Laschet ruft CDU zu Kurs der Mitte auf

NRW-Ministerpräsident Laschet hat seine Partei eindringlich zu einem Kurs der Mitte aufgerufen. Die CDU solle nicht auf jedes Thema der AfD aufspringen.

Von Redaktion

Die Partei müsse von der AfD jene enttäuschten Wähler zurückgewinnen, die nicht rechtsextrem seien, gleichzeitig auch heutigen Wählern der Grünen Angebote machen, die sich um die Bewahrung der Schöpfung sorgten, sagte NRW-Ministerpräsident und CDU-Vize Armin Laschet der Kölnischen/Bonner Rundschau: “Eine Volkspartei muss das auch leisten können. Die Teamleistung von Mitgliedern verschiedener Flügel war immer eine Stärke der CDU”.

Laschet betonte gegenüber der Zeitung, seine Partei brauche “keine neue Programmatik zu erfinden”. Es sei “auch ein Fehler, auf jedes Thema anzuspringen, das die AfD auf den Tisch bringt”. Ein Beispiel sei der Migrationspakt. “Wenn wir auf CDU-Parteitagen über jeden UN-Pakt abstimmen müssten, bräuchte es dauernd Sonderparteitage”. Das Recht auf Asyl im Grundgesetz sei eine “historische Errungenschaft”.

Die Grünen wiederum lebten “von der schlechten Performance” der großen Koalition. Das müsse sich ändern. Die Stimmverluste der Unionsparteien in Hessen und Bayern führte Laschet auch auf den koalitionsinternen Streit in Berlin zurück: “Erst wird die Koalition wegen des Umgangs mit aus der EU eingereisten Asylbewerbern in Frage gestellt – tatsächlich geht es bei der Debatte um wenige Personen. Dann geht es um den Leiter einer nachgeordneten Behörde, der Verfassungsfeinde beobachten statt Interviews geben sollte.

Auch viele bürgerliche Wähler haben den Umgang mit diesem Fall nicht verstanden.” Umso mehr begrüßte er die Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten und möglichen künftigen CSU-Chefs Markus Söder, die Zusammenarbeit der Unionsparteien konstruktiv fortsetzen zu wollen. In Bund und Land müsse die CDU zeigen, dass sie gut regieren könne. “Die Leute müssen sehen, dass sich etwas ändert.”

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Vermeintliche Aufregerthemen wie die Zuwanderung seien keineswegs die wichtigsten Themen. “Wenn Sie mit den Leuten sprechen, stehen zum Beispiel eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze viel mehr im Vordergrund.”

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4 Kommentare

  1. Wie sieht eine “Mitte” heutzutage aus? Aus Jugendjahren kennt man, wenn man etwas älter ist, noch die Demokratie. Damals war der Überwachungsfaschismus nur aus Orwells Horrorroman “1984” bekannt, der in der Schule gelesen wurde, damit die Schüler wachsam bleiben. Und nun hängen überall Überwachungskameras herum, und von Gehirnwäschemonitoren wird man sogar im Omnibus und der U-Bahn terrorisiert. Die freie Meinung ist abgeschafft.

    Es hat sich als amtliche Propagandalüge erwiesen, dass Grenzen und Nationalstaaten schuld an den Kriegen seien. Nun sind Multikriege grenzenlos, die von verbrecherischen und dabei pfaffenmoralisch faselnden “Politikerbestien*innen” betrieben werden, mit Propaganda, mit fremdenfeindlichen Wirtschaftssanktionen, mit Finanzblutsaugerei, mit bezahlten “Rebellen” und mit Armeen, die unritterlich feige mit Marschflugkörpern und Drohen morden.

  2. Merkwürdigerweise fällt mir bei diesem Namen immer der Begriff Lusche ein und solche Typen haben sich über Jahrzehnten bei den Schwarzen breit gemacht, das ist ja nicht mehr zum aushalten, denn die verdrehen die Tatsachen wie sie es brauchen und lügen den Bürgern die Hucke voll und erhalten dafür noch Stimmen und wie bekloppt muß man eigentlich sein, diese Art von Politikern überhaupt noch zu wählen, denn wer diese “Politaale” zum Freunde hat, braucht keine Feinde mehr und deshalb ist es völlig unverständlich wie wenig Menschenkenntnis die meisten haben und sich von solchen schwabbeligen Kerlen verführen lassen.

  3. “Laschet ruft CDU zu Kurs der Mitte auf”

    An was er dabei wohl denkt? Wo er sich dafür wohl etwa die Inspiration holt?
    Den Kurs der Mitte fährt jeder, der auf “Liebe” macht, in Wahrheit aber auf Matratze fixiert ist.
    Also, wer will sich von einer Politik der koscheren Schmeicheleinheiten nudeln lassen?

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