Russische Rubel.

Eine neue Studie von Bloomberg Economics behauptet, die US-Sanktionen hätten Russland sechs Prozent seiner Wirtschaftsleistung gekostet.

Von Marco Maier

Seit dem Jahr 2014 sind immer mehr Sanktionen gegen Russland inkraft getreten, die vor allem von Washington vorangetrieben aber auch von der EU und einzelnen weiteren Ländern mitgetragen wurden. Nun behauptet eine Studie von Bloomberg Economics, dass diese mittlerweile für den Verlust von sechs Prozent der russischen Wirtschaftsleistung verantwortlich seien.

Die Grafik oben zeigt dabei auf, wie sich die russische Wirtschaft anhand der bekannten weltwirtschaftlichen Faktoren entwickelt hätte. Ausgehend von der Entwicklung der Ölpreise und den bekannten Umständen hätte Russland, so die Studienautoren, ohne die Sanktionen weiterhin ein stabiles Wirtschaftswachstum aufgewiesen. So gab es jedoch 2015 und 2016 einen Rückgang bei der Wirtschaftsleistung.

Diese Grafik von Bloomberg Economics verdeutlicht den Anteil des Öls (braun) und der Sanktionen sowie anderer Faktoren (blau) an den unter den Möglichkeiten bleibenden wirtschaftlichen Entwicklungen. Während das Öl für rund vier Prozentpunkte verantwortlich gemacht wird, sind es die Sanktionen und andere negative Faktoren mehr als sechs Prozent.

Allerdings geben die Sanktionen Russland auch den Druck, seine Wirtschaft umzubauen und zu diversifizieren, sowie neue Handelspartnerschaften aufzubauen. Dies sorgt auf dafür, dass die westlichen Märkte für die Russen (bis aufs Erdgas und partiell Technik) unwichtiger werden. Auch der Versuch, in essentiellen Bereichen (wie der Nahrungsmittelversorgung) autark zu werden.

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