Mit der Aufweichung der Regeln zu faulen Krediten in den Bankenbilanzen versucht die EU einen Kollaps der Kreditinstitute zu verhindern.

Von Marco Maier

Auch wenn es seitens der EZB mit ihren völlig sinnlosen „Stresstests“ immer wieder heißt, die europäischen Banken würden inzwischen wieder gut dastehen, so beweist das aktuelle Vorgehen der EU, dass dem absolut nicht so ist. Denn die Verwässerung der geplanten Vorschriften zum Abbau fauler Kredite in den Bankenbilanzen ist nur eine weitere politische Kapitulation vor der Finanzindustrie.

So soll es – vor allem auf Druck des Europaparlaments – den Banken erlaubt werden, nicht bediente Kredite ganze zwei Jahre lang ohne jegliche Rückstellungen in ihren Bilanzen stehen zu lassen. Und das selbst dann, wenn diese Darlehen ohne irgendeine Sicherheit hinterlegt wurden – also ohne beispielsweise eine Immobilie oder ein Grundstück als Pfand zu besitzen, so das „Handelsblatt“. Weiters sollen die Banken nun weitere neun Jahre Zeit bekommen, um sukzessive Rückstellungen für faule Kredite aufzubauen.

Da fragt man sich: Geht’s noch? Immerhin stehen wir erneut an der Schwelle zu einer Finanzkrise, weil die Banken nach der Krise 2007/2008 größtenteils so weitermachten wie zuvor und die Zentralbanken die Finanzmärkte mit billigem Geld sedierten, was neue Finanzblasen schuf. Anstatt weiter wegzusehen, wäre es viel wichtiger dafür zu sorgen, dass die Banken wieder auf einem gesunden finanziellen Fundament stehen und so auch wenigstens einigermaßen gegen die noch bevorstehenden Finanzkrisen gewappnet sind.

3 KOMMENTARE

  1. Die Deutschen wollten sich bereits zweimal gegen die Finanzpolitik des Tiefen Staates wehren und wurden vom Rest der Welt im Stich gelassen. Wacht die Welt endlich auf ??? – Neee, wohl eher nicht (?)

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