Jens Stoltenberg. Bild: Flickr / Arbeiderpartiet CC-BY-ND 2.0

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg will keine Kriegsschiffe zur Krim schicken. Russland und die Ukraine sollten sich mäßigen, forderte er. Allerdings bleibt er bei seiner antirussischen Rhetorik.

Von Marco Maier

Die Ukraine forderte die NATO dazu auf, Kriegsschiffe zur Krim zu entsenden und gegenüber Russland Stellung zu beziehen, nachdem ukrainische Marineschiffe den Anweisungen der russischen Küstenwache nicht folgten und bei der Kertsch-Brücke gewaltsam festgesetzt wurden. Doch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg will die Lage nicht noch weiter eskalieren lassen und fordert beide Seiten dazu auf, sich zu mäßigen.

„Was jetzt wichtig ist, ist, dass alle Parteien mit Zurückhaltung agieren und daran arbeiten, die Situation zu entschärfen“, sagte Stoltenberg der „Welt am Sonntag“ vor dem Treffen der Nato-Außenminister Mitte der kommenden Woche in Brüssel. Zugleich forderte Stoltenberg Moskau auf, „einen ungehinderten Zugang zu ukrainischen Häfen und freien Seeverkehr für die Ukraine im Asowschen Meer und der Meerenge von Kertsch sicherzustellen“. Dass sich die Ukrainer jedoch auch entsprechend zu verhalten haben, interessiert ihn offenbar nicht.

Stoltenberg sagte weiter: „Es gibt keine Rechtfertigung für den Einsatz von militärischer Gewalt gegen ukrainische Schiffe und Seeleute. Dieser Zwischenfall ruft den Krieg, der seit vier Jahren in der Ukraine herrscht, wieder in Erinnerung.“ Diesen Krieg habe Russland begonnen, als man die Krim illegal annektiert und Truppen und Ausrüstung in die Ost-Ukraine geschickt habe, so Stoltenberg. Damit ignoriert er jedoch die Tatsache, dass es der Westen (USA & EU) war, der den Maidan-Putsch anleierte und so eine korrupte Oligarchenregierung an die Macht brachte, sowie nationalistische Kräfte, die einen Genozid an der russischen Minderheit im Land durchführen wollen. Zudem war es der Wunsch des überwiegenden Teils der Krim-Bevölkerung, nach Russland zurückzukehren.

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„Russland muss die inhaftierten ukrainischen Seeleute und beschlagnahmten Schiffe unverzüglich frei geben“, forderte der frühere norwegische Regierungschef. Stoltenberg weiter. Doch als die ukrainische Marine ein russisches Boot aufbrachte und schlussendlich verkaufte, interessierte ihn das nicht. Außer Anschuldigungen und Unterstellungen kann der NATO-Generalsekretär rhetorisch nichts bieten.

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2 KOMMENTARE

  1. Das alles ist die Version eines Lakaien der USA und hätten sie keine Bedenken gegen größere Konsequenzen würden sie schon lange einschreiten, aber das ist für die eigene Gesundheit zu risikoreich und deshalb wird halt geheult, genau wie Wölfe das machen um sich nicht zu demotivieren, und hier kann man exemplarisch erkennen, daß wir doch nicht die Krone der Schöpfung sind, sondern ebenso tierisch wie unsere weitläufigen Verwandten.

  2. Stoltenberg ist der geklonte Nachfolger von Rasmussen. Hetzer, Kriegstreiber und einfach nur ein Widerling.

    Wenn in Russland ein anderer Präsident als Putin an der Macht wäre, hätten wir schon längst den Weltkrieg III und Europa läge in Schutt und Asche.

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