Bundeswehr-Soldaten in Mali. Bild: Youtube

Deutschlands Bundeswehreinsatz in Mali ist völlig verantwortungslos. Dort herrscht Chaos pur – zulasten der deutschen Soldaten vor Ort.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

In Mali befinden sich 11.000 Blauhelme aus 56 Nationen. Entgegen dem Mandat des Bundestags werden deutsche Soldaten zusammen mit französischen Anti-Terroreinheiten eingesetzt.

Bis 1960 war Mali französische Kolonie – französisch Sudan. Amtssprache ist französisch. Die Kommunikation unter den verschiedenen Nationalitäten der Mission MINUSMA bringt nicht nur sprachliche Probleme. Dadurch dass unterschiedliche Kommunikationssysteme im Einsatz sind, besteht oft keine Verbindung zwischen den Truppenteilen – auch bei gemeinsamen Operationen nicht. Eine solche militärische Fehlplanung dürfte sich ein deutscher Kommandeur nicht leisten, ohne von seinem Posten abgelöst zu werden.

Einsatzort für unsere Soldaten ist Gao im Norden, dem gefährlichsten Teil des Landes, bis vor Kurzem noch Dschihadisten-Gebiet.

Die verschiedenen UN-Stützpunkte in Mali liegen weit voneinander entfernt – jede Versorgungsfahrt über Land ist lebensgefährlich. Es sind von deutscher Seite unter anderem auch drei Drohnen des Typs Heron (ohne Bewaffnung) und vier Kampfhubschrauber Tiger im Einsatz. Beim Absturz eines Tiger starben beide Bundeswehrpiloten. Von Seiten der UNO werden keine Informationen zum Hergang der Katastrophe gegeben. Innerhalb des Mali-Einsatzes wird die Bundeswehr in immer robustere Einsätze gezogen.

Trotz allem ist in weiten Teilen Malis inzwischen die Scharia eingeführt. Die Anzahl der Terrorgruppen nimmt weiter zu. Sie verbinden sich mit einem Al Qaida-Ableger, mit dem IS oder der regionalen Ansar al Dine. Mali hat seine eigenen Truppen gemeinsam mit Burkina Faso, Niger, dem Tschad und Mauretanien in der Sahelzone gegen die Islamisten im Einsatz. Verworrener geht es nicht. Von von der Leyens Dienstaufsicht will man gar nicht mehr reden. Es ist verantwortungslos was mit unseren Soldaten gemacht wird. Wenn Frankreich ein Interesse an seiner Ex-Kolonie hat, soll es das vor seiner eigene Bevölkerung verantworten.

8 KOMMENTARE

  1. nun ja jetzt verteidigen wir Deutschland nicht nur an Hindukusch sondern auch in Mali die ganze Merkeltruppe gehört zum Teufel gejagt . wann fängt der Deutsche Michel mit dem Jagen an ??

  2. „Bundeswehr im Mali“

    Wer immer wieder in die Fettnäpfchen tritt, wird irgendwann einmal feststellen, daß sich auf Fett verhärtet und er plötzlich einen Klotz am Beine hat.
    Ander warten nur darauf.

  3. Wer die Geschichte kennt, weiss warum die deutschen Soldaten dort sind. Zur Entlastung der Franzosen. Nur ist die Politik der Franzosen fragwürdig. Man hat die Dschihadisten bei ihrer Flucht nicht gänzlich gejagd. Und wäre in Nord Mali ein Terrorristenstaat entstanden, wären Anschläge auch schnell in Deutschland denkbar. Die Franzosen sind nur wieder in Mali, damit die US Amerikaner nicht Fuss fassen. Deutschland, spielt nur eine Nebenrolle. Deutschland, muss sicher mehr militärische Verantwortung um Europa und in Europa übernehmen, ob man will oder nicht. Ob Mali sein müsste? Diese Bundeswehr ist in keinster Weise gerüstet für solche Krie. Obwohl die BW immer mehr Auslandseinsätze mitmachte, besteht die Ausrüstung aus Unterstützungsmaterial. Warum, hat der deutsche Tiger Hubschrauber keine Bordkanone unter der Manuel wie beim Französischem Tiger? Warum, haben die Franzosen mit ihrem Tiger keine Probleme oder weniger? Warum gibt es in Gao keine Berge.- und Kampfpanzer Leo II zb 6-8? Auch wenn es nur zum Schutz des Lagers wäre. Nach Norwegen schickt man 30(?) Leo2. Die Niederländer hatten wenigsten Apaches AH-64 in Gao und Chinnoks. War der A400M jemals in Gao? Nein, wann denn? Man greift auf angemiete Antonov zurück. Die deutschen Soldaten sind unzureichend geschützt und das trotz eines 38 Milliarden Euro Haushaltes. In Norwegen stehen 30 Kampfpanzer und angeblich 4.000 Fahrzeuge der BW, die von verschiedenen Truppenteilen zusammen gesucht werden müssen. Dadurch steht bei vielen Truppenverbänden der Ausbildungsbetrieb fast still. Frau v. der Leyen hätte längstens Abhilfe schaffen müssen. Es ist unverantwortlich bei diesem Zustand Soldaten in das Ausland zu schicken. Wie sieht die ärztliche Versorgung aus, obwohl Deutschland grösster Truppensteller in Gao ist? Miserabel. Schwerstverletzte müssen schlimmstenfalls über Bamako nach Köln/ Bonn geflogen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch deutsche Soldaten betroffen sind. Ein Linksparteiler, hätte die Bundeswehr nicht besser kaputt sparen können. Aber es war kein Linksparteiler. Es war eine CDU Vorsitzende, die die Sparkurse verschärft hat, ohne jede Not. Ihre Vorgänger machten den Anfang. Wenn ich eine BW ins Ausland schicke, brauche ich Amphibische Angriffsschiffe, Mistral Schiffe, Leoparden, Panzerhaubitzen, C-17 Transportflugzeuge und mehr Soldaten und die Lager müssen befestigte Wege bekommen und eine bessere ärztliche Versorgung. Ich erinnere nur mal an den Einsatz des Leo 2 im Kosovo. Einsatz ja aber ohne scharfe Munition. Das ist eine gefährliche deutsche Denke die seit der Wiedervereinigung Einzug gehalten hat, in den Köpfen der politisch Verantwortlichen.

  4. immer positiv denken. Wenn dereinst hier bei uns der Bürgerkrieg tobt, dann wird die Bundeswehr mit uns Biodeutschen spielend fertig. Dann zahlen sich die vielen Übungsstunden in Mali aus.

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