Bild: Flickr / Ludovic Bertron CC BY 2.0

Bei den Halbzeitwahlen in den USA gab es einige Überraschungen. So gibt es den ersten offen homosexuellen Gouverneur und zum ersten Mal zwei Muslimas im Abgeordnetenhaus.

Von Michael Steiner

Die US-Politik wird „bunter“. So könnte man dies politisch korrekt ausdrücken. Denn die Wähler in Colorado haben mit dem Demokraten Jared Polis den ersten bekennenden Homosexuellen zum Gouverneur gewählt, wie der US-TV-Sender „NBC News“ berichtet. Er saß zuvor seit 2009 im Repräsentantenhaus und war auch dort jener, der sich schon bei seiner ersten Wahl offen zu seiner sexuellen Orientierung bekannte. Allerdings gab es in der Geschichte bereits sechs Kongressmitglieder, die lesbisch, schwul oder bisexuell waren bzw. sind.

Aber das ist noch nicht alles. Mit den Demokratinnen Rashida Tlaib aus Michigan und Ilhan Omar aus Minnesota wurden am Dienstag außerdem die ersten muslimischen Frauen als Abgeordnete ins US-Repräsentantenhaus gewählt. Dort saßen zuvor mit Keith Ellison und André Carson zwei männliche Muslime für die Demokraten.

Es wird sich im Verlauf der nächsten Stunden allerdings noch zeigen müssen, ob sich die religiöse bzw. sexuelle Palette an Abgeordneten noch verbreitert. Zum Vergleich: Im bisherigen Kongress (Senat und Abgeordnetenhaus) gelten 54,7 Prozent als Protestanten, 30,1 Prozent als Katholiken, 8,4 Prozent sind Juden, 4,5 Prozent sonstige Christen, je 0,4 Prozent Muslime bzw. Buddhisten und 1,5 Prozent haben einen anderen Glauben oder gaben zu ihrer Religion nichts an. Für bekennende Atheisten oder Agnostiker ist in der US-Politik kaum Platz.

1 KOMMENTAR

  1. Die US-Politik wird schwuler und muslimischer.
    Die BRD Politik auch.
    Den Beigeschmack, die Pädophilenverseuchung in ihren Reihen dürfen wir nicht gezielt benennen.

    Was werden sie aber gemeint haben, diese Freunde mit ihreren ständigen Betonungen auf westliche Wertegemeinschaft?

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