbkugel immer mehr mächtige Staaten zusammentun und gut überlegten wie auch hoch technisierten Wirtschaftsaufbau betreiben, mit dem sie die westliche Welt unübersehbar in den Schatten stellen.

  5. Wer Bolton wirklich ist, zeigt nur deutlich folgender Artikel:

    Boltons radikaler Umstrukturierungsplan für den Nahen Osten beinhaltete „Schwindel erregende“-Schläge gegen den Iran, Syrien und den Irak.
    https://linkezeitung.de/2019/01/15/boltons-radikaler-umstrukturierungsplan-fuer-den-nahen-osten-beinhaltete-schwindel-erregende-schlaege-gegen-den-iran-syrien-und-den-irak/

    Ein Mensch, der von einem unbändigen amerikanisch zionistischen Machtwahn besessen ist und glaubt, sich jede Verbrechertour oder anti-demokratische Kriegsschürerei und dafür Terroristenbegünstigungen leisten zu können.

    «Boltons Bereitschaft, Syrien und den Irak ins Spiel zu bringen, verrät, dass er nicht nur einen Regimewechsel in einzelnen Ländern anstrebt, sondern den gesamten Nahen Osten neu gestalten will. Tatsächlich befinden sich sowohl Syrien als auch der Irak seit langem im Fadenkreuz Boltons, wie sein Leitartikel 2015 in der New York Times zeigt, in dem er die Teilung beider Länder fordert, um den Vereinigten Staaten, Israel und „befreundeten arabischen“ Staaten wie Saudi-Arabien zu helfen.»

  6. Washington will Soldaten nach Kolumbien schicken

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/01/venezuela-washington-will-soldaten-nach.html

    Der letzte Satz in meinem vorhergehenden Artikel über Venezuela lautet: „Möglicherweise kommt eine militärische Intervention der NATO gegen Venezuela von Kolumbien aus.“ Tatsächlich will Washington 5’000 Soldaten nach Kolumbien schicken, wenn man den Text auf John Boltons Notizblock liest, den aufmerksame Reporter erspäht haben.

    Das Washington die Frechheit besitzt, überhaupt von Menschenrechten und Demokratie zu reden, wo doch die Vereinigten Staaten keine Demokratie sind und die grösste Gefängnispopulation der Welt hat mit der höchsten Inhaftierungsrate pro Kopf.

    Ja, in den USA sitzen 2,5 Millionen Menschen hinter Gittern und 5 Millionen stehen unter strikter polizeilicher Überwachung nach Absitzen der Strafe auf Bewährung. Wer vorbestraft ist darf nicht mehr wählen.

    Die Armut in Amerika ist so gross, über 40 Millionen Menschen beziehen staatliche Essensmarken um zu überleben und fast 1 Millionen sind Obdachlose, die auf der Strasse, in Zelten, Autos oder Blechhütten schlafen.

    Wie wäre es wenn Washington endlich sich um das Wohl der eigenen Bevölkerung kümmert, statt ständig sich in die Politik anderer Länder einzumischen und Kriege anzuzetteln? Für Waffen und Kriege ist immer Geld da, für die arme arbeitende Bevölkerung nichts…ALLES LESEN !!

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