Irans Führer Khamenei (Rechts) begrüßt die Revolutionsgarden-Führer, inklusive Qassem Soleimani (Mitte)

Ein Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarden warnte die US-Kräfte. Man habe sämtliche US-Basen in der Region im Visier und werde diese im Falle einer US-Aggression auch mit Raketen beschießen.

Von Marco Maier

Während die USA ihre Rhetorik gegen den Iran immer weiter verschärfen und trotz aller Vorbehalte den Erzrivalen Teherans, Saudi-Arabien, weiterhin unterstützen, warnt Amirali Hajizadeh, der Führer der Luftraumverteidigungsdivision der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) die US-Militärs in der Region. Sämtliche US-amerikanischen Militärbasen in Afghanistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sowie die Flugzeugträger im Persischen Golf würden in der Reichweite der iranischen ballistischen Raketen liegen.

„Sie befinden sich in unserer Reichweite und wir können sie treffen, wenn sie einen Zug machen… Unsere Land-See-Raketen haben eine Reichweite von 700 Kilometern… und die US-Flugzeugträger sind unsere Ziele“, sagte er laut der Nachrichtenagentur Tasnim, wie Reuters berichtet.

In seinen Ausführungen wählte der IRGC-Kommandant die Luftwaffenbasis Al Udeid in Katar aus, auf der etwa 10.000 US-Truppen stationiert und die an Routineoperationen im Nahen Osten beteiligt sind, sowie die Al Dhafra-Basis in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die Kandahar-Basis in Afghanistan.

Der iranische Militäroffizier rühmte sich darüber hinaus, dass die Präzision seiner Raketen verbessert worden sei – eine Behauptung, die sowohl durch die jüngsten Tests als auch durch eine Reihe von Raketenstarts im Oktober, bei denen ein ISIS-Lager in Ostsyrien anvisiert wurde, nicht überzeugt – fast alle scheiterten um ihr Ziel zu erreichen und nicht wenige von ihnen landeten in der Wüste nahe der iranisch-irakischen Grenze.

Dass sich die Amerikaner durch diese Drohungen beeindruckt zeigen werden, darf man bezweifeln. Aber wenn es die Iraner schaffen, die Flugzeugträger in der Region tatsächlich zu treffen, sowie Schäden an den US-Militärbasen anzurichten, würden sich diese sehr schnell auf mehrere Milliarden Dollar summieren. Hinzu kommt der Umstand, dass sich die Iraner auf schiitische Verbündete in der Region verlassen können – unter anderem auch im Irak, wo immer noch mehr als 5.000 US-Soldaten stationiert sind und es in der letzten Zeit immer wieder zu antiamerikanischen Protesten kam.

3 KOMMENTARE

  1. Das haben andere auch schon gemacht und das Ergebnis waren dann zwei Atombomben auf ihr Land und da haben sie sich einen Bärendienst erwiesen.

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