Café, Restaurant.

Unsere „Wohlstandsgesellschaft“ ist nicht so, wie sie sein sollte. Denn wir werden „domestiziert“ und verharren im Rudeldenken.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Der heutige Wortgebrauch von dem was wir heute „Wohlstandsgesellschaft“ nennen ist eine ungeheure Schönfärberei. Denn das Wort suggeriert „Ausruhen“, „gutes Essen“ und „Sonne“. In der Realität haben wir überarbeitete Menschen mit Verlust ihres Familienbezugs. Und das gilt für alle sozialen Schichten. Jeder wird nach seiner Funktionsfähigkeit zur Geldvermehrung gesellschaftlich eingeordnet.

Selbst karitative Berufe haben den Dienst am Menschen inzwischen zur Geldvermehrung verkommen lassen. Dreieinhalbtausend Euro für einen Platz im Altenheim sind heute eher die Regel als die Ausnahme. Das Gesundheitswesen ist eine gewaltige Geldvermehrungsmaschine in der Ärzte und Krankenhäuser genauso auf Werbeleute zurückgreifen, als ginge es um die Erfolge eines Warenhauses.

Wir sind alle in einem Grad domestiziert, dass für die Allermeisten „Freiheit“ eine hohle Phrase ist. Es ist interessant zu sehen, dass mit dem Grad an Domestikation das Gehirn von Tieren kleiner wird. Wer sich anpasst, begegnet weniger Gefahren – weniger Gefahren bedeutet, „Achtsamkeit“ auch mal außer Acht lassen zu können. Bei Tieren geht hohe Intelligenz selten mit gutem Fell, viel Milch oder „nützlich sein“ einher.

Wir leben in einer Gesellschaftsform die nur die Nützlichkeit des Einzelnen wertet. Wer nützlich ist, kommt zu Geld und Achtung. Wir sind aber in unserer Angepasstheit so weit gekommen, dass sich viele zu verleugnen beginnen, was nicht gerade für Charakterstärke spricht. Rudeldenken gibt es auch bei Tieren, aber nirgendwo ist der Grad an Angepasstheit so groß wie beim homo sapiens in Deutschland. Von denen die sich nicht anpassen geht für das Rudel immer Gefahr aus. Darum wird auf die Jagd gemacht.

4 KOMMENTARE

  1. Wohlstandsgesellschaft in unserer Breitengraden: jeder liegt, wie er sich bettet.
    Einiger Säulen bedarf es dazu aber doch.
    Kerngesunde Gene,
    eine gute Kinderstube oder
    zumindest ein Elternteil das normal
    und ein Umfeld, das frei von Haß und Gewalt ist.

  2. Leider läßt den Lohnabhängigen diese Art der Ausbeutung keine andere Wahl, oder sie müssen vermögend sein und hinzu kommt noch das Jahrhunderte alte Obrigkeitsdenken und das ist auf der einen Seite unser Erfolg, andererseits verkommt aber die persönliche Entfaltung durch Anpassung und das nennt man Unfrei und wer sich daran gewöhnt hat, dem sei es selbst überlassen, meine Art zu leben wäre es nicht.

    • Die beste Demo gegen Kernkraft ist,wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bachlauf,wenn möglich selbst macht.Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich das nötige zum Leben selbst macht.

      Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

      Wenn die Demokratie führt, brauchen wir keine Führer.

      • Der letzte Satz ist und bleibt Theorie.

        Was sie vorangehend hofieren ist eine autarke Ausrichtung.
        Auch ich bin davon überzeugt.
        Glaobalisierung ist aber das genaue Gegenteil davon.
        Daran sieht man in welch komplette Abhängigkeit = gleichzeitig rundum Kontrollierte Abhängigkeiten sich die Globalisierungsfetischisten begeben.

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