Die einstige Volkspartei SPD marschiert unaufhaltsam in Richtung Einstelligkeit. Daran ist sie selbst Schuld. Jetzt auf reuig machen bringt gar nichts.

Von Michael Steiner

Es gab einmal Zeiten, da hat sich die Sozialdemokratie noch einigermaßen für ihre Wählerschaft eingesetzt und so auch Wahlsiege eingefahren. Doch mit der Zeit gewannen die Nadelstreif-Sozis immer mehr an Einfluss und am Futtertrog der Macht mauschelte man immer stärker mit „dem Kapital“. Spätestens mit dem „Genossen der Bosse“, Gerhard Schröder, und dessen rot-grüner Koalition, der die Vorlage für Hartz IV vom Bertelsmann-Konzern (bzw. dessen Stiftung) übernahm und so der Stammwählerschaft der SPD ein gewaltiges Ei legte, war das „sozial“ im Parteinamen in etwa so viel wert wie das Wort „demokratisch“ in der DDR. Nämlich fast gar nichts.

Und danach? Da trug man die weitere Neoliberalisierung zusammen mit der CDU einfach mit – zig Milliarden für die Bankenrettung inklusive. Aber auch sonst wurde die Stammwählerclientel – nämlich die Arbeitnehmerschaft – von den Sozialdemokraten immer wieder nach Strich und Faden verarscht. In der Migrationskrise unterstützte man den Merkel-Kurs der offenen Grenzen, obwohl man genau wusste, dass man so gerade den einfachen Menschen in Deutschland schadet, weil diese Migration vorrangig eine Zuwanderung in die Sozialsysteme darstellt und diese zusätzliche Belastung vor allem die Arbeitnehmer trifft.

All die hohlen Phrasen der sozialdemokratischen Politiker, dass man nun die Lektion gelernt habe und man gegen Hartz IV vorgehen möchte und noch viel sozialer werden wolle, klingen in den Ohren der Menschen doch nur wie blanker Hohn. Sollte es die SPD damit tatsächlich ernst meinen und sich nicht noch durch die Wahlperiode mogeln, um dann auch auf Bundesebene in der Einstelligkeit zu landen wie es eben in Bayern geschehen ist, müsste sie in ihre Worthülsen auch Taten packen. Doch das würde die GroKo garantiert sprengen.

Die einstige „Volkspartei“ SPD ist inzwischen nur noch ein Schatten ihrer selbst, eine „Volksparteileiche“. Der alte Spruch „Wer hat euch verraten? Sozialdemokraten!“ hat sich in der eigentlichen Wählerclientel schon zu sehr festgefressen. Zurecht, wenn man die „sozialdemokratische“ Politik der letzten Jahrzehnte ansieht. Und zu glauben, dass die ganzen Ankündigungen und Versprechungen der SPD-Politiker einen Wert haben, wäre sehr naiv. Diese „Rückbesinnung auf die sozialdemokratischen Werte“ ist nur dem Umstand geschuldet, dass es eine Wahlniederlage nach der anderen hagelt und die Genossen um ihre Pfründe und Posten bangen. Nichts mehr und nichts weniger.

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5 thoughts on “Volksparteileiche SPD”

  1. Als die SPD die HARTZ IV Gesetze hätte entschärfen oder gar rückgängig machen können, da hat sie es nicht getan.

    Ganz im Gegenteil, es gab weitere Verschärfungen in der Handhabung und auch das Schonvermögen wurde, gegenüber der Anfangsfassung, weiter reduziert.
    Die Medien die der SPD direkt gehören oder an denen sie Beteiligungen besitzt, haben die HARTZ IV Gesetzgebung immer verteidigt und die Bezieher dieser Leistungen verunglimpft.

    Vor den letzten Wahlen hatte die SPD ja dann die „Soziale Gerechtigkeit“ erfunden, von der Martin Schulz ständig laberte. Es war nur ein weiterer Versuch auf Dummenfang zu gehen.

    Nun nach dem Debakel in Bayern wollen sie alles ändern?

    Dreister kann man gar nicht lügen. Es ist die Angst, die ihnen im Nacken sitzt. Die Anzahl der Plätze am Futtertrog wird für die Funktionäre immer geringer. Die Wirtschaft wird auch nur einige wenige aufnehmen, die „besondere“ Lobbyarbeit geleistet haben.

    Es bleibt nur zu wünschen, dass die SPD in der Wählergunst noch weiter absackt und so an Bedeutung verliert, damit sie keinen weiteren Schaden anrichten kann.

  2. Das Logo SPD ist einer Aktalisierung überreif.
    Ein Feigenblatt in modernem, nichtssagendem Design träfe ihre Realität.
    Da man sich der klarer Ansage aber seit Jahrzehnten verweigert, kann es so ausgehen, daß sich der ganze M…haufen selbst in die Bedeutungslosigkeit versenkt.

  3. Die Bayernwahl hat die Linken nicht gestärkt, es wurden lediglich die Seiten gewechselt und die Anzahl der Abgeordneten Rot und Grün bleibt gleich, während die Rechte gestärkt wurde und das ist zunächst ein gutes Zeichen, selbst wenn sie noch Berührungsängste haben, aber das kann sich ja noch ändern, mit den grünen Marxisten wollte in der achtziger Jahren auch niemand was zu tun haben und heute ist es völlig überholt.

    1. „. . . während die Rechte gestärkt wurde und das ist zunächst ein gutes Zeichen, selbst wenn sie noch Berührungsängste haben, aber das kann sich ja noch ändern, mit den grünen Marxisten wollte . . . “

      Nur auf den oberflächliche allerersten Wimpernschlag; ein Schein ohne Feuer.
      Die „freie Rechte“ ist desorganisiert.
      Sie weht aus allen Richtungen in alle Richtungen. Ein Haufen überholten Gebarens, 1000 = wirre Rezepte, keine definitive Verabschiedung von opportunem Verhalten, kein Anlauf mit wirklich breiter Unterstützung auf das gehirnwaschende Fernsehen.
      So läuft das daber nicht. Ja Politik spült sich weiter wie bisher mit ein paar kosmetischen Korrekturen – und ihren Zeitvergeigungs-Programmen.
      Kein Programmansatz wie etwa Volksaufbau II zu Adolfs Zeit.
      Sowas bleib aber im Rezeptblock unangetastet; bis wann denn eigentlich?

      Die NWO, jedes klaren, nicht käuflichen Menschen Feindbild, wird aber noch nicht in jedem Kopfe der „Rechten“ realisiert. Sie hingegen ist perfekt durchorganisiert. Und der Hammerschlag von der Seite holt gerade wieder aus.

  4. Fazit: Den baldigen Abstieg der Sozis zur Splitterpartei, haben die Genossen sich redlich verdient! Wer so oft mit dem Hosenanzug ins Bett geht und nicht merkt, dass man jedesmal kleiner raus steigt, dem ist einfach nicht zu helfen!

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