Die Bank of England weigert sich, die 14 Tonnen Gold, die sich im Eigentum Venezuelas befinden, nach Caracas zu überstellen. Goldreserven sind dort nicht sicher.

Von Marco Maier

Das aktuelle Beispiel zeigt, dass die Lagerung von Gold in London oder New York grundsätzlich keine gute Idee ist. Denn als Präsident Nicolas Maduro ankündigte, die in London gelagerten Goldreserven repatriieren zu wollen, weil die neokonservative US-Regierung auch den venezolanischen Goldsektor sanktionieren möchte, erklärte die Bank of England, dass das nicht möglich sei.

So fragte man aus London um Klärung darüber, „was Venezuela mit dem Gold tun möchte.“ Man befürchte nämlich, dass Maduro das Edelmetall für den persönlichen Profit verkaufen wolle. Was zur Hölle geht es die Bank of England an, was die venezolanische Regierung mit ihrem eigenen Gold tun möchte? Die rund 14 Tonnen des Edelmetalls (Wert: rund 500 Millionen Euro) befinden sich im rechtmäßigen Eigentum Venezuelas und wenn Caracas entscheidet, dieses Gold zurückzuholen, dann hat London dem Folge zu leisten. Punkt.

Es spielt keine Rolle, ob man die venezolanische Regierung unterstützt oder nicht. Hier geht es rein um das Prinzip. Heute ist es Venezuela, morgen Russland und übermorgen Deutschland oder Österreich, wenn den Eliten der angloamerikanischen Finanzoligarchie die jeweilige Politik einzelner Länder nicht (mehr) passt.

Als Schlussfolgerung kann man nur noch dazu auffordern, die Repatriierung sämtlicher Goldreserven aus London und New York in die Wege zu leiten. In deren Händen ist es nicht (mehr) sicher.

1 KOMMENTAR

  1. „Das aktuelle Beispiel zeigt, dass die Lagerung von Gold in London oder New York grundsätzlich keine gute Idee ist.
    was Venezuela mit dem Gold tun möchte.“

    So handeln alle Banken, wenn man sein eigenes Geld oder Gold, oder ihnen was auch immer in Verwahrung gegeben hat, wieder schnell zurück möchte.
    Sie arbeiten das 9 fache mit unserem Geld und finden es bei Behebungswunsch noch angebracht zu fragen: was möchten, mit Betonung auf „möchten“ sie damit noch bezwecken? (Es liegt bei uns Waisenknabe).
    Oh, oh, oh. Es bedarf keiner weiteren „Erklärungen“.

    Banken sind mittlerweile der verlängerte Arm von Regierungen, und dies bedeutet mitunter sie sind Ausführungsorgene von Vasallen.
    Und wer nochmal eine Pyramidenstufe höher den Vasallen gestellt ist darf erraten werden.
    Darüber zu schreiben oder zu sprechen endet mit einer Zensur.
    Auch dafür ist bereits vorgesorgt.

    Wenn Gutmenschen zur Hölle verwunschen werden, erhebe ich keinen Einspruch.

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