Syrische Flüchtlinge. Bild: Flickr / EU-Kommission CC-BY-ND 2.0

Wegen fehlenden Geldes für die Flüchtlinge aus Syrien warnt die Welthungerhilfe vor einer neuen Migrationswelle.

Von Redaktion

Zwar habe sich die Lage in den Lagern in der Türkei, in Jordanien und im Libanon seit 2015 verbessert. „Aber es droht ein Rückfall. Die Programme der Vereinten Nationen sind dramatisch unterfinanziert. Für Syrien fehlen den UN 30 Prozent der Gelder“, sagte die neue Welthungerhilfe-Präsidentin Marlehn Thieme der „NOZ“. „Und eine Perspektive für die Flüchtlinge, in ihre Heimat zurückzukehren, fehlt noch immer.“ Laut Thieme sind allein in Syrien noch 13 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen.

Weltweit gebe es heute 17 Millionen mehr Menschen, die Hunger leiden, als vor zwei Jahren. „Das ist unerträglich“, sagte Thieme. 40 Millionen Menschen seien in ihren Heimatregionen auf der Flucht. „Die extremen Verteilungskonflikte, die dort entstehen, lassen die Debatten über Integration und Migration hierzulande geradezu erbärmlich erscheinen“, so die Welthungerhilfe-Präsidentin. Die Staatengemeinschaft tue viel zu wenig zur Eindämmung von Konflikten, deswegen werde auch der gerade verabschiedete UN-Migrationspakt „Not und Elend kaum lindern“, beklagte sie.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) warf sie vor, dessen „Pakt mit Afrika“, der auf Privatinvestoren setze, greife viel zu kurz. „Das reicht bei weitem nicht aus. Die Ärmsten der Armen werden von Privatinvestoren nichts haben, weil sie in Regionen leben, in denen sich keine Geschäfte machen lassen“, sagte Thieme. Drei von vier Hungernden in Afrika lebten auf dem Land. „Sie müssen durch staatliche Programme und Hilfsprojekte in die Lage versetzt werden, sich selbst zu ernähren.“

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Besorgt zeigte sich Thieme über den Einbruch der Zahl privater Spender in Deutschland um rund eine halbe Million gegenüber 2017. „Ich kann die Bürger nur animieren, darüber nachzudenken, wie gut es ihnen selbst geht und was sie für andere abgeben könnten“, sagte sie. „Jede kleine Spende hilft! Fünf Euro sind in einem Entwicklungsland viel Geld.“ Helfen könne man auch durch sein eigenes Konsumverhalten, den Kauf fair gehandelter Produkte und durch Verzicht auf Fleisch. „Für ein Kilo Fleisch wird ein Vielfaches an Getreide und anderer nichtfleischlicher Produkte ‚aufgefressen'“, erklärte die Welthungerhilfe-Präsidentin.

Der Bundesregierung warf sie vor, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen „bei weitem nicht ernst genug“ zu nehmen. „Wir müssen uns doch fragen, was wir tun können, damit der Zusammenhalt der Welt nicht durch Konflikte, Hunger und Elend gesprengt wird“, mahnte Thieme. „Die planetarischen Grenzen werden in Deutschland und Europa schon lange überschritten.“

Von der EU forderte sie, „dringend Rahmenbedingungen zu schaffen, damit lebenssichernde Wertschöpfung in Entwicklungsländern stattfindet, gute Governance Korruption verhindert und die Erträge aus dem Abbau von Rohstoffen auch den Menschen vor Ort zugutekommen.“ Berichtspflichten für Lieferketten seien dafür notwendig. „Und wir müssen uns klar machen, dass Hähnchenschenkelexporte nach Afrika die Landwirtschaft dort zerstören“, erklärte sie.

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5 KOMMENTARE

  1. Migration gibt es nur in die Länder, die es zulassen und niemand ist verpflichtet andere durchzuhalten, das wäre ja auch im Sinne der ausgleichenden Gerechtigkeit garnicht durchführbar, ohne dabei selbst zu verarmen und deshalb ist die geplante Umsiedlung eine Chimäre, denn geordnete Lebensverhältnisse müssen erarbeitet werden und deshalb wäre es die Pflicht eines jeden Staates selbst seinen Bürgern zu helfen um das Leben erträglich zu machen und wenn dann noch von außen Unterstützung erfolgt, dann ist das ja ok. aber alles andere ist zerstörerisch und hat nichts mehr mit Mitleid zu tun, sondern mit Dummheit oder gar anderen Überlegungen.

  2. Man kann natürlich auch den Spieß umkehren und das sollte man wirklich tun.

    Dann treten unwillkürlich Fragen auf. Wie haben sich die afrikanischen Völker und Staaten in der nachkolonialen Ära entwickelt?

    Ja, es gab Staaten, die sich aufgerappelt hatten und langsam kleine wirtschaftliche Erfolge zeigten. Doch das war nicht im Interesse einer westlichen Hegemonie durch die bekannten europäischen Kolonialmächte und durch die vom internationalen Finanzkapital beherrschten USA.

    Also wurden die gewählten Repräsentanten dieser Staaten durch inszenierte Putsche gestürzt oder gleich ermordet. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Schauen wir doch in den Irak oder nach Libyen. In Syrien hat es nicht „geklappt“, da Russland seinen Bündnispflichten nachkam.

    Und die übrigen afrikanischen Staaten? Sie haben sich und ihre Einwohner auf das Niveau von Buschvölkern degeneriert. Einige sind Unterschlupfbasen für Piraten und andere, wie im Süden Afrikas üben das blutige Handwerk von übelsten Raubrittern aus.

    Da hat die UNO eigentlich ein breites Betätigungsfeld. Doch dafür wurde sie nicht geschaffen. Sie ist ein Konstrukt der NWO unter dem Mäntelchen von selbstdefinierter Humanität.
    So initiiert und fördert sie den weiteren Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen nach Europa.

  3. Dieser Dame namens thieme sollte man mal nahe legen bei soros, rockefeller, rothschilds, Morgan, Trump, Merkel, macron usw….ihre Spenden ein zu treiben!! Welch eine Frechheit sich über einbrechende Spenden zu beklagen!! Diese scheiß UNO und un zusammen mit den westlichen Politikern und der finanzoligarchie sind die Verursacher des ganzen Elends!! Außerdem gibt es diesen angeblichen Wohlstand in Deutschland nicht mehr!!!

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