Migranten aus Afrika bei der Umsiedlung nach Europa - Bild: Flickr / Brainbitch CC BY-NC 2.0
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Viele afrikanische Staats- und Regierungschefs hätten Bundeskanzler Sebastian Kurz gesagt, die EU solle mit der Politik der offenen Grenzen aufhören.

Von Michael Steiner

Die EU-Politik der offenen Grenzen stößt offenbar bei vielen afrikanischen Staats- und Regierungschefs auf Ablehnung. Bei seiner Reise durch Afrika hätten ihm einige Staatschefs „Hört auf mit eurer Politik der offenen Grenzen in Europa“ gesagt, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz der „Bild“. „Das motiviert die afrikanische Jugend nur noch mehr, überhaupt erst aufzubrechen“, zitierte Kurz seine ungenannten Gesprächspartner. Es sei besser, wenn die afrikanische Jugend in ihren Ländern bleibe und gar nicht erst nach Europa kommen wolle.

Dies wird auch von Äthiopiens Präsidentin, Sahle-Work Zewde bestätigt. Sie sagte dem Springer-Blatt: Es ist klar, dass wir unsere Jugend nicht verlieren dürfen, weil sie nach Europa flieht. Wir müssen die Ursachen angehen, anstatt uns nur um die Symptome zu kümmern. Die Flucht ist gefährlich. Kriminelle Menschenschmuggler machen damit Geld. Wir müssen die Menschen hierbehalten, die Äthiopien – und Afrika – in eine bessere Zukunft führen werden.“

Auf die Frage von „Bild“, ob Europa Krieg und Vertreibung in Afrika ignorieren solle, sagte die äthiopische Präsidentin: „Nein, natürlich nicht, aber wir müssen wieder klarer zwischen Migranten und Flüchtlingen unterscheiden. Afrika war bei der Aufnahme von Flüchtlingen sehr großzügig. Was Äthiopien betrifft, kann ich sagen: Trotz der Konflikte der Vergangenheit entwickelt sich unser Land schnell in eine positive Richtung. Darauf müssen wir aufbauen – auf einen Imagewandel. Es ist ganz einfach: Solange wir die Lebensverhältnisse vor Ort nicht verbessern, werden noch mehr Menschen nach Europa fliehen wollen. Und viele von ihnen haben völlig falsche Vorstellungen davon, was sie in Europa erwartet.“

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Damit wird auch klar: Selbst den Afrikanern ist die ganze Migrationsgeschichte nicht recht. Auch wenn das Bevölkerungswachstum hoch ist, so ziehen oftmals auch gerade jene weg, die eigentlich in der Heimat gebraucht werden.

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2 KOMMENTARE

  1. „. . . sagte die äthiopische Präsidentin: „Nein, natürlich nicht, aber
    wir müssen wieder klarer zwischen Migranten und Flüchtlingen unterscheiden.“

    Mit dieser Aussage stürzt sie das Dogma an Verlogenheit der EU Barone vom Sockel seiner Unantastbarkeit.

  2. Zitat: „Auch wenn das Bevölkerungswachstum hoch ist, so ziehen oftmals auch gerade jene weg, die eigentlich in der Heimat gebraucht werden.“
    Haben sie schon alle Gefängnisse und Irrenanstalten leergeräumt und die Insassen zu uns geschickt?
    Und jetzt kommen die „Brauchbaren“, die sie selber brauchen können….

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