Yellowstone Nationalpark in Wyoming.

Die NASA will Unmengen an Wasser in den Yellowstone-Supervulkan pumpen und diesen so abkühlen. Das könnte jedoch auch eine gewaltige Katastrophe auslösen, welche die ganze Welt ins Chaos stürzen würde.

Von Marco Maier

Auf den ersten Blick klingt der Plan der NASA gar nicht so schlecht: Unmengen an Wasser sollen in den Yellowstone-Supervulkan gepumpt werden, um diesen so abzukühlen und eine mögliche Eruption so weit wie möglich hinauszuzögern. Gleichzeitig könnte man mit dem dadurch entstehenden Wasserdampf auch Elektrizität erzeugen. Die Sache hat allerdings einen gewaltigen Haken: Unter Umständen sorgt diese Maßnahme sogar dafür, dass der Supervulkan vorzeitig ausbricht und die Nordhalbkugel der Erde in einen nuklearen Winter stürzt.

Brian Wilcox vom Jet Propulsion Lab der NASA erklärte der BBC, dass die US-Raumfahrtbehörde plane, „bis zu 10 km tief in den Supervulkan zu bohren und Wasser mit hohem Druck hinunter zu pumpen“, wodurch man langsam Wärme abziehen würde. Er wies darauf hin, dass die Kosten für dieses Projekt zwar auf 3,46 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, aber auch eine interessante Investitionsmöglichkeit darstellen könnten, da der Vulkan, der derzeit rund 6 Gigawatt Wärme abgibt, im Wesentlichen in eine riesige geothermische Anlage umgewandelt werden kann. Er könnte Strom zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen von rund 0,10 US-Dollar pro kWh liefern.

„Sie müssten den Geothermie-Unternehmen Anreize geben, etwas tiefer zu bohren und heißeres Wasser zu nutzen, als sie es normalerweise tun würden, aber sie würden ihre Anfangsinvestition zurückbekommen und Elektrizität erhalten, die die Umgebung für einen Zeitraum von möglicherweise Zehntausenden von Jahren mit Strom versorgen kann. Und der langfristige Nutzen ist, dass sie einen zukünftigen Supervulkanausbruch verhindern, der die Menschheit verwüsten würde“, erklärte er.

Allerdings warnt der Wissenschaftler davor, dass selbst ein kleiner Fehler dazu führen könnte, dass der Supervulkan ausbricht – also dass das passiert, was die Geologen eigentlich verhindern wollen. Die BBC weist darauf hin, dass eine Supervulkaneruption einen „verlängerten vulkanischen Winter“ auslösen könnte, mit dem resultierenden Ernteausfall, der die Menschheit an den Rand des Verhungerns stellt, da „die Nahrungsmittelreserven weltweit 74 Tage ausreichen“.

Die Pläne der NASA sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Spiel mit dem Feuer. Nur dass dann nicht eben nur das nordwestliche Nordamerika davon betroffen ist, sondern insbesondere die ganze Nordhalbkugel und in weiterer Folge sogar die ganze Welt.

11 KOMMENTARE

  1. Schon beim Fracking werden durch den Druck kleinere Erdbeben ausgelöst und das in Gebieten, die weniger anfällig für Beben sind. Insofern gibt es Erfahrungswerte, die von der NASA missachtet werden. Als Schutzmaßnahme ist dies ebenfalls sinnlos, denn der mittlere Abstand zwischen zwei Großausbrüchen beträgt 2100000-630000, geteilt durch zwei Jahre, d.h. 735000 Jahre und es sind seit dem letzten Ausbruch erst 630000 Jahre vergangen. Dieser Wert beruht aber nur auf auf den Abständen zwischen drei Ausbrüchen (vor 2,1 Millionen Jahren, vor 1,3 Millionen Jahren und vor 630000 Jahren und ist mit Unsicherheiten verbunden. Es kann natürlich eher zu einem Ausbruch kommen. Aber überfällig ist der Ausbruch wahrscheinlich nicht. Sinnvoller wäre es, die weltweiten Lebensmittelvorräte jedes Jahr um 3,5 Tage (ein % eines Jahresbedarfs) zu erhöhen.

  2. Ich denke, wenn schon über solche gefährlichen Aktionen nachgedacht wird….. dann ist die Gesamtsituation schon sehr kritisch….. kritischer als man es uns der Menschheit sagen möchte….. das wir den gleiche Weg gehen werden, wie die Dinosaurier…..

    • Die konnten sich wegen mangelnder „Hände“ keine Ofen erfinden und alles Brennbare verarbeiten.
      Da steht doch die Frage dahinter – „Warum wird die Erde wärmer?“
      Einseitige Betrachtungen sind heutzutage die Antwort. Eine Wellengleichung von ?Maxwell? wurde von einem Zeitgenossen nicht verstanden und die Komponente auf 0 gesetzt. Das ist herrschende Lehre bis heute.
      Recherchiere „Meyl“ „Konstantin“.
      Thesen:
      – zu Dinosaurier-Zeiten war die die Erde deutlich leichter.
      – der behauptet – Abbremsen der Neutrinos und Umwandlung in Materie sind für den Gewichtszuwachs zuständig. Die „heißen Reifen“ wie beim Bremsen, heizen die Erde auf.

  3. Würde mich nicht berühren, des Alters wegen, aber Mitleid hätte ich für meine Angehörigen jüngeren Datums, aber die Menschheit ist nicht erst seit heute verrückt, vielleicht anders wie früher, aber deshalb nicht ungefährlicher und am Ende wird die Natur alles mitleidslos regulieren und vergessen wir nicht, wir sind nur ein Bestandteil davon

    • Ich denke da an meine Schulzeit, ein Reagenzglas mit Wasser und dem Thema, Ermittlung des Siedepunkts. Bei den meisten war das Wasser weg, bevor da einer das Thermometer ablesen konnte.
      Dieser Glaube, Naturenergien beherrschen zu können, ein Thema, was ab und zu in unserer Stagnationsgesellschaft durchkommt. Das ist ja auch die Basis für den Klimawandel-Dummschwatz.
      Da ist die Forschungsverbotene Raumenergie schon besser. Da geht es nur un Mitnutzung bzw. Anzapfen.
      Für Interessenten Recherche nach „turtur“ oder „Raumenergie“ oder „Nullpunktenergie“.

  4. Ich habe eine klare Meinung dazu. Finger weg von Naturgewalten. Man kann diese weder beeinflussen noch verhindern. Es mag wohl verlockend klingen ein solches Experiment durzuführen aber nicht unter dem Wissen solcher möglichen Risiken. Die reale Welt ist nicht zu vergleichen mit einem Hollywoodfilm wo man jedes problem lösen kann. Man sollte sich also am besten auf die Erforschung des Zeitpunktes konzentrieren wann dieser Vulkan ausbricht. Vielleicht wird er nicht ausbrechen.

  5. Es gibt zig. Vulkane, bei denen eine Eruption VEI 7 und höher möglich ist. Die Campi Flegrei sind derzeit bei weitem auffälliger, auch wenn sie vermutlich nicht das Potential einer VEI 8 haben. Und auch in den Anden (Uturuncu), die bei weiten nicht so gut überwacht werden, tut sich bedrohliches. Hackt nicht immer nur auf dem Yellowstone rum 😉

  6. Die Idee ist zwar geil irgendwie aber auch wannsing doff ich würde vielleicht wenn es gehen würde einfach die ganze Lava raus pumpen und irgendwo zwischen Lagern wenn das gehen würde.

  7. Selten so einen hirnrissigen Scheiß gelesen, was würde wohl passieren wenn ihr Vollidioten da Wasser hinein pumpen wollt? Ich sage es euch Vollidioten, es verdampft ganz einfach und bringt gar nichts !

  8. man sollte den natürlichen geologischen temperturfluss nicht stören denn dann kann passieren das der druck in den lavakammern noch höher wird, ein gutes beispiel ist der unzen in japan den dort ist die lava so dickflüssig, dass sie zu schnell abkühlt und den Krater verstopft, bis der Druck irgendwann so hoch ist, dass es zu einer explosionsartigen Entladung kommt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here