Trumps Sanktionen treffen auf seinen Handelskrieg

Trumps aggressive Außenpolitik rächt sich zunehmend. Die Verhaftung einer Huawei-Managerin in Kanada auf Veranlassung der US-Behörden wird noch ein Nachspiel haben.

Von Jacob G. Hornberger / Antikrieg

Präsident Trumps Sanktionen gegen den Iran sind gerade mit seinem Handelskrieg gegen China in Berührung gekommen. Die Verbindung besteht in der Verhaftung von Meng Wanzhou, einer Führungskraft von Huawei Technologies, einem der bekanntesten Unternehmen Chinas. Meng wurde von kanadischen Beamten auf Verlangen von US-Beamten verhaftet, als sie in Vancouver umstieg.

US-Beamte fordern nun Mengs Auslieferung, um sie in den Vereinigten Staaten strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Die Anklage? Hören Sie sich das an: sie behaupten, dass sie gegen Trumps Sanktionen gegen den Iran verstoßen hat.

Was? Meng ist keine US-Staatsbürgerin. Was hat sie mit Trumps Sanktionen gegen den Iran zu tun?

Nun, sehen Sie, wenn die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika Sanktionen gegen ein fremdes Land verhängt, erwartet sie nicht nur, dass sich US-Bürger an ihre Diktate halten. Sie erwartet von jedem auf der Welt, dass er sich an ihre Vorgaben hält. So funktioniert das US-Weltreich. Das Imperium hat weltweite Zuständigkeit. Seine Strafgesetze gelten für alle Menschen auf der Welt. Der Herrscher unseres Landes gibt die Befehle, und jeder auf der Welt muss gehorchen oder sich der Aussicht stellen, verhaftet, in die Vereinigten Staaten von Amerika gebracht und in ein Bundesgefängnis gesperrt zu werden.

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Mengs Verhaftung kann natürlich nicht von Trumps Handelskrieg gegen China getrennt werden. Indem er Meng verhaftet, legt Trump, der selbsternannte „Tariff Man“ („Zollmann“), offensichtlich in seinem Handelskrieg noch eins drauf, um weiteren Druck auf China auszuüben, damit es seinen Handelsforderungen nachgibt.

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Das könnte passieren. Aber es ist auch möglich, dass etwas anderes passiert. Führungskräfte großer US-Unternehmen, die jetzt nach China reisen, könnten sich in der gleichen Zwangslage befinden, in der Meng sich jetzt befindet. Tatsächlich wäre ich nicht überrascht, wenn viele US-Geschäftsleute plötzlich Gründe finden, nicht nach China zu reisen.

Wie kann so ein trump´scher Unsinn als gut für das amerikanische Volk angesehen werden? Wie kann das mit den Prinzipien einer freien Gesellschaft in Einklang gebracht werden?

Es ist nicht die Aufgabe des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, ein Verhandlungsführer oder Agent für US-Unternehmen zu sein. Es ist nicht seine Aufgabe, ungerechte Handelsbedingungen im Ausland zu korrigieren. Wenn amerikanische Geschäftsleute die Handelsbedingungen in einem fremden Land nicht mögen, gibt es ein einfaches Mittel: verhandeln Sie bessere Bedingungen oder halten Sie sich einfach fern von diesem Land. Kein amerikanischer Geschäftsmann braucht Trump als seinen Daddy, der in seinem Namen Handelskriege führt.

Ebenso wenig ist es Aufgabe des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, die Bürger eines fremden Landes mit wirtschaftlicher Entbehrung und Tod als Mittel zur Sicherung eines Regimewechsels in diesem Land zu belasten. Das ist es, was Trump mit seinen Sanktionen gegen den Iran macht. Er versucht, so viele Iraner wie möglich zu töten oder zu verarmen, bis das iranische Regime schreit: „Wir haben genug. Wir tun, was immer du sagst. Bitte, hör auf, unsere Bürger zu töten und zu verarmen.“

Trumps Handelskriege und seine Sanktionen sind moralische, wirtschaftliche und politische Gräuel. Sie verletzen das grundlegende, gottgegebene Recht der Menschen, zu reisen und zu handeln, mit wem sie wollen. Sie bringen unzähligen unschuldigen Menschen unzähliges Elend, Leid und Tod. Und sie erzeugen immer mehr und unnötige Wut und Hass auf das amerikanische Volk, was es für die Amerikaner unsicher macht, in der ganzen Welt zu reisen.

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Leider spiegeln Trumps Sanktionen und Embargos die statische Denkweise der gesamten konservativen Bewegung wider. Ein perfektes Beispiel war ein Artikel in der Washington Post von Marc A. Thiessen, einem Kolumnisten, der ein klassischer Konservativer ist.

Thiessen lobt Trump für die Führung seines Handelskrieges gegen China und lobt seine Härte bei der Konfrontation mit chinesischen Regierungsvertretern. Er verspottet China wegen der Vergeltungsmaßnahmen gegenüber den Bauern im Mittleren Westen, die, so sagt er, Trump und seinen Krieg trotz massiver wirtschaftlicher Verluste weiterhin unterstützen. Wie er es ausdrückte: „China wollte einen Killshot abgeben – und schoss sich schließlich selbst in den Fuß.“ Er sagt, dass die Verhaftung Mengs zeigt, dass Trump sich „bestärkt“ fühlt.

Das ist die konservative Standardposition in Bezug auf Handel und wirtschaftliche Freiheit. Leider ist es auch die übliche progressiv-links-sozialistische Position, was sich in der minimalen Kritik von links an Trumps Handelskriegen und Sanktionen widerspiegelt.

Nur wir Libertäre stehen standhaft gegen den Zollmann, sowohl in Bezug auf seine Sanktionen als auch auf seine Handelskriege. Sanktionen und Handelskriege zerstören die Freiheit. Sie zerstören den Wohlstand. Sie zerstören die Harmonie. Sie sind die Essenz von Tyrannei und Unterdrückung.

Heben wir einseitig alle Sanktionen und Embargos der USA auf. Beenden wir einseitig alle US-Handelskriege. Heben wir einseitig alle Zölle und Handelsbeschränkungen auf. Es sind keine Handelsverhandlungen und keine Handelsabkommen erforderlich. Geben wir einfach dem amerikanischen Volk einschließlich der amerikanischen Unternehmen die Freiheit, überall auf der Welt zu reisen und zu kaufen und zu verkaufen, ohne Eingriffe, Steuern, Vorschriften oder Kontrollen der US-Regierung. Das ist der Schlüssel zu Freiheit, Frieden, Harmonie und Wohlstand.

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Ein Kommentar

  1. US-Präsident Donald Trump droht Europa mit ewiger Besatzung: https://sptnkne.ws/kmvm . Was haben die USA jenseits von Pazifik und Atlantik verloren? Nichts. Aber ihre Außenpolitik besteht im Wesentlichen im Zerstören fremder Kulturen mit finanzkapitalistischer Ideologie und dem Abwerfen von Bomben.

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