Wolfgang Ischinger. Bild: Wikimedia Commons/ Marc Müller CC BY-3.0-DE

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist ein sicherheitspolitisches Forum ohne wirkliche Relevanz, welches dem Steuerzahler jedoch teuer kommt.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Mit einem Millionenaufwand wurde im Bayrischen Hof wieder die „Münchner Sicherheitskonferenz“ abgehalten. Was einmal als Forum für eine europäische Sicherheitspolitik, zumindest von Seiten der Militärs gedacht war, ist zu einem Zirkus von Politpromis geworden. Netanjahu der natürlich nicht fehlen durfte, hält ein unkenntliches Trümmerteil am Rednerpult nach oben und macht den iranischen Außenminister Zarif, der allerdings den Saal schon verlassen hatte, an „Das nehmen Sie wieder mit nach Hause, das gehört Ihnen …“ Alle gucken betroffen nach unten und man weiß nicht, ob sie sich für Netanjahu fremdschämen oder ob sie die Geschichte über das Trümmerteil glauben … „von israelischem Militär abgeschossene iranische Drohne….“. Natürlich geht alles wieder aus wie das Hornberger Schießen, aber es nett mal wieder dabei gewesen zu sein. Glaubt denn jemand, dass wo der russische Verteidigungsminister, EU-Vertreter, Grünen-Abgeordnete und Israelis zusammen mit Amerikanern im Saal sind, würde konstruktiv über Sicherheitspolitik geredet?

Ischinger der frühere deutsche Botschafter in Washington leitet seit dem Abgang von Kleist-Schmenzin das Treffen („Wenn es die Münchner Sicherheitskonferenz nicht gäbe, müsste sie bei der Weltlage neu erfunden werden.“ – solches Bla-Bla über drei, vier Tage). Nun einen Lichtblick gab es, aber das konnte man auch vorher schon in den Zeitungen lesen – die meisten europäischen Politiker wünschen sich eine militärische Unabhängigkeit von Amerika. Aber dazu ist Ischinger wie auch sein Vorgänger der falsche Mann.

Schon Kleist-Schmenzin war für diesen Posten ausgewählt worden, weil er den Engländern half, unauffällig in den 2. Weltkrieg zu rutschen. Angeblich 1944 im Widerstand und darum mit Persilschein ausgestattet, war er aus der Wehrmacht während des Krieges unehrenhaft entlassen worden. Zuvor war er Mittelsmann englischer Regierungskreise in Deutschland und wiegte die deutsche Reichsregierung mit seiner Botschaft in Sicherheit „Im Falle eines deutschen Angriffs auf Polen wird sich England neutral verhalten.“

Und darauf wollten und wollen wir eine Verteidigungspolitik aufbauen? Wir brauchen auch da einen Neuanfang.

4 KOMMENTARE

  1. ES ist symptomatisch, dass auf solchen hoch-offiösen Veranstaltungen die deutsche Presse „unsereSicht“ laut verkündet, die sich dort nie findenlässt, und die Reden mit den Inhalten GEGEN Deutsche Politik verschweigt man. Ischinger ist genau so ein Hochverräter wie Merkel. Und Dummschwätzer dazu.

    • Zudem, Leute denen die Angst bereits unter normalen Umständen bei den Augen heraus schaut sind befangen.
      Die sollen zuerst mal ihe eigenen privaten Trauma Baustellen sanieren, bevor sie sich anmaßen über anderer Leute Schicksale zu bestimmen.
      Wir leben in einer Niedergangsepoche, denn nur eine solche erlaubt es solchen Figuren an Stellen zu gelangen, wo sie nichts, aberrein gar nichts verloren haben.
      Sie richten nur Schaden an.

  2. Veranstaltungen wie die „Sicherheitskonferenz“ lenken eher ab. Wie können wir uns den vielen angezettelten Kriegen entwinden?

    Es ist bei entsprechender Sensibilität seit Jahren deutlich, dass aus Afrika kaum die Verfolgten hierher kommen, etwa Frauen aus Somalia und Ruanda, die zu Millionen Opfer der Vergewaltigungswaffe geworden sind; stattdessen kommen männliche Personen. Diese wiederum scheinen auch hierzulande als Vergewaltigungswaffe eingesetzt zu werden, denn warum sonst öffnet man die Grenzen auch für sie? Das sog. Asylrecht wird also pervertiert zur informellen Kriegsführung.

    Umgekehrt könnte man spekulieren: Der hohe Spritverbrauch der Industriestaaten sei eine Waffe gegen die Südländer, nämlich Ölkriegswaffe gegen den Orient und (sofern neben natürlichen Ursachen relevant) Treibhauseffekt-Waffe gegen Afrika.

    Also hier wie dort der totale Krieg, mit breiter „Basis“, wie es schon Leo Tolstoj in „Krieg und Frieden“ dargestellt hat, wo alle Milieus irgendwie mitkämpfen und auch zu Opfern werden.

    Medienpropagandakriege und Wirtschaftskriege kommen hinzu.

  3. Ein Psychopath ist Trumps neuester Sicherheitsberater

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/03/ein-psychopath-ist-trumps-oberster.html

    Anfang des Jahres habe ich Trump eine Witzfigur und einen Idioten genannt. Ausserdem stellte ich an Hand seiner Taten fest: „Er ist genauso schlimm wenn nicht sogar schlimmer als seine Vorgänger, und das will was heissen.“ Seitdem hat er diese Bezeichnung nicht nur bestätigt, er hat sie sogar im negativen Sinne übertroffen. Deshalb erweitere ich meine Beschreibung auf: Trump ist eine Wahnsinniger, der die Welt mit Kriege in Brand setzen will!!!

    Warum sage ich das? Weil er jetzt den schlimmsten Kriegshetzer in Washington, der nur Krieg, Krieg und nochmals Krieg im Kopf hat, den sogar die grössten Falken als zu extrem bezeichnen, zu seinem neuen nationalen Sicherheitsberater gemacht hat.

    Die Ernennung von Bolton als seinen Sicherheitsberater zeigt, Trump ist voll auf militärische Konfrontation und noch mehr Kriege eingeschwenkt….ALLES LESEN !!!

    Anonym kommentiert

    Komme immer mehr zum Schluss, dass die Wahl Trumps manipuliert war und dass er von Anfang an der Favorit des Tiefen Staats war.

    Dass Russland Trump zur Wahl verholfen haben soll, war nur Theater, um von den wahren Tätern abzulenken.

    Die Auswechslung seines Kabinetts durch Pentagon-Leute verwundert daher nicht. Gut möglich, dass am Schluss auch er noch wegen Unfähigkeit/Untragbarkeit abgesetzt und durch einen „Grossen Bruder“ / Militärkopf ausgewechselt wird.

    Die USA hätten dann eine „demokratisch gewählte“ Militärdiktatur. Wurde Trump als TROJANER benutzt?

    Die Wähler, die an ihn und an eine positive Veränderung geglaubt haben wurden getäuscht oder besser gesagt schön verarscht.

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