Nach Merkel geht auch Juncker

Jean-Claude Junckers Abgang aus der EU-Politik ist unabwendbar. Er verprellt zu viele wichtige Leute – in der EU, aber auch in der Schweiz.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Die kleine Schweiz macht gerade mobil gegen die EU. Juncker hat wohl nie Schillers „Wilhelm Tell gelesen“. Da steht wie die Schweizer den Habsburger Vogt zum Teufel jagen. Die Schweizer sind noch immer die Schweizer – „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr.“ Der Vogt wird heute von Jean Claude Juncker gespielt, der den Schweizern den Aktienhandel an ihrer Börse streitig machen will.

Hätte Juncker in der Schule besser aufgepasst, wüsste er, dass man die Schweizer nicht erpressen darf. Juncker möchte in der EU verbieten, dass Aktien europäischer Unternehmen an der Schweizer Börse gehandelt werden – was für den Bankenplatz Schweiz einer Katastrophe gleich käme. Jetzt haben die Eidgenossen einen Notfallplan ausgearbeitet und den Spieß herumgedreht: Sie lassen dann einfach ihre heimatlichen Börsenrenner nicht mehr in der EU handeln. Angeführt von Nestle würden die schweizer Großfirmen Kapital in erheblichem Ausmaß aus der EU herausziehen.

Man konnte beim NATO-Gipfel jetzt sehen, Juncker war getroffen worden – nicht von Tell sondern von der Hexe, so sagte er zumindest. Er ließ sich nach Schwanken und Torkeln im Rollstuhl über die Gänge in Brüssel schiebenschieben – und mit einem Mal hört man neue Töne auch in der Mainstreampresse, denn es haben nun sich 11 EU-Staaten hinter die Schweizer gestellt. Man diskutiert öffenlich ob es wirklich der Ischias war oder eher ein Alkoholproblem und dass in die EU mehr Ruhe einzöge wenn Juncker ersetzt würde.

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Die Schweizer scheinen da besser im Training zu sein – deren Rechnungshof berichtet von heftigen Gelagen beim eidgenössischen Heer zu denen die Damen mit Helikoptern eingeflogen wurden. Wenn ich heute so aufgelockert schreibe, dann weil es scheint dass rosige Zeiten kommen- Merkel weg – Juncker weg.

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2 Kommentare

  1. Ist doch wirklich schön. Man soll auch andere Schmarotzer an den Trog lassen und außerdem ist das Fernsehen dann nicht so fad. Ändern wird sich allerdings garantiert nichts, denn über 70% der Bevölkerung geht jederzeit vorsätzlich in die Wahlzellen und befiehlt dadurch WEITERMACHEN, wie bisher.

  2. Hoffentlich sind sie bald weg, aber was man am Horizont erkennen kann ist auch nicht zufriedenstellend und das wird vermutlich so bleiben, denn Geld regiert die Welt, das war schon in Kaiserszeiten so, wo sie auschließlich mit den Mächtigen korrespondierten und sie dabei unter ihre Knute brachten und das wird heute fortgeführt über die Wallstreet und City of London und dahinter steckt eine handfeste Strategie und solange dieses System nicht gebändigt wird, bleibt es so und die Völker dieser Welt sind reine Staffage mit denen man auch nichts zu tun haben will, außer man kann sie ausbeuten und das ist der Urtrieb allen Tuns zum eigenen Wohle und Bestehen, keinesfalls aus Nächstenliebe, das gönnt man sich nur selbst.

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