Manfred Weber (CSU). Bild: Flickr / European People's Party CC BY 2.0

CSU-Politiker Weber will die Populisten mit Fakten und guten Argumenten schlagen.

Von Redaktion

Der Spitzenkandidat für die Christdemokraten bei der Europawahl, Manfred Weber, sieht die AfD als Hauptgegner im Wahlkampf. „Die AfD ist die deutsche Brexit-Partei, weil sie mit der Mitgliedschaft in der EU und auch im Euro-Raum aus parteitaktischen Gründen spielt“, sagte Weber in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dahinter stehe purer Nationalismus, dabei sei die EU heute schon ein Europa der Nationen.

Weber weiters: „Für uns ist die AfD ein zentraler Gegner im Wahlkampf, wir werden mit aller Härte gegen sie argumentieren.“ Sein Ziel sei, die Verantwortungslosigkeit der Partei zu zeigen. Weber sagte: „Die AfD hat in Chemnitz bewiesen, wo sie steht, nämlich neben Pegida, der NPD und den Neonazis. Das ist das wahre Gesicht der AfD.

Ich werde ansprechen, was das für unser Land bedeutet, für die Jobs, für die Rente, für unsere Bürger.“ Man dürfe nicht den Fehler machen, Populisten zu kopieren: „Wir werden die Populisten mit Fakten und mit guten Argumenten schlagen.“

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Sollte er EU-Kommissionspräsident werden, werde er versuchen, die EU stärker auf ihre Kernaufgaben zu beschränken und Zuständigkeiten an die Staaten zurückzugeben. Weber sagte: „Ich glaube, dass Europa einen Aufgaben-Check braucht. Die EU muss klären, für was sie zuständig ist und für was nicht.“ Im Management des Alltags, etwa bei der Definition von Standards für Produkte, müsse sich die EU zurücknehmen: „Da hat sich schon einiges verbessert, weil es in den vergangenen vier Jahren keine neue Verordnung für Glühbirnen oder die Gurkenkrümmung gegeben hat. Aber wir dürfen da nicht stehen bleiben.“

Weber ist derzeit der Vorsitzende der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament und startet als Spitzenkandidat für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten bei der Europawahl im Mai 2019.

Müssen endlich Zukunftsentwürfe anbieten

Manfred Weber will einen optimistischen Wahlkampf führen und den europamüden Bürgern ganz konkret die Vorteile der EU zeigen. „Wir müssen endlich Zukunftsentwürfe anbieten“, sagte Weber zur „NOZ“. Als Beispiel nannte er einen Krebs-Masterplan. Mehr als ein Drittel der Europäer werde in seinem Leben familiär mit Krebs in Berührung kommen. Die Wissenschaft sage, dass man Krebs besiegen oder zumindest stoppen könne.

„Als EU-Kommissionspräsident würde ich alles Wissen und alle Datenbanken bündeln und einen Masterplan gegen Krebs erstellen“, kündigte Weber an und fügte hinzu: „Dann könnten wir in fünf bis zehn Jahren vielleicht der erste Kontinent sein, der eine Antwort auf Krebs hat. Das ist meine Europawahl-Botschaft: Wir als Europäer können gemeinsam viel mehr erreichen.“

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5 KOMMENTARE

  1. Er soll recht behalten, aber das ist nicht das Problem.
    Er und seine Partei hingegen sind Part des Hauptproblems Deutschlands, sei für die Gegenwart wie für die Zukunft.
    Seine Ideologische feine jjjGesellschaft in der er sich bewegt, werden zu unser allergrößten Herausforderung für die Zukunft. Es gilt diese zu kippen.

  2. Er soll recht behalten, aber das ist nicht das Problem.
    Er und seine Partei hingegen sind Part des Hauptproblems Deutschlands, sei für die Gegenwart wie für die Zukunft.
    Seine Ideologische feine jjj Gesellschaft in der er sich bewegt, werden zu unser allergrößten Herausforderung für die Zukunft. Es gilt diese zu kippen.

  3. Wenn er die AFD als Hauptgegner sieht, kommt dies einem politischen Ritterschlag gleich und nun stehen sich offiziell 2 Blöcke gegenüber, die Konservativen von Mitte bis Rechts und die schwarz/linken Gesellen jeglicher Coleur von Mitte/Links bis Ultralinks. Das ist wenigstens eine klare Ansage und die Wähler können sich nun darauf einrichten und sie werden es ihnen schon zeigen, wie sie es sehen, das Vorspiel kommt zuerst bei den Landtagswahlen im Osten und je mehr Porzellan sie noch zerschlagen umso besser, dann werden sie um einiges kleiner und ehrlich gesagt die Christlichen und Liberalen zusammen mit den Marxisten und Sozialisten braucht doch niemand mehr, die haben uns nahezu auf allen politschen Geschäftsfeldern in eine fast auswegslose Situation gebracht und wer als Arbeitnehmer noch bei den Schwarzen auf das C hofft und sich von den Sozis noch etwas verspricht, der kann nicht mehr ganz bei Trost sein, da müssen andere ran, bis zum Beweis des Gegenteils.

  4. Wo sind denn die Argumente, werter Weber.? Immer das Gequatsche, dass die „Populisten mit Fakten und guten Argumenten zu schlagen sind“ und dann kommt nichts, weder Fakten noch gute Argumente. Schon aus seinen Worten ist die berechtigte Kritik der EU-Gegner zu lesen. ——– „Die EU muss klären, für was sie zuständig ist und für was nicht.“ ———– Wenn EU-Populisten wie Weber dies bis jetzt nicht geschafft haben, werden sie es auch nie schaffen, darum EU abschaffen.

  5. Der Weber sieht sich wohl schon in Brüssel sitzen und fett abkassieren!
    Das könnte aber durchaus eine falsche Rechnung sein und nicht aufgehen!
    Was bringt er an Qualifikationen mit? Was will er besser machen als ein anderer Kandidat?
    Ausser das er „überzeugter Europäer“ ist, habe ich noch nichts von ihm gehört!

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