Gegen den Iran: US-Flugzeugträger kreuzt im Persischen Golf

Nach acht Monaten ohne US-Flugzeugträger in der Region ist nun die USS John C. Stennis beim Persischen Golf angekommen. Washington will Teheran eine „Message“ senden.

Von Marco Maier

Washington möchte den Druck auf Teheran erhöhen, nachdem die Führung infolge der neuen Sanktionen mit Raketentests reagiert um zu zeigen, dass man sich nicht erpressen lassen will. Eine vom Nimitz-Klasse-Flugzeugträger USS John C. Stennis angeführte „Strike Group“ erreichte die arabisch-persische Region, nachdem es dort in den letzten acht Monaten keine solche Präsenz dort gab. Laut der US Navy soll die Flotte mindestens zwei Monate dort stationiert bleiben, so „Al Masdar News„.

Laut dem von der US-Regierung finanzierten Nachrichtendienst Voice of America wird die Carrier-Strike-Group eingesetzt, um „im Kampf gegen die Terroristengruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien sowie den Krieg in Afghanistan zu helfen“. Darüber hinaus bestätigte ein Verteidigungsbeamter in früheren Berichten, dass die USA ihre Präsenz in der Region als „Botschaft“ an Teheran versehen und teilte VOA mit, dass sie „nur dazu da ist, um gegenüber dem Iran Stärke zu zeigen.“

Die Präsenz der Carrier-Group wird voraussichtlich einen ähnlichen Effekt haben wie der US-Stützpunkt in at-Tanf im Süden Syriens. Die USA richteten 2016 in at-Tanf eine illegale Garnison ein und rechtfertigten den Einsatz als Teil ihres Krieges gegen ISIS. Damaskus und seine Verbündeten haben die USA wiederholt beschuldigt, die Basis zur Umschulung und Umrüstung ehemaliger islamistischer Milizen zu nutzen, um den Krieg gegen die syrische Regierung fortzusetzen.

Mit der Stationierung des Flugzeugträgers in der Region, die auch Fahrten im Arabischen Meer und im Persischen Golf umfassen, sorgt Washington allerdings auch für erhöhte Spannungen mit dem Iran. Offenbar möchte man Teheran dazu bringen, unüberlegte Schritte zu machen und so auch einen Grund für eine militärische Intervention zu schaffen.

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Ein Kommentar

  1. Flugzeugträger sind noch ein Relikt aus alten Zeiten und nur mit begrenzter Wirkung und gleichzeitig ein lohnendes Ziel für den Angreifer, wobei hier noch altes Drohgehabe zutage tritt und man eigentlich das Geld der Steuerzahler wirkungslos verplempert und wenn es dann tatsächlich zu einer Auseinandersetzung kommt, haben Mittelmächte keine Chance, anders bei Konfrontation mit den Großen, das kann ins Auge gehen und dann stellt sich nur noch die Frage, wer weniger geschädigt wird, durch schnellere Vorlaufzeiten und überraschendes Handeln und höhere Reichweiten und Sprengkraft, alles andere ist wirkungslos und da helfen auch keine Armeen mit ihren Geräten mehr, die entsprechende Anzahl der nuklearen Bomben richtig plaziert macht alles platt, da können sie gleich zuhause bleiben und warten bis sie der Hitze -und Strahlentod ereilt, aber auch das geht heute schnell vorüber und Hiroshima war dagegen ein winziger Versuch, den Gegner zum Einlenken zu zwingen, heute wird es nicht mehr möglich sein, selbst wenn man wollte.

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