Blick auf Detroit.

US-Präsident Trump will mit seinen Handelskriegen die USA reindustrialisieren. Doch die Konzerne denken nicht daran, zurückzukommen.

Von Marco Maier

Donald Trumps Ziel ist es, möglichst viele neue Industriejobs in den Vereinigten Staaten zu schaffen, nachdem in den vergangenen Jahrzehnten die meisten Konzerne ihre Produktion ins billigere Ausland – zumeist China und Südostasien – verlagerten. Auch deshalb hat der Republikaner mehrere Handelskriege vom Zaun gebrochen und vor allem gegenüber China eine Eskalationsspirale in Sachen Zölle losgetreten.

Doch wie eine Umfrage von Reuters bei mehr als 200 US-Unternehmen die auch in China produzieren zeigt, scheint Trumps Plan der Reindustrialisierung der Vereinigten Staaten völlig in die Hose zu gehen. Zwar schaffte er es, dass zumindest ein paar wenige US-Konzerne Teile ihrer Produktion öffentlichkeitswirksam (wieder) in die USA brachten, aber das sind Peanuts – ein kleines Opfer dieser Unternehmen ohne große Auswirkung. Doch der Großteil der Unternehmen zeigt sich von Trumps Politik unbeeindruckt.

Denn die Reuters-Umfrage ergab, dass zwar 64 Prozent der befragten Unternehmen planen, ihre Produktionsketten außerhalb Chinas umzusiedeln, aber nur ein Prozent (also in absoluten Zahlen zwei Unternehmen!) teilte mit, darüber nachzudenken in Nordamerika Produktionsstätten zu errichten. Als Erfolgsmeldung für Trump kann man das nicht bezeichnen.

Und nun? Will Trump hingehen und seinen Handelskrieg gegen alle Staaten dieser Welt ausdehnen und den Konzernen so faktisch keine andere Wahl lassen, als doch in den USA selbst zu produzieren? Das kann er versuchen. Doch die Amerikaner selbst werden dann mit einer enormen Teuerungswelle konfrontiert.

2 KOMMENTARE

  1. Der Auszug der heimischen Industrie hat zwei Gründe und der erste liegt in der Wettbewerbsfähigkeit und der zweite in der Gewinnmaximierung, was aber nur eine vorrübergehende Erscheinung ist, denn auch in den billigerern Produktionsländern werden die Einkommen wachsen und sich dann als Nullsummenspiel erweisen und deshalb ist die Strategie von Trump nicht unrichtig, die heimische Industrie durch Anreize stärken und trotzdem zunächst noch über das Ausland hinzukaufen, das ergibt einen guten Mix und bietet auf Dauer auch mehr Sicherheit, als sich völlig in die Abhängigkeit anderer zu begeben um nur noch Dienstleister und landwirtschaftlicher Produzent zu sein und solange viele Firmen ihre günstigeren Produktionskosten nicht an die Verbraucher weitergeben, sondern diesen Mehrwert für sich behalten ist für niemand etwas gewonnen und deshalb ist die Strategie von Trump richtig, unabhängig davon, daß nicht alles bis ins kleinste geregelt werden kann, hauptsache die Grundrichtung stimmt und was bei uns geschieht ist fast ähnlich, der Ausverkauf der deutschen Industrie findet schon lange statt und damit auch das Know How unserer Wirtschaft und wer Produktion und Wissenstand freiwillig auf andere Länder überleitet ist eben ein Globalist und der denkt nur an seinen eigenen Geldbeutel und das kann nicht im Interesse der einzelnen Nation liegen.

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