Mann bei der Arbeit.

In etwa jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland arbeitet zu einem Niedriglohn. Das sind rund 4,2 Millionen Menschen.

Von Michael Steiner

Die deutsche Wirtschaft läuft trotz Rezessionsgefahr auf hohem Niveau. Dennoch arbeiten laut Angaben der Bundesregierung 4,2 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland zu einem Niedriglohn. Dies entspricht 19,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und liegt unter dem dem Wert des Vorjahres, als noch 21,1 Prozent der Arbeitnehmer nur ein geringes Einkommen hatten.

Als niedriges Einkommen gilt jenes, welches weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns beträgt. Derzeit sind dies 1.733 Euro brutto im Osten und 2.226 Euro brutto im Westen. Allerdings ist diese Berechnungsmethode umstritten, da selbst bei allgemein stark steigenden Löhnen immer noch gleich viele Menschen theoretisch im Niedriglohnbereich arbeiten würden, selbst wenn sie damit ein auskömmliches gutes Leben führen würden. Im Grunde genommen sagt die prozentuale Verschiebung also lediglich aus, dass die Einkommensunterschiede zwischen „unten“ und „oben“ etwas gesunken sind.

Dennoch muss man bedenken, dass eine Hartz-IV-Familie mit zwei Kindern laut der Bundesagentur für Arbeit im Schnitt über ein Haushaltsbudget von 2.144 Euro verfügt, mit drei Kindern 2.735. Das zeigt allerdings nicht etwa, dass die Sozialleistungen zu hoch wären, sondern vielmehr, dass gerade im unteren Einkommensbereich deutliche Nachbesserungen nötig sind. Arbeit muss sich lohnen – auch im unteren Einkommensbereich.

4 KOMMENTARE

  1. Niedriglöhne sollte es eigentlich nicht geben.
    Die, wenn schon Niedrigst Entlohnung definierte Summe muss soviel ausmachen, dass der Betreffende seine Wohnung zahlen kann, Strom, Wasser, Essen, öffentliches Verkehrsmittel benutzen , kurzum seinen bescheidenen Lebensunterhalt allein bestreiten kann.
    Alles andere ist Sklaverei.
    Für alles ist Geld da, aber für einenLohn, von dem der Betroffene leben kann nicht?
    Saustall!

  2. Vor allem kann man sich vom Niedriglohn keine zusätzliche private Altervorsorge leisten, die bei der niedrigen staatlichen Rente aber nötig ist, um nicht in Alterarmut zu geraten.

    Die Stellung der Abhängig-Beschäftigten, die ihre Arbeitskraft auf dem „Arbeitsmarkt“ gegen einen oft zum Leben nicht oder kaum ausreichenden Lohn verkaufen müssen, bedeutet Arbeitssklaverei, und ist nach wie vor das ungelöste Urproblem des sozialen Lebens. Es ist von den Herrschenden und ihrer willfährigen Bewusstseinsindustrie weitgehend in den Hintergrund gedrängt. Auch die Gewerkschaften thematisieren es nicht mehr. Sie sind offensichtlich angepasster Bestandteil des herrschenden Systems geworden.
    Vgl. http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/08/20/kapital-macht-und-lohnsklaverei-das-versagen-des-rechts/

    • „Sie sind offensichtlich angepasster Bestandteil des herrschenden Systems geworden.“

      Genau. Mit anderen Worten: 60 Jahre Gehirnaustausch bemühen sich den IST Zustand zu legitimieren. Verrückt hoch 3!

      Erinnern wir uns: wann hat Deutschland seine Blütezeit erlebt?
      Gewiß mögen einige ander Faktoren dazugehört haben, aber es waren die 50er und 60er Jahre, als die Leute für ihre Arbeit entlohnt wurden. Das Geld floß und verteilte sich unter den arbeitenden Menschen, bewegte Kaufkraft im Lande wo es erarbeitet wurde, kam den Menschen wieder zugute, die Initiative angestoßen, etwas bewegt haben.
      So entsteht Kaufkraft vor Ort. Sie konnten von ihrem Geld ohne Behörde
      (und nicht daß das erarbeitete Kapital x fach um den Globus saust, frei von Steuern und zero produktive Wertschöpfung.

      Dazu teile ich uneingeschräkt die Order von A.H. 1933
      Börsen schließen. Der ganze Fake ist abzuschalten.
      Dieses System, das wir zur Zeit fahren plündert, raubt dem einzelnen produktiv arbeitenden Menschen sein letztes rein private Humankapital.
      Es droht ihm einen Chip zu implantieren,
      es setzt ihm den Abschaum anderer Kontinente vor die Nase, der ihn selbst, der damit nichts am Hut hat überfordert,
      es führt das Dogma ein, das Lüge zur Wahrheit verdreht,
      es erläßt Gesetze, die dem Menschen bei lebendigen Leibe den Körper zerlegen, ausschlachten und Teile daraus in den Handel bringen;
      es sperrt sogar Menschenweg, die lästig werden, nur weil sie mehrfach nachfragen, weil sie keine schlüssige Antwort erhalten bekommen.
      Wollt ihr das?
      Dann weiter so.

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