Fettleibige Frauen in den USA. Bild: Flickr / Tony Alter CC BY 2.0

Das dritte Jahr infolge sinkt die Lebenserwartung in den USA. Mit ein Grund: mehr Selbstmorde, Drogentote und Diabetes.

Von Marco Maier

Der „American Way of Life“ scheint der Lebenserwartung der Menschen nicht gut zu tun. Dies zeigen neue nachdenklich machende Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC. Doch die Daten sind nicht wirklich überraschend, zumal beispielsweise die Todesfälle durch Überdosierungen von Drogen mit 72.000 Fällen ein Rekordhoch verzeichnen.

Aber Drogen sind nicht der einzige Grund dafür, warum die Amerikaner früher sterben: Todesfälle durch Suizide, Grippe, Diabetes und verschiedene Krankheiten nahmen ebenfalls deutlich zu. Das Ergebnis: Die allgemeine durchschnittliche Lebenserwartung für beide Geschlechter sank um 0,1 Jahre auf 78,6 Jahre. Grund dafür ist vor allem die steigende Anzahl an Sterbefällen bei Männern, die eher an Drogen-Überdosen und durch Suizide sterben als Frauen. Deren Lebenserwartung sank ebenfalls um 0,1 Jahre auf 76,1, während die Frauen weiterhin eine Lebenserwartung von 81,1 Jahren haben und somit statistisch gesehen durchschnittlich 4,9 Jahre länger leben als ihre männlichen Gegenstücke.

Interessant ist hierbei auch der Umstand, dass es zwischen den einzelnen ethnischen Bevölkerungsgruppen große Unterschiede in Sachen Todesfälle pro 100.000 Einwohner gibt. Insgesamt liegt diese bei 731,9 (2016: 728,8) Fällen, während die schwarzen Männer eine Sterblichkeitsrate von 1.083,3 (2016: 1081,2) vorwiesen und somit im Jahr 2017 die höchste Rate verzeichneten. An zweiter Stelle liegen die nicht-hispanischen weißen Männer mit 885,1 (2016: 879,5) Fällen, gefolgt von den schwarzen Frauen mit 728,0 (2016: 734,1) Fällen.

Unter dem nationalen Durchschnitt liegen die nicht-hispanischen weißen Frauen mit 642,8 (2016: 637,2) und die hispanischen Männer mit gleichbleibenden 631,8 Fällen. Die geringste Sterberate haben die hispanischen Frauen mit nur 434,2 (2016: 426,4) Todesfällen pro 100.000. Wobei die hispanischen Zahlen (also jene der Latinos) auch deshalb niedriger sind, weil die Zahl der Immigranten aus dieser Ethnie größer ist und der Altersdurchschnitt auch niedriger liegt.

Interessant ist auch, dass gerade die Sterblichkeitsrate im Altersbereich von 25-34 stark anstieg, während jene der Altersgruppe vo 45-54 sogar leicht zurückging. Dies zeigt die nachfolgende Grafik:

Haupt-Sterbeursachen sind nach wie vor Herzkrankheiten und Krebs, wenngleich dort die Zahlen sinken. Bei fast allen anderen Top-10-Ursachen (darunter Unfälle, Diabetes, Lungenentzündungen und Suizide) gab es hingegen eine Zunahme, wie auch die nachfolgende Grafik zeigt:

Insgesamt starben im letzten Jahr 2.813.503 Amerikaner. Das ist ein Plus von 69.255 gegenüber dem Jahr 2016.

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