Trump und Xi. Bild: Weißes Haus

Der Handelskrieg mit China könnte dazu führen, dass diese mit harten Bandagen zurückschlagen. Werfen sie ihre Dollar-Reserven auf die Märkte, würden die USA eine Hyperinflation erleben.

Von Marco Maier

Donald Trump setzt in Sachen Handelskrieg mit China auf die totale Eskalation. Doch das könnte durchaus in die Hosen gehen. Und zwar mehr für die Amerikaner als die Chinesen, die zwar wirtschaftliche Rückschläge hinnehmen müssen, dafür jedoch ihre Exportmärkte breit gestreut haben.

Auch wenn die Chinesen sicherlich nicht so dumm sind und ihre ganzen Dollar-Reserven (immerhin halten sie rund zwei Billionen Dollar alleine in US-Staatsanleihen) auf den Markt zu werfen, so besitzen sie eigentlich durchaus ein enormes Druckmittel gegenüber Washington. Schon jetzt investieren sie Unsummen im Ausland und bezahlen für Ackerflächen und Unternehmen immer wieder deutlich mehr, als sie eigentlich müssten, zumal sie wissen, dass ihre Papierdollars immer mehr an Wert verlieren.

Doch was würde im Eskalationsfall geschehen – wenn Peking sich dazu entscheidet, hunderte Milliarden an Dollar in Staatsanleihen einfach so auf den Markt zu werfen? Der US-Dollar würde massiv unter Druck geraten und eine Kettenreaktion entstehen, welche schlussendlich zu einer Hyperinflation führen dürfte. Die US-Wirtschaft würde binnen weniger Monate kollabieren. Für China selbst wäre dies – alleine schon wegen der dadurch ausgelösten Weltwirtschafts- und -finanzkrise keine favorisierte Option, aber durchaus eine die man im Ernstfall durchführen würde.

Trump glaubt, den chinesischen Drachen zähmen zu können – doch dieser kann ihn (und die USA) verbrennen, auch wenn er selbst schwer verwundet aus dieser Schlacht zieht. Denn was die neokonservative Administration Donald Trumps außer Acht lässt, ist die chinesische Kultur des Gesicht wahrens. Glauben die Chinesen, ihr Gesicht zu verlieren, werden sie versuchen es zurückzugewinnen – egal mit welchen Mitteln.

4 KOMMENTARE

  1. Ich denke, daß Präsident Trump die Lage voll im Griff hat und alle geplant ist. Ja, er fährt den Dollar gegen die Wand. Aber dafür hat er einen Grund. Der Dollar ist ein Konstrukt des Deep State und verleiht diesem Macht und Einfluß. Trump will zurück zum Goldstandard und dafür muß der jetzige Schuldgeld-Dollar weg.

  2. ist wie mit dem scheissen, die kunst ist es die finger zu benutzen und es zu schaffen das nix kleben bleibt.
    der ami ist leider zu doof dazu.

  3. Nehmen wir an, dass es zu einem gewaltigen Dollar-Crash kommt, dann würde es legitim sein, wenn der Staat eingreift.

    Die Fed wurde gegründet nach einer Krise, weil dieses Konsortium angeblich Krisen besser managen, ja vermeiden würde als eine staatliche Bank. Wir wissen, dass es nicht so ist.

    Warum sollte die Fed bei einer derartigen Krise nicht aufgelöst werden und an ihrer Stelle eine tatsächlich staatliche Zentralbank aus der Taufe gehoben werden?

    Das war ja eines der anfänglichen Ziele von Donald Trump und es wäre der Hauptschlag gegen den Deep State.

  4. Zitat: Warum sollte die Fed bei einer derartigen Krise nicht aufgelöst werden und an ihrer Stelle eine tatsächlich staatliche Zentralbank aus der Taufe gehoben werden?
    Weil dies nie im Leben zugelassen wird, von den Lenkern der Welt.
    Es hat schon einmal ein President versucht und in Dallas mit seinem Leben dafür bezahlt.
    Die Tinte unter der Executive Order (EO) 11110 war noch nicht ganz trocken da wurde sie vom Nachfolger schon wieder aufgehoben. Wenn Trump dies wirklich vor hätte, würde er schon 6 Feed under liegen!!!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here