Infolge der Rentenerhöhungen zum Inflationsausgleich und der damit zusammenfallenden kalten Progression steigt die Anzahl der steuerpflichtigen Rentner weiter an.

Von Michael Steiner

Wie das Bundesfinanzministerium auf Anfrage des Linken-Politikers Matthias W. Birkwald mitteilte, werden im kommenden Jahr voraussichtlich 48.000 Rentner mit ihrem Altersruhegeld zum ersten Mal steuerpflichtig sein. Insgesamt, so die Schätzung des Bundesfinanzministeriums, werden im Jahr 2019 ganze 4,98 Millionen Rentner einen Teil ihres Geldes wieder ans Finanzamt abliefern müssen – das ist beinahe eine Verdoppelung gegenüber dem Jahr 2005.

Das Ministerium errechnete diese Schätzung auf Grundlage der erwarteten Rentenerhöhung von 3,2 Prozent in Westdeutschland, sowie 3,9 Prozent in Ostdeutschland, wodurch mehr Rentner das steuerfreie Existenzminimum überschreiten werden und so insgesamt für 410 Millionen Euro an Mehreinnahmen für das Bundesfinanzministerium sorgen werden.

Angesichts dessen, dass die Deutschen ohnehin schon eines der niedrigsten Rentenniveaus in ganz Europa haben, wirkt sich diese Besteuerung weiter negativ darauf aus. Hinzu kommt, dass die sogenannte nachgelagerte Rentenbesteuerung zu einer immer höheren Steuerbelastung für die nachfolgenden Rentnerjahrgänge führt. ei Rentnern, die 2005 oder vorher in Rente gegangen sind, sind 50 Prozent der Altersbezüge steuerpflichtig. Bei Neurentnern des Jahres 2019 werden es 78 Prozent sein. Ab 2040 werden die gesetzlichen Renten komplett besteuert.

4 KOMMENTARE

  1. Es trifft aber nicht nur die Falschen.
    Die 68er sind dran.
    Für alle anderen gilt, mit gehangen – mit gefangen.
    Ganz unschuldig an der heutigen Situation ist „keiner“.

  2. Wo ist denn hier das Problem? Es gibt Freibeträge und erst bei Überschreitung setzt die Steuerpflicht ein und das ist mehr als richtig, denn in unserer Gesellschaft gibt es mehr als rundumversorgte Rentner, die als Ehepaar weit mehr Renteneinkünfte besitzen, als junge Paare mit Kindern netto jemals erwirtschaften können.
    Eine ordentliche Rente für eine Lebensleistung ist ja ok., aber es gibt genügend Rentner die ebenfalls rund um die Uhr gearbeitet haben bei mickrigem Lohn und vielleicht in der falschen Firma beschäftigt waren oder sich durch vorzeitige Kündigung um Firmenrenten gebracht haben und allein das risikolose Aussitzen eines Arbeitsplatzes ist noch lange kein Qualitätsmerkmal und deshalb ist es mehr als richtig wenn solche Rentner, die überbordend viel bekommen, auch etwas abtreten müssen und es trifft hierbei keinesfalls die armen Rentner, die ehedem schon genug gestraft sind, sondern ausschließlich die Vermögenden und das ist richtig so.

  3. Der Artikel verpasst das Wichtigste: es ist BETRUG, ausgelöst durch TÄUSCHUNG!
    Gesetzlich verpflichtete REntner bis zum Geburtsjahr ca. 1960 haben NIE Steuergutschriften für ihre Rentenbeiträge, die sie monatlich aufgrund Ihrer Lohnbescheide haben zahlen müssen, erhalten.
    WEr keine Steuergutschriften für Aufwendunen bekommen hat, darf nicht zur nachträglichen Abgeltung durch Steuern auf die Rente bestraft werden. Die AO sieht das rechtlich nicht vor. Das GG kennt irreguläre Steuern aus NICHT-Gründen nicht. Der Gesetzgeber( bzw. der Finanzminister creativer Buchführung) hat nicht nur ein falsches Gestez erlassen, sondern er begeht BETRUG durch vorsätzliche Falsch-Argumentation und Täuschung.
    Und was noch nie laut gesagt wurde… es gibt nicht einen einzigen Grund, warum wir überhaupt Steuern zahlen müssen- wir leben im Besatzungs-Statut- da gibt es kein Gesetz für Steuern.

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