Die ungarisch-serbische Grenze mit Zäunen gesichert - Bild: Délmagyarország / Schmidt Andrea CC BY-SA-3.0

Einerseits erlauben die europäischen Regierungen weiterhin eine Massenzuwanderung nach Europa, andererseits sprechen sie davon, die EU-Außengrenzen schützen zu wollen. Wie realistisch ist eine „Festung Europa“?

Von Michael Steiner

Politiker und Parteien des linken politischen Spektrums sind mehrheitlich relativ liberal, was die Migration nach Europa anbelangt, wobei sie vor allem der Ideologie der Grenzenlosigkeit anhängen und dabei auch humanitäre Gründe geltend machen. Es handle sich ja um „Geflüchtete“ (welch ein nichtssagendes Wort…), denen man Zuflucht gewähren müsse. Auch wenn dies die Sozialsysteme in Europa endgültig kollabieren lässt – aber das ist diesen Politikern egal. Dafür könne man ja die Reichen und die Konzerne höher besteuern.

Die konservativen Politiker und Parteien sind der Massenmigration eigentlich auch eher weniger abgeneigt, zumal sie so einerseits Gründe finden, die Sozialsysteme zu schleifen und andererseits durch ein Überangebot an (potentiellen) Arbeitskräften den Unternehmen billigeres „Humankapital“ (früher hätte man dazu „Menschenmaterial“ gesagt…) zur Verfügung zu stellen. Auch eine Möglichkeit, Lohndrückerei zu ermöglichen.

Allerdings wissen gerade die Politiker der Parteien leicht links und rechts der Mitte, also Konservative, Sozialdemokraten und Liberale, dass ihre Wählerschaft dies eigentlich nicht goutiert – und zu den Rechtsparteien abwandern, wie schon die Migrationskrise ab 2015 zeigte. Also üben sie sich in beschwichtigender Rhetorik, sprechen von einer „Regulierung“ der Zuwanderung und von einer „Stärkung der Außengrenzen“. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um jene Taktik, die mit dem Sinnbild des Froschs im Kochtopf am besten beschrieben werden kann.

An und für sich ist gegen eine geregelte Migration nichts einzuwenden, wenn es sich hierbei um eine qualitativ hochwertige Zuwanderung handelt. Das heißt: Tatsächliche Fachkräfte und Menschen mit einem ausreichend hohen Bildungsgrad, der eine Integration in die Aufnahmegesellschaften erleichtert. Irgendwelche Ziegenhirten vom Hindukusch oder Ghetto-Araber die weder bis zehn zählen noch das Alphabet aufsagen können, werden den Aufnahmeländern hingegen mehr Probleme machen und deutlich mehr Kosten verursachen als sie der Gesellschaft jemals wieder zurückgeben können.

Wie wichtig eine „Festung Europa“ ist, zeigt das Beispiel Amerika. Die Ureinwohner dort konnten sich gegen den Zustrom – vor allem aus Europa – nicht erwehren und leben heute entweder in Reservaten oder aber sind (v.A. in Lateinamerika) in Mestizen-Mischgesellschaften aufgegangen, die heute von den höchsten Mordraten und einer unsäglichen Gewaltkriminalität leiden. Ist das etwa eine Zukunft, die sich die Politiker für Europa wünschen?

2 KOMMENTARE

  1. Eigentlich andere Frage ist mehr angebracht: Wann bricht in Europa ein Religionskrieg und/oder Rassenkrieg ? Wir sind nicht weit davon entfernt. Dann das Thema von Grenzen wird top aktuel sein.

  2. Eine Festung mit geschlossenem Burgtor, aber mit offenem Hintereingang und wer das früher so eingefädelt hat galt als Verräter und mußte mit der entsprechenden Strafe rechnen und heute feiern sie das Einfallstürchen, hat man doch bewiesen, wie wehrhaft man ist und sich um die Insassen kümmert.

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