Mohammed bin Salman. Bild: Alayham News
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Immer mehr Prinzen des saudi-arabischen Königshauses stellen sich gegen Kronprinz Mohammed bin Salman. Ein Putsch – unterstützt von CIA und MI6 – steht bevor.

Von Marco Maier

Nicht nur die USA und Großbritannien (vor allem deren Geheimdienste) würden einen Regime-Change in Saudi-Arabien begrüßen, auch nicht wenige Mitglieder der tausende Personen umfassenden Königsfamilie. Mohammed bin Salman (MbS), der aktuelle Kronprinz, hat es sich mit seiner aggressiven Art und seinen Modernisierungsplänen nicht nur mit dem wahhabitischen Klerus, sondern auch mit einem Großteil des Establishment des Landes verscherzt.

Und nicht nur das: Die „Flirts“ von MbS mit Russland, wobei es vor allem auch um den Kauf von hochmodernen S-400-Raketen-Abwehrsystemen geht, sorgen vor allem bei den Amerikanern für Unmut. Sollte er tatsächlich ankündigen, diese Luftraum-Verteidigungssysteme von Moskau zu kaufen, würden ihn die Amerikaner sofort absägen und dafür sorgen, dass er weg vom Fenster ist.

Inzwischen wurde der jüngere Bruder von König Salman, Prinz Ahmed bin Abdulaziz (76), als Favorit zur Ersetzung von MbS positioniert, nachdem dieser erst vor wenigen Wochen aus seinem selbstgewählten britischen Exil in seine Heimat zurückkehrte. Er gilt als Mann von CIA und MI6 und soll das Land wieder zurück „auf Linie“ bringen.

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Reuters berichtet nun: „Dutzende von Prinzen und Cousins aus den mächtigen Zweigen der Familie Al Saud wollen eine Änderung in der Nachfolge sehen, würden aber nicht handeln, solange König Salman – der 82-jährige Vater des Kronprinzen – noch am Leben ist, sagten die Quellen. Sie erkennen an, dass sich der König wahrscheinlich nicht gegen seinen Lieblingssohn wendet, der im Westen als MbS bekannt ist.“

Das heißt aber auch: Die westlichen Geheimdienste müssten ein Mordkomplott gegen den König schmieden, um so auch den Kronprinzen loszuwerden – was dann faktisch zu einem Machtkampf im Königreich führen würde, da MbS ja der designierte Thronfolger ist und mit dem Tode seines Vaters auch automatisch zum nächsten König des Landes avancieren würde. Aber: Prinz Ahmed hat laut einer Saudi-Quelle die Unterstützung vieler Familienmitglieder, des Sicherheitsapparats und einiger Westmächte sicher.

Wie es auch kommt: Stirbt der König, wird es in Riadh höchst ungemütlich und man darf davon ausgehen, dass der ganze Machtkampf um die Führung des Königreichs nicht unblutig vonstatten geht. Doch was dann?

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