Gefängniszellen.

In den deutschen Gefängnissen sitzen immer mehr Ausländer. Auch bleibt der Anteil im Vergleich zum Bevölkerungsanteil weiterhin sehr hoch und steigt weiter.

Von Michael Steiner

In den inzwischen ohnehin schon überfüllten deutschen Gefängnissen sitzen immer mehr ausländische Staatsbürger ein, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Demnach waren zum 31. März dieses Jahres 16.267 ausländische Strafgefangene und Sicherungsverwahrte in deutschen Gefängnissen inhaftiert. Das waren fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Inzwischen ist fast jeder Dritte (32 Prozent) der insgesamt 50.957 Häftlinge Ausländer. Dieser Anteil ist im Vergleich zum Ausländeranteil in der Bevölkerung überproportional hoch: In Deutschland leben insgesamt 10,6 Millionen Ausländer, eine Quote von rund zwölf Prozent. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass (je nach Herkunft) auch deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund erhöhte Inhaftierungswerte aufweisen, kann man davon ausgehen, dass inzwischen wohl beinahe die Hälfte aller Insaßen einen Migrationshintergrund – mit oder ohne deutschem Pass – haben.

Die Zahl der deutschen Häftlinge sank hingegen deutlich von 36.121 im vergangenen Jahr auf 34.690 Ende März dieses Jahres. Seit dem Jahr 2012, als die Zahl noch bei 44.841 lag, ging sie kontinuierlich zurück – insgesamt um rund ein Viertel. In der Statistik werden Häftlinge, die sowohl die deutsche als auch eine ausländische Staatsangehörigkeit haben, als Deutsche ausgewiesen.

Loading...

Die Zahl der ausländischen Häftlinge stieg seit dem Jahr 2012 (13.232) kontinuierlich an. Zunächst geringfügig, seit dem Jahr 2015 (13.694) deutlich (2016: 14.605). Besonders hoch ist der Anteil der Ausländer unter den Häftlingen in den Stadtstaaten Hamburg (58 Prozent) und Berlin (51 Prozent), aber auch in Baden-Württemberg (49 Prozent) ist dieser Wert sehr hoch. Unter den ausländischen Häftlingen im Jahr 2018 stellten Türken (2.366), Polen (1.316), Rumänen (1.143) und Marokkaner (648) die größten Nationalitätsgruppen.

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende unter dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE54 7001 1110 6052 6763 88, BIC: DEKTDE7GXXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

2 KOMMENTARE

  1. Die Zahlen sind um so bemerkenswerter, als dass die Polizei offen eine Unlust zeigt, Straftaten, die durch Ausländer getätigt wurden, überhaupt zu verfolgen.

    Das Sahne-Tüpfelchen setzt dann noch die deutsche Justiz darauf. Ihre Hauptbeschäftigung bei dieser Tätergruppe scheint darin zu bestehen, Strafmilderungen und Gründe zur Verfahrenseinstellung zu finden.

    Das bekannteste Beispiel dürfte immer noch die Kölner Silvesternacht, von 2015 sein.

  2. Tja, die EZB kümmert sich nur darum, dass die Goldstücke mit erfundenem Geld einkaufen gehen können. Aber durch die dadurch erhöhten Steuereinnahmen müssten sich doch ein paar Gefängnisse ausgehen, da muss doch kein Luxus drin sein?
    Achsooo, das Geld ist für die Diäten der 111 erforderlichen neuen Bundestagsabgeordneten draufgegangen…. (Vielleicht sollte man das Bundestagsgebäude umbauen?? Die Ösis sind auch gerade dabei…)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here