Industrie am Rhein. Bild: Flickr / marfis75 CC BY-SA 2.0

Wirtschaftlich sieht es in Deutschland derzeit nicht so gut aus. Die Anzeichen für eine Rezession verdichten sich. Mit Schuld daran ist auch die „America First“-Politik.

Von Marco Maier

Die deutsche Wirtschaft ist infolge der Exportorientierung und der Tätigkeit deutscher Unternehmen im Ausland stark von der globalen Konjunktur abhängig. Doch gerade der angeblich wichtigste „Verbündete“ – die Vereinigten Staaten von Amerika – trägt dazu bei, dass die deutsche Wirtschaft geschädigt wird. Denn „America First“ bedeutet auch ins US-Visier zu gelangen.

Schätzungen zufolge haben die deutschen Unternehmen bislang infolge dieser nationalistisch-protektionistischen Politik Washingtons bereits rund 200 Milliarden Euro verloren. Darunter auch aufgrund der Sanktionen gegen Russland und den Iran, sowie einer zunehmend feindlichen Wirtschaftspolitik, die auf Erpressung und Drohungen setzt, aber auch auf nationalistische Richter und Geschworene.

Die ganze US-amerikanische Wirtschafts- und Finanzpolitik – samt Handelskrieg – trifft ja mehrere Länder zugleich und wie ein Rattenschwanz dann auch die deutsche Wirtschaft. Doch das wagt man in der Mainstreampresse nicht wirklich anzusprechen, stattdessen werden immer wieder Liberalisierungsmaßnahmen gefordert – und dabei neben der FDP und dem wirtschaftsliberalen Flügel der Union auch insbesondere Friedrich Merz genannt, der als Konzernlobbyist gilt. Aber er ist auch Vorsitzender der Atlantik-Brücke und damit ein Vertreter von US-Interessen, die jenen Deutschlands immer öfter diametral gegenüberstehen.

Deutschland scheint in eine Rezession zu schlittern und damit das „Wirtschaftswunder“ nach der Finanz- und Eurokrise ein Ende zu finden. Doch bis auf Rekord-Steuereinnahmen und enorme Ausgabensteigerungen beim Militär scheint man in Berlin noch keine Strategie entwickelt zu haben, wie man der Konjunkturdelle entgegenwirken könnte. Das liegt aber auch daran, dass niemand es wagt, Washington Paroli zu bieten.

3 KOMMENTARE

  1. So lange man noch Goldstücke importieren kann, gibt’s Geld von der EZB und damit Umsatz von ganz unten. Vom Totengräber über den Maurer bis zum Arzt. Dafür wurde die ganze Invasion zur Vermeidung der Rezession angeleiert. Man kann nach 57 oder 67 Tonnen Bargeld suchen.

  2. „Die Anzeichen für eine Rezession verdichten sich.“

    Signale aus dem Umgang mit der täglichen Berührung der Geschäftswelt der BRD verdeutlichen dies ebenso.
    Auch vermehrte Verkehrszeichen in die selbe Richtung lassen sich nicht mehr wegretuschieren.

  3. Das Kern-Problem der Deutschen Wirtschaft ist nicht, von den USA direkt und indirekt mit Sanktionen überzogen zu werden. Das Problem ist, dass die deutschen Unternehmen sich der Politik Trumps unterwerfen.
    Was würde denn passieren, wenn die deutschen Unternehmen sich – vorausgestzt sie haben sich international abgesichert- nicht unterwerfen würden?
    Nichts würde passieren. Trump und die USA haben keine Mittel, um Deutschland zu disziplinieren!
    SIE sind auf Deutschland und sein Geld angewiesen.
    Nur die wirklich übervorsichtigen Deutschen müssen ja mit US-Banken Geschäfte machen, müssen ja ihren übewiegenden Export mit USA machen, müssen ja alles waa aus USA kommt nachmachen. Der Zug ist doch seit 25 Jahren abgefahren. WEG von den USA, HIn zu denanderen Märkten.
    Je mehr sich Deutschland in andere gefilde bewegt, desto schwächer wird die USA-Ökonomie.. zum Wohle der globalen Welt!
    Wir in D sind die Idioten, die das Imperium der USA immer noch stützen, woes gar nichts mehr zum Stützen gibt. Die Drohungen der USA sind NULL– denn selbst einen Krieg können sie sich nicht leisten- schon gar nicht in der EU!
    Die Achse Ru Ch ist den USAund ihren Vasallen-Republiken haushoch überlegen- ökonomisch, finanzpolitisch, militärisch… die USA haben das noch gar nicht auf dem Schirm. Un nur weil eine Hochverräterinhier die Strippen zieht, ist D doch nicht auf die USA angewiesen,oder?
    Besarzung hin oder her. Wenn der besatzer global auf dem letzten Loch pfeift, sollte man schon sehen, ob man sich in den Untergrund mitreissen lässt oder nicht!

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