Chinesische Schiffe. Bild: Flickr / asitimes CC-BY 2.0

Winzige Inseln zwischen Taiwan und Japan könnten einen Krieg mit China auslösen. Die Situation im Ostchinesischen Meer heizt sich dramatisch auf.

Von Marco Maier

Im Ostchinesischen Meer heizen sich die Dinge wieder auf, und die Spannungen in einer Region, in der Washington zunehmend das Recht auf Schifffahrt in internationalen Gewässern gegen die weitverbreiteten chinesischen Forderungen geltend macht und die territorialen Besitztümer seiner Verbündeten zu verteidigen, nimmt zu.

Einem neuen Reuters-Bericht zufolge wird gewarnt, dass die winzigen und felsigen Senkaku-Inseln, die zwischen Nordtaiwan und den japanischen Inseln liegen, „schnell zu einem Brennpunkt des Krieges werden“. Auf alarmierende Weise wurden japanische Regierungsquellen zitiert, die besagten, dass Tokio und die Vereinigten Staaten einen Operationsplan für eine alliierte militärische Reaktion auf chinesische Drohungen gegen die umstrittenen Senkaku-Inseln aufstellen.

Fast schon seit Beginn seines Amtsantritts hat Präsident Trump erklärt, er habe sich verpflichtet, Artikel 5 des US-japanischen Sicherheitsabkommens für die Nachkriegsjahre der Mitte des 20. Jahrhunderts einzuhalten: „Wir bekennen uns zur Sicherheit Japans und alle Bereiche unter seiner administrativen Kontrolle und zur weiteren Stärkung unseres äußerst wichtigen Bündnisses“, hatte Trump vom ersten offiziellen Empfang des japanischen Premierministers Shinzo Abe im Februar 2017 versprochen und seitdem konsequent fortgeführt.

Japanische Regierungsquellen haben den regionalen Medien mitgeteilt, dass der gemeinsame Reaktionsplan mit den Vereinigten Staaten darin besteht, „wie im Falle eines Notfalls auf oder um die unbewohnten Inseln im Ostchinesischen Meer zu reagieren“ – der laut den Aussagen bis zum nächsten März abgeschlossen werden soll.

Die Japan Times berichtet, dass „der geplante Plan solche Notfälle vorraussetzt, bei denen bewaffnete chinesische Fischer auf den Inseln landen und Japans Selbstverteidigungskräfte mobilisiert werden müssen, nachdem die Situation die Fähigkeit der Polizei zur Reaktion übersteigt.“ Das heißt: Betreten chinesische Fischer die Inseln, werden sie von den japanischen Sicherheitskräften niedergeschossen. Das kann böse ausgehen.

Die Situation nimmt jetzt eine größere Dringlichkeit an, da sowohl die USA als auch Japan an den größten jemals stattfindenden Kriegsspielen der beiden Nationen teilnehmen, an denen der nuklear betriebene Flugzeugträger USS Ronald Reagan beteiligt ist. Die Übung namens Keen Sword begann am Montag und soll bis Donnerstag dauern. Sie umfasst 57.000 Matrosen, Flieger und Marineinfanteristen – Japan steuert dazu 47.000 Soldaten bei. An den Übungen sind auch kanadische Kriegsschiffe beteiligt.

Die Inseln gehören historisch zu China und werden sowohl von der Volksrepublik als von Taiwan beansprucht, welches während des chinesischen Bürgerkriegs ein japanisches Protektorat war. Danach wurden sie von Tokio dem japanischen Kaiserreich einverleibt, was die territorialen Spannungen zwischen China und Japan erhöhte.

2 KOMMENTARE

  1. Das ist eine problematische Angelegenheit, insbesondere dann, wenn man die Historie betrachtet, solche Fälle gibt es auch bei uns hierzulande und nun stellt sich die Frage, welche Verträge bzw. Handlungen sind als verbindlich zu betrachten und das wäre dann Maßstab für alle Beteiligten, denn ein Krieg ist schnell vom Zaun gebrochen und seine Wirkungen können furchtbar sein und es ist eine Frage der Abwägung, wobei vielleicht solche Fälle generell untersucht werden sollten um dann klare Fakten zu schaffen, wo alle mit leben können, anders herum ist es mehr als gefährlich und wer das nicht beachtet, egal von welcher Seite, beweist eigentlich daß er nicht der Vernunft folgt, sondern seine inneren Egoismen walten läßt und das ist unstaatsmännisch und stümperhaft und zeugt von der Tatsache, daß Politiker auch nicht besser sind wie normale Bürger die sich beim Schnäppchenkauf in die Wolle kriegen.

  2. Dies dient den USA doch auch nur als Vorwand um China weiter zu provozieren und ENDLICH zu einem Angriff zu bewegen, denn man will unbedingt das China angreift, so dass man die ganze NATO durch den Verteidigungspakt mit reinziehen kann.

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