Antibiotika, Pillen. Bild: Flickr / oliver.dodd CC BY 2.0

Immer mehr Bakterien entwickeln Resistenzen gegen Antibiotika. Ob Krankenhauskeime, Tuberkulose oder Tripper – immer mehr Infektionen enden tödlich.

Von Marco Maier

Vor allem der unsachgemäße Gebrauch von Antibiotika durch die Patienten, aber genauso die verantwortungslose Verschreibung dieser Medikamente durch Ärzte sorgen dafür, dass immer mehr bakterielle Krankheitserreger dagegen immun werden und eine Behandlung der Infektion einfach nicht mehr möglich ist. In der EU gibt es deshalb bereits jährlich rund 33.000 Tote infolge dieser Antibiotika-Resistenzen.

In Sachen Tuberkulose, an der weltweit immer noch 1,6 Millionen Menschen (Zahlen für 2017) sterben, sieht es nicht besser aus. Insgesamt erkrankten im vergangenen Jahr laut offiziellen Angaben 558.000 Menschen an einer Form der Tuberkulose, die gegen eines oder gar mehrere Antibiotika resistent ist. Die Folge: Eine Sepsis und Tod.

Während gerade in den Entwicklungs- und Schwellenländern die meisten Menschen sozusagen „in der freien Wildbahn“, also durch den Kontakt mit bereits infizierten Menschen oder beispielswiese kontaminiertem Wasser angesteckt werden, geschieht dies in der EU hingegen vor allem in den Krankenhäusern. Etwa drei Viertel der Infektionen mit solchen Resistenten Keimen in Europa kommen von dort her. Laut Wissenschaftlern hätten in 39 Prozent der Fälle sogar Reserve-Antibiotika keine Wirkung mehr gezeigt.

Wir Menschen werden uns wohl darauf einstellen müssen, in Zukunft mit immer resistenteren Krankheitserregern konfrontiert zu werden, gegen die wir mit dem aktuellen medizinischen Stand und unseren Hygienemaßnahmen nicht mehr ankommen. Der Wettlauf mit der Zeit hat bereits begonnen und noch ist es nicht sicher, ob wir ihn überhaupt gewinnen können.

2 KOMMENTARE

  1. Die Zahlen halte ich für enorm „aufgehübscht“. Im Artikel wird darauf hingewiesen, das resistente Formen von TBC-Erregern eine hohe Zahl an Todesopfern fordert. Bei den von der EU genannten Zahlen fehlen diese. Man ist bemüht, das Thema nicht erneut in die öffentliche Diskussion zu bringen, es könnte ja auffallen, dass außer Lippenbekenntnissen seitens der „Verantwortlichen“ nichts wesentliches geschehen ist.

    Hierzulande sind die Krankenhäuser zumeist bemüht, die Todesursachen bei „Opfern“ der multiresistenten B.stämme zu verschleiern, nicht zuletzt, weil bis zum letzten Atemzug an den Erkrankten verdient wird. Auch wurden die „Feldversuche“ mit Fluorchinolonen“ nach meine Informationen immer noch nicht eingestellt, obwohl sich einer Petition tausende Ärzte anschlossen.

  2. Es gäbe eine einfache, sehr billige Lösung für multiresistente Bakterien, aber auch für die Behandlung von Tuberkulose an sich: Chlordioxid (auch genannt „MMS“). Ist allerdings „verboten“ worden, warum auch immer. Obwohl praktisch ohne schädliche Nebenwirkungen.

    Jim Humble war der zufällige „Entdecker“.
    Wer seine Gesundheit und sein Leben nicht von der Wirkung von Antibiotika abhängig machen möchte, sollte sich beizeiten damit vertraut machen, um sich ggf. auch selber behandeln zu können. Das ist zum Glück nicht strafbar. Und es ist mit durchschnittlicher Bildung und Intelligenz durchaus machbar.

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