Soja-Ernte.

Der Handelskrieg von Donald Trump gegen China fordert erste Opfer: Die Soja-Farmer. In North Dakota und Iowa beispielsweise verrotten bereits langsam aber sicher die ersten (Rekord-)Ernten.

Von Marco Maier

China ist eigentlich der wichtigste Abnehmer für US-Sojabohnen. Doch mit dem von Donald Trump gestarteten Handelskrieg gegen das Reich der Mitte orientierte Peking sich um. Zölle auf Sojabohnen aus den USA sorgen dafür, dass die chinesischen Importeure auf Lieferungen aus anderen Ländern umschwenken.

Für die Soja-Farmer in den USA ist dies natürlich eine Katastrophe. Ihre Ernten verrotten vor den eigenen Augen und die eigene wirtschaftliche Existenz steht vor dem totalen Ruin. Und wenn man bedenkt, dass Soja eines der Haupt-Exportprodukte der USA ist und China bislang der größte Abnehmer dafür war, um damit vor allem Schweine und Hühner zu füttern, ist das auch für die US-amerikanische Handelsbilanz nicht gerade positiv.

Was für die Soja-Farmer noch ein weiteres Desaster ist: Laut Angaben des USDA Crop Production-Berichts vom 11. Oktober hatten die Farmer in Iowa einen Rekord von 606 Millionen Bushels an Sojabohnen geerntet, was einem durchschnittlichen Ertrag von 61 Bushel pro Acre entspricht. Und die nicht verkauften Bohnen? Mit Stand 1. September lagerten 438 Millionen Bushel bei den Produzenten, was einem Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Prognosen besagen, dass am 1. September 2019 bereits 885 Millionen Bushel an Sojabohnen unverkauft herumliegen und verrotten werden.

Wie man sieht, macht Trump nicht nur Amerika „wieder groß“, sondern auch die Sojaberge. Aber was kümmern ihn die wegen ihm gescheiterten Existenzen der Soja-Farmer? Das ist eben unternehmerisches Risiko, oder?

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