Friedrich Merz. Bild: Youtube

Das Ende Angela Merkels als CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin ist nahe. Nun versuchen die Mainstrammedien Friedrich Merz hochzuschreiben.

Von Marco Maier

In wenigen Wochen ist Angela Merkel als CDU-Parteichefin Geschichte. Doch von allen potentiellen Nachfolgern mit innerparteilichen Wahlchancen wird vor allem Friedrich Merz gehyped. Der Multimillionär, Liberalkapitalist, Wall-Street-Lobbyist und Transatlantiker soll den Wählern offenbar mit allen Mitteln sympathisch gemacht werden, obwohl seine politische Agenda durchwegs nicht den Kerninteressen des Großteils der potentiellen CDU-Wähler entspricht.

Das war zwar schon zuvor nicht der Fall (ich denke, der Polit-Kabarettist Volker Pispers hat das in seinen Auftritten mehrfach sehr gut aufgezeigt), aber mit Merz kommt da schon ein ganz anderes Kaliber zurück auf die Politbühne. Eines, das mit Kanonen auf Spatzen schießt und Merkels Idee der „marktkonformen Demokratie“ perfektionieren wird.

Wenn die ganzen Konzern- und Staatsmedien versuchen, einen Politiker oder eine Partei zu hypen, sollte man grundsätzlich vorsichtig sein. Gerade die Konzernmedien haben ihre Milliardärsfamilien als Eigentümer, die natürlich auch ihre Eigeninteressen haben und sich jene Politiker an der Spitzen der Bundesrepublik wünschen, von denen sie sich eine möglichst gewinnbringende Politik erwarten. Konzernfreund Merz ist so einer.

Doch wer ein Freund der Konzerne, der Banken, der Finanzindustrie und der Finanzoligarchie ist, kann kein Freund der einfachen Menschen, der Arbeitnehmer, der klein- und mittelständischen Unternehmen und der sozial Schwachen sein. Er wird eine Politik vorantreiben, die den reichsten fünf Prozent dieses Landes nützt und der breiten Masse der Bevölkerung (inklusive der Mittelschicht) nicht. Ist er wirklich derjenige, den die CDU-Sympathisanten haben wollen?

6 KOMMENTARE

  1. Das Ende Angela Merkels als CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin in Raten,
    Merz vorzeitig verbraten.
    Wer aber ist der/die Dritte im Bunde, der oder die im letzten Moment aus dem bemalten Hut gezaubert wird?

  2. Ich stehe mit einer Ausnahme voll hinter den Ausführungen des Autors. Auf lange Sicht schadet er auch noch den 5 reichsten Prozent des Landes. Der Grundwiderspruch des Kapitalismus, dass jedes Unternehmen wenig Lohnkosten und zahlungskräftige Kunden braucht, wird wird erneut soweit verschärft, dass die nächste Krise mit dem Verbrennen von sehr großen Summen verbunden sein wird. Nur eine Parallelentwicklung von Löhnen und Gewinnen kann das verhindern. Besser noch wäre ein allmähliches Schließen der“neoliberalen Schere“ zwischen Gewinnen und Einkommen, die sich in den letzten Jahrzehnten aufgetan hat.

  3. Aus dem Aufsichtsrat einer „Groß_Heuschrecke“ in die Fußstapfen von „Rothschilds Hexe“ – ähnliche Karrieresprünge beobachten wir seit langem. Von Goldmann- S. zum EZB-Präsidenten, etc.. Geschieht das zufällig ?

    Lassen wir uns nicht von der sog. Medien-Hype um o.g. Herrn darüber hinwegtäuschen, dass eine Frau Merkel weiterhin ihr Unwesen treiben kann. Sie ist einem möglichen Mißtrauensantrag zuvor gekommen und die Kritiker in den eigenen Reihen wie auch die Öffentlichkeit sind erst einmal beschäftigt, während ihre Politik weiterhin ihren unheilvollen Gang nimmt.

  4. Der Bilderberger, Jens Spahn, hatte sich wiederholt durch unsoziale Äußerungen selbst ins Abseits begeben.

    Anscheinend wurde ihm das von interessierter Seite klar gemacht. Er scheint jetzt Kreide gefressen zu haben. Es kommen keine diesbezüglichen Aussagen mehr von ihm. Ganz im Gegenteil, er gibt sich sehr sozial, auch wenn es sich bei genauer Betrachtung um Windeier handelt.

    Es hat den Anschein, dass er wieder aufgebaut wird. Die MSM leisten jedenfalls ihren vollen Beitrag.

    Ein knallharter Neoliberaler wie Merz könnte die CDU weiter in den Abwärtsstrudel ziehen. Denn irgendwann muss er dann auch aktive Politik leisten und sich zu erkennen geben. Da in Deutschland praktisch in jedem Jahr irgendwelche Wahlen sind, könnte eine Abstrafung sehr schnell erfolgen.

  5. Aus heutiger Sicht kommen wir vom Regen in die Traufe mit diesen drei schwarzen Kandidaten, denn gestern erklärten Spahn und Merz, daß sie die Absicht der mittlerweile kleinen Vorsitzenden unterstützen, ihr Amt bis Ende der Legislaturperiode auszufüllen und das heißt weiterso, vielleicht marginal in neuer Verpackung, aber mit gleichem Inhalt und das ist das Schlimmste was uns wiederfahren kann und wir können unsere Hoffnungen begraben und nur noch auf ein Wunder warten, ansonsten werden sie die Karre an die Wand fahren, ohne Rücksicht auf die Bürger und ihre Befindlichkeiten.

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