In den fünf größten Städten der USA sprechen rund die Hälfte aller Bewohner zu Hause kein Englisch. Die Sprachen der Zuwanderer spielen eine immer größer werdende Rolle.

Von Marco Maier

Lange Zeit hieß es, Englisch sei quasi jene Sprache, die man unbedingt sprechen und verstehen können muss, um in den Vereinigten Staaten von Amerika durchzukommen. Mit der Zeit änderte sich das zumindest in den südlicheren Bundesstaaten schon ein wenig, da immer mehr Menschen aus Mittelamerika und der Karibik dorthin strömten und sich eine spanischsprachige „Parallelgesellschaft“ herausbildete. Doch das ist nicht alles.

Laut den neusten Daten des Census Bureau sprechen inzwischen 48 Prozent aller Einwohner in den fünf größten Städten zu Hause kein Englisch. In Los Angeles sind es 59 Prozent, in New York City und Houston 49 Prozent, In Phoenix 38 Prozent und in Chicago 36 Prozent. Laut dem „Washington Examainer„, der sich auf die Studie des Center for Immigration Studies (CIS) beruft, sind es in den ganzen USA insgesamt 66,6 Millionen Menschen oder 21,8 Prozent, die zu Hause eine andere Sprache als Englisch sprechen. 1980 waren es noch rund elf Prozent.

Demnach sprachen im Jahr 2017 insgesamt 41 Millionen Einwohner zuhause Spanisch (2010: 37 Millionen), gefolgt von 3,4 Millionen Chinesisch-Sprechenden, welche die zweitgrößte Gruppe darstellen. Insgesamt nahm die Zahl der Personen die innerhalb der Familie eine andere Sprache als Englisch sprechen von 2010 bis 2017 um 12 Prozent zu. Die größten Zuwächse gab es demnach bei Telugu (86 Prozent), Bengali (57 Prozent) und Tamil (42 Prozent).

Bei den Bundesstaaten mit dem höchsten Anteil an Fremdsprachigen führt Kalifornien (44 Prozent) vor Texas (36 Prozent) und New Mexico (33 Prozent). Aber auch New Jersey (32 Prozent), Nevada (31 Prozent) und New York (31 Prozent) liegen ganz weit vorne. Damit wird auch deutlich, dass es nicht (mehr) vorrangig die südlichen Staaten trifft, sondern zunehmend auch die Ostküste.

Es zeigt sich damit, dass auch die Vereinigten Staaten von Amerika von den ethnischen Verschiebungen bei der Zuwanderung nicht verschont bleiben. Anstatt der Europäer (wie früher) und später der Latinos kommen heute vor allem Süd- und Westasiaten (inkl. Araber, Pakistaner & Co). Nachfolgend noch die am stärksten betroffenen Bundesstaaten im längerfristigen Vergleich:

2 KOMMENTARE

  1. Kratzt mich nicht.
    Aber unsere Gutmenschen könnten daraus einiges für dich ableiten und lernen. Es steht da aber die Ignoranz und ein ständig sich wiederholendes Ich, Ich, Ich dazwischen.

    Einem Esel mehr als ein Ja – iaaahh abzuringen bedarf bereits der Fähigkeiten eines angehenden Dompteurs.
    Mit Würfelzucker und Peitsche allein ist es nicht mehr getan.

  2. Deutschland braucht Englisch noch weniger als die USA. Die Gehirnwäsche in städtischen öffentlichen Verkehrsmitteln hat mit Reklame nicht mehr zu tun, es ist nur noch Desinformation und Manipulation.

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