Annegret Kramp-Karrenbauer. Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Mit AKK’s Wahl zur CDU-Vorsitzenden hat zwar Merkel noch Schonfrist bis zum Ende ihrer Kanzlerschaft, langfristig ist der Schaden für die Partei noch gar nicht abzusehen. Die CDU wird weiterhin der Erosion ausgesetzt.

Von Commentarius

Nein, diese Partei ist nicht mehr zu retten. Es setzt sich das in der CDU fort, was in der SPD erfolglos vorexerziert wurde. In der SPD wurde eine Knalltüte zur Vorsitzenden gewählt, seitdem ist auch übrigens Funkstille und in der einstigen Volkspartei CDU hat man eine uncharismatische Double der Nochkanzlerin installiert; die Partei selbst ist gespalten wie noch nie. Und jetzt soll Annegret die Risse in der Partei kitten? Wie soll sie den Spagat bishin zu den Neoaliberalen und Konservativen schaffen?

Diese Wahl hilft einzig und allein nur Merkel. Merkel ist immer noch die Siegerin. Mit AKK im Parteivorsitz darf uns die Mumienkanzlerin noch volle drei Jahre (auf den Sack gehen) regieren. Merkel wird sich in dieser Zeit kaum noch um Deutschland kümmern. Böse Stimmen würden meinen, sie hätte das ohnehin nie getan.

Angela wird sich in Brüssel für die Weiterentwicklung der EU einsetzen. Vielleicht wird sie sich auch dort noch in Stellung bringen um nach ihrem deutschen Abgang, ein tolles Pöstchen zu erhaschen. Niemand wird sich wirklich vorstellen können, dass die alte Dame in den Ruhestand treten wird. Annegret aber hält Angela den Rücken frei. Annegret hat Angela ihren steilen Aufstieg zu verdanken. Annegret ist Angelas Marionette, welche ganz in Angelas Sinne die Partei bei Laune halten soll. Annegret ist die Verjüngung Angelas.

Aber wo bleibt die CDU in der Strategie Merkels? Die CDU dürfte für Merkel keinen Wert haben. Denn nur eine hauchdünne Mehrheit steht hinter AKK und damit auch hinter Merkels Politik. Gefolgschaft und Einigkeit der Partei wäre wichtig für AKK, aber unwahrscheinlich die CDU hinter sich geschlossen zu vereinen. AKK kann und muss scheitern nach Merkel; es bleibt ihr einfach nichts anderes übrig. Und eine Kanzlerin AKK wird es sicher nicht geben.

6 KOMMENTARE

  1. In der Regel war es früher üblich daß man sowohl in Politik, als auch in der Wirtschaft die Besten ans Ruder gelassen hat und das scheint heute nicht mehr unbedingt Priorität zu besitzen, denn wenn der Bauch das Hirn verdrängt, spätestens dann sollte man einen Psychiater aufsuchen, denn wer gegen den Strom auch in internationaler Hinsicht schwimmt, wird auf Dauer nicht bestehen können, denn das Leben ist keine lustige Party, sondern beruht auf Verdrängung durch den Starken dem Schwächeren gegenüber und in unserer Gesellschaft meint man immer noch alles mit sozialen Wohltätigkeiten überdecken zu können, aber das ist ein Trugschluß und sind allenfalls Konzepte aus der Wirtschaftswunderzeit und heute geht es um üble Verdrängung in allen Bereichen und wer da nicht vorbeugt und sich strategisch dagegen stellt wird verlieren und wir Deutschen sind gerade dabei das letzte Kapital zu verspielen und weil bei uns mittelfristig nichts mehr zu holen ist, versuchen natürlich die Globalisten die Welt zu ihren Gunsten zu ändern und das spricht nicht für uns, sondern gegen uns, es wird nur so verkauft als ob es vernünftig wäre, weil man das eigene Ziel kennt und auch erreichen will und dabei sind ihnen die Europäer schnuppe, wir gehen ehedem den Bach runter, wenn man die Entwicklung der großen Länder sieht, die ihre Zukunft noch vor sich haben und zwar nicht nur geistig, sondern auch von den Resourcen her, und da werden wir, nachdem wir alles heruntergewirtschaftet haben, nicht mehr mithalten können. Henry Kissinger hat vor ungefähr 40 Jahren schon den Europäern ins Stammbuch geschrieben, daß sie aufpassen müssen, nicht das Armenhaus der Welt zu werden und wie man sieht hatte er hellseherische Fähigkeiten oder das richtige Gespür Entwicklungen zu erkennen und das Ende vorauszusehen.

    • Lang, lang ist’s her, dass die Besten in der Politik waren! Realität heute ist, dass nur die, welche sich für die Besten halten in der Politik sind. Einbildung statt Bildung, Inkompetenz statt Kompetenz, Glauben statt Wissen, so sieht es heute aus. Die Geisterbahn der Luschen, nennt sich Regierung. Rechts- und Vertragsbruch ist neuer Regierungsstil.

  2. Ich denke, hinter dem Prozedere der Neuwahlen von Vorsitzenden, Fraktiuonsvorsitzenden etc steckt die Strategie, über die Auflösung der sog. großen Volksparteien das Auflösen der Nationalstaaten voranzutreiben.

  3. Die Schafshirtenpartei macht nur billiges Theater. In der „parlamentarischen Demokratie“ wählen die Bürger ein Parteiprogramm nebst Wahlversprechungen, aber die Gewählten entscheiden nach ihrem „Gewissen“. Wahlen sind also wirkungslos. Auf die Abgeordneten aller Fraktionen gleichermaßen wirken sog. Wissenschaftler und sog. Lobbyisten ein.

    Was aber ist Wissenschaft? Die Methodenansätze (Paradigmen) der Wissenschaften haben im Laufe der Jahrhunderte schon mehrfach gewechselt; außerdem gibt es Amtswissenschaftler und autonome Wissenschaftler. Im Parlament werden bevorzugt Amtswissenschaftler zu Anhörungen eingeladen.

    Die Lobbyisten haben entweder Finanzkapitalmacht – z.B. Unternehmen, von denen alle (!) größeren nur (!) von US-Wirtschaftsprüfern (KPMG, PWC, EY oder Deloitte) beaufsichtigt und „beraten“ werden – oder sie repräsentieren eine sehr große Zahl von Bürgern, wie etwa Automobilclubs und Tierschutzvereine.

    Ein Heimatverein, mindestens so mitgliederstark wie der größte Automobilclub, könnte eine Wende bewirken, oder die Völker Europa besorgen sich gelbe Westen und schließen sich der neuen französischen Revolution an, wie viele Belgier und Niederländer bereits tun.

  4. Naja, es war nunmal keine richtige Wahl bei den Antichristen der CDU !
    Das war nur eine Wahl zwischen Pest, Cholera und Gehirnschwund !!!

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