Mevlüt Cavusoglu. Bild: Türkisches Außenministerium

Ankara warnte Washington davor, dass die Türkei gegen die kurdischen YPG-Milizen losschlagen wird, egal ob sich der US-Truppenabzug verzögern wird oder nicht.

Von Marco Maier

Die Türkei hat gedroht, die syrisch-kurdische YPG-Miliz anzugreifen, wenn die Vereinigten Staaten ihren Truppenabzug aus dem Land verzögern, so The Guardian. Diese operiert im nördlichen und nordöstlichen Teil des Landes, an der Grenze zur Türkei und zum Irak.

„Wenn der Abzug mit lächerlichen Entschuldigungen, wie die Türken würden Kurden massakrieren, verschoben wird, was die Realität nicht widerspiegelt, werden wir diese Entscheidung umsetzen“, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu in Bezug auf seine Drohung, eine militärische Operation im kurdisch kontrollierten Syrien zu starten. Dabei kämen aber auch jene US-Soldaten in Gefahr, die im syrischen Kurdengebiet aktiv sind.

In einem Gespräch mit dem Fernsehsender NTV sagte Çavuşoğlu, es sei nicht realistisch anzunehmen, dass die Vereinigten Staaten Waffen zurückerhalten könnten, die sie der YPG gegeben habe, die der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan als terroristische Gruppe betrachtet.

Türkische Beamte hatten diese Woche ein angespanntes Treffen mit John Bolton, dem nationalen Sicherheitsberater von Trump, in Ankara, der darauf abzielte, den Rückzugsprozess zu koordinieren.

Erdoğan – der den Rückzugsplan begrüßt hat – warf Bolton einen „schweren Fehlers“ vor, indem er Ankara aufforderte, die Sicherheit der kurdischen Kämpfer zu gewährleisten, bevor Washington seine Truppen abzieht.

US-Außenminister Mike Pompeo, der sich auf regionaler Tournee befindet, sagte am Mittwoch auch, die Türkei habe sich verpflichtet, die kurdischen Alliierten Washingtons zu schützen, die gegen den Islamischen Staat in Syrien kämpfen.

Die Vereinigten Staaten haben eng mit der Miliz der syrischen kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) zusammengearbeitet, die Ankara als „terroristischen Ableger“ der Kurdistan Arbeiterpartei (PKK) ansieht, berichtet The Guardian. Die PKK hat seit 1984 geschworen, gegen den türkischen Staat zu kämpfen.

„Wir sind auf dem Feld und am Tisch fest entschlossen … Wir werden über den Zeitpunkt entscheiden, und wir werden von niemandem die Erlaubnis benötigen“, sagte Çavuşoğlu über den Angriffsplan und fügte hinzu, dass verschiedene Beamte der Trump-Regierung versucht hätten, Trump vom Pullout-Plan abzuhalten. Dabei wurden immer wieder „Entschuldigungen“ vorgebracht, wie zum Beispiel, dass die Türkei die Kurden massakrieren würde.

Çavuşoğlu fügte hinzu, die Türkei werde gegen die YPG kämpfen, ob die USA sich aus Syrien zurückziehen oder nicht, und dass er und Pompeo am Donnerstag telefonisch darüber sprechen würden.

4 KOMMENTARE

  1. Das will ich mal sehen. Wenn ein US Soldat durch türkischen Angriff getötet wird, dann wird Erdogans Abgang in Gange sein. Tod oder lebendig. Was die AKP Terroristen tun, ist nur Rhetorik, sonst nichts. Es gibt eine große Krise in der Türkei. Erdogan versucht bis zu den Kommunalwahlen irgendwie alles künstlich gegen zu stemmen. Aber nach den Wahlen wird in der Türkei der Teufel tanzen.

    • Bla bla bla. Türkei wird nicht zögern die Terroristen aus der Nähe ihrer Grenze zu säubern. USA und andere Europäische NATO Freunde haben trotz der Warnung die Terroristen mit Waffen und Geld unterstützt. IS ist erschaffen worden um YPG-PYD-PKK vom Nord-Irak bis zu Mittelmeer ein Staat zu errichten. Ohne IS hätten sie das nicht verwirklichen können. Erst IS erobern lassen, Menschen Richtung Türkei vertreiben (4 Millionen) und dann IS mit schwersten Waffen bombardieren am Schluss YPG-PYD-PKK als Helden Eroberer Befreier nachrücken lassen! YPG-PYD-PKK Terroristen haben bis jetzt von den USA 18000 LKW 3500 Transportfulgzeug volle Waffen erhalten. Die Türkei wurde bis jetzt immer wieder von NATO Freunden / Verbündeten vom Rücken angegriffen. Die Türkei hat bis jetzt 2 Operationen durchgeführt und im Nord-Syrien ein Gebiet von allen Terroristen (IS und PKK) gesäubert. 300.000 Flüchtlinge sind aus der Türkei in diese Gebiete zurückgekährt. Aus anderen Gebieten Syriens flüchteten Hunterttausende in diese von der Türkei befreite Gebiete geflüchtet und leben von der Türkei. Aus dem Gebiet, das von YPG-PKK kontrolliert wird leben in der Türkei 500.00 Flüchtlinge in der Türkei und die Hälfte davon sind Kurden. Das einzige Lnad, das sich in Syrien einmischen soll, ist die Türkei. Die anderen alle kommen aus der Ferne, nehmen keine oder wenig Flüchtlinge an. Sie bringen den Terroristen nur Waffen und Geld was danach kommt Blut und Flucht. Die Türkei wird nicht mehr dieses Spiel dulden. Noch eins. YPG-PYD-PKK ist nicht Kurde. Die Türkei nimmt niemals dabei das Wort Kurde in den Mund. Die Türkei kämpft gegen die Terroristen zusammen mit Kurden und Araber. In der Syrische Befreiungs Armee gibt es Araber, Kurden und Turkmenen. In der Türkischen Armee gibt es auch sehr viele Kurden, Generele und Offiziere. Im Westen werden aber nur die terroristischen PKK-PYD-YPG als Kurde gezeigt.

  2. Ela Übertreibung ist eine beliebte Methode der Meinungsmanipulation….Aber es Funktioniert nicht mehr .
    In der Türkei leben wir in einer Demokratie,und wir das Volk waehlendie Regierung (AKP).

  3. Pompeo sprach ja in der Diplomatensprache von der Verpflichtung der Türken die Allierten der USA zu schützen und der großspurige Typ in Vorderasien sollte diese Aussage nicht einfach so ignorieren, denn es könnte ihm im Ernstfall schwer auf die Füße fallen und wie immer im Leben haben die meisten Potentaten dabei verloren, es gab nur wenige Ausnahmen davon und einer war der spanische Diktator der sich geschickt herausmanövriert hat, die meisten allerdings sind dabei selbst zugrunde gegangen und wenn er ein ähnliches Schicksal erleiden will, nur zu, Reisende soll man nicht aufhalten, mal sehen wo diese endet.

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