Bayer AG. Bild: Flickr /Mike Steele CC BY 2.0

Ganze 12.000 Stellen will Bayer in den kommenden drei Jahren weltweit abbauen. Ein großer Teil davon in Deutschland. Die Übernahme von Monsanto durch den deutschen Konzern spielt eine große Rolle dabei.

Von Marco Maier

Die Nachricht ist ein Schlag für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Nur kurze Zeit nachdem der deutsche Chemiegigant Bayer den umstrittenen US-Gentech- und Agrarkonzern Monsanto übernommen hat, kündigt das Unternehmen einen großen Stellenabbau an. Bis zum Jahr 2022 sollen weltweit 12.000 Stellen abgebaut werden, wovon ein „signifikanter“ Teil in Deutschland wegfällt, wie der WDR berichtet.

So will das Unternehmen eine nagelneue Anlage zur Herstellung eines Wirkstoffs gegen die Bluterkrankheit (an der z.B. faktisch der ganze europäische Adel leidet) nicht in Deutschland eröffnen, sondern diesen in Berkeley in den USA produzieren. Dass da die protektionistische Politik der Trump-Administration eine Rolle spielt, darf vermutet werden.

Die etwa 4.100 wegfallenden Arbeitsplätze bei „Crop Science“, also der Entwicklung von Saatgut, hängen hingegen ziemlich sicher direkt mit der Monsanto-Übernahme zusammen. Immerhin ist das US-Unternehmen in diesem Bereich einer der großen Marktführer. Und was dadurch auch deutlich wird: Der Bayer-Monsanto-Deal war zumindest für Deutschland kein Gewinn – und wenn man noch die ganzen Milliardenklagen gegen Monsanto hinzunimmt, darf man sogar sagen, es war ein gewaltiger Verlust.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here