Taliban-Kämpfer in Afghanistan. Bild: Flickr / ResoluteSupportMedia CC BY 2.0
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Um den Friedensprozess in Afghanistan voranzutreiben will das Pentagon den Taliban die die Waffen niederlegen Jobs anbieten.

Von Marco Maier

Die große englischsprachige pakistanische Zeitung „The Dawn“ zitiert Pentagon-Berichte, wonach man die Taliban mit Hilfe von Jobs dazu animieren will, die Waffen niederzulegen. Ziel ist es auch, die Taliban-Kämpfer zu „rehabilitieren“ und so den Abzug der US-Truppen aus dem südasiatischen Land rascher umsetzen zu können.

Die Zeitung schreibt über den Pentagon-Plan: „Selbst wenn einige Mitglieder der Taliban genug vom kämpfen haben und dazu bereit sind, die Waffen niederzulegen, werden sie der Gesellschaft nur dann wieder beitreten, wenn sie glauben dass ihre Sicherheit und jene ihrer Familie garantiert ist, und wenn sie eine Möglichkeit haben, genug Geld zur Versorgung ihrer Familie zu verdienen.“

Nun, rund 17 Jahre nach dem Krieg in Afghanistan mit fast 2.400 toten US-Soldaten, mehr als 20.000 verwundeten US-Soldaten und Kosten von mehr als einer Billion Dollar, soll offenbar eine Trendwende eingeläutet werden. Waffengewalt und Bomben sind ohnehin wirkungslos, wie es sich schon in den vergangenen Jahren zeigte. Ob dieser neue Plan aufgeht, wird sich allerdings noch zeigen.

1 KOMMENTAR

  1. Die USrael-Oberclique macht alles, was ihr Nutzen verspricht. Spielt keine Rolle, wenn da offizielle Feinde plötzlich zu inoffiziellen Freunden werden. Moralische Bedenken gibt es dazu keine. Wird immer alles so gedreht, wie man es gerade brauchen kann, und wenn es sein muss, fliegen die brandschwarzen Lügen hinaus in die Welt und werden wiederholt und wiederholt und wiederholt im Mainstream, bis das Gros der Menschheit den Lügenschrott glaubt. Polit-Hollywood inszeniert die unverschämtesten Lügen zu vermeintlichen Wahrheiten, alles geheimdienstlich fein hübsch ausgedacht, verdreht und falsch zusammengeschraubt.

    Und auch hier in Afghanistan kamen und kommen nur die nicht-gerufenen Amerikaner ums Leben, wieviele Afghanen als Zivilbevölkerung völlig unschuldig während Jahren aufgrund des US-Invasionskrieges in Afghanistan – in ihrem Land – ihr Leben lassen mussten oder verkrüppelt durchs Leben gehen müssen oder aus ihrem Land vertrieben wurden, das ist nicht erwähnenswert. Der Westen verhält sich in diesen Ländern wie eine stinkige verlogene brandschatzende und mörderische Bestie.

    Allerhöchste Zeit, dass solch verlogene Regierungen aus allen internationalen Institutionen verschwinden. Sie halten sich sowieso nicht an Spielregeln oder Abmachungen. Mit ihren diesbezüglich grossmauligen Austritten verändern sie gar nichts, sondern statuieren nichts mehr als den Status quo. Alles bleibt beim Alten. Bleibt die Hoffnung, dass diejenigen Nationen, die sich an die internationalen Abmachungen halten und diese möglicherweise zugunsten der Menschen und Völker noch ausbauen wollen, dass diese Nationen wirtschaftlich stark genug werden, um der drohenden, erpresserischen westlichen Welt die Stirne bieten zu können.

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