Das chinesische Militär entwickelt ein Lasersystem, welches vom Erdorbit aus U-Boote mittels Laser aufspüren soll. Die USA und Russland scheiterten bislang daran. Gelingt es den Chinesen?

Von Marco Maier

Für U-Boote die nicht in zu großer Tiefe unterwegs sind, könnte die Entdeckungsgefahr steigen. Gerade dann, wenn sie sich – zum Beispiel in Kriegszeiten – feindlichen Schiffskonvois nähern um sie zu attackieren. Und: Wenn der Feind China heißt. Denn die Chinesen entwickeln derzeit ein Laser-System welches auf Satelliten montiert wird, mit dem sie die Weltmeere abtasten und nach U-Booten suchen wollen.

Das „Projekt Guanlan“ (chinesisch für „die großen Wellen beobachten“) wurde im Mai am Nationalen Labor für Meereswissenschaften und Technologie in Qingdao, in der östlichen Provinz Shandong, gestartet, berichtet die „South China Morning Post„. Ein ambitioniertes Projekt, an dem die USA und Russland bislang scheiterten es wirklich brauchbar umzusetzen.

Doch die Chinesen wollen ihre Gewässer und jene die angrenzen – namentlich das Südchinesische, Ostchinesische, Gelbe, Japanische und Philippinische Meer – überwachen und so die U-Boote anderer Mächte entdecken. Dafür arbeiten die Forscher derzeit im Labor am Design des Satelliten, während die Laser und die internen Komponenten an zwanzig verschiedenen Forschungsinstituten und Universitäten quer über das ganze Land entwickelt werden. Damit will man auch verhindern, dass die gesamte Technologie durch Spione an gegnerische Staaten weitergeleitet wird.

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Seit einigen Jahrzehnten versuchen Länder auf der ganzen Welt, ein Gerät zur Erkennung von U-Booten mit LIDAR-Technologie (light detection and ranging) zu entwickeln. Sowohl die USA als auch Russland verfügen über Werkzeuge, die U-Boote 300 Fuß unter der Meeresoberfläche erkennen können. Aber das ist nicht genug, da die meisten Supermächte U-Boote haben, die in Tiefen von 1600 Fuß operieren.

Kürzlich finanzierten NASA und Defense Advanced Research Projects Agency Projekte, die U-Boote bis zu 180 Meter unter der Oberfläche sehen konnten – aber immer noch nicht in der Nähe der 500 Meter-Zielzone. Laser, die in 500 Meter Tiefe eindringen, bleiben ein Traum für große Supermächte. China versucht diesen Traum zu verwirklichen.

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One thought on “„Space Laser“: China will U-Boote mit Satelliten aufspüren”

  1. Ist meiner Meinung nach eine Sackgasse. Laser haben auf lange Distanz eine breite Streuung und sind damit ad Acta. Man kann diese mit künstlichem Nebel oder Spiegeln ablenken. Was verursacht da Wasser mit seinem Brechungswinkel, geschweige denn seine Wogen? Wie groß ist das Kraftwerk für die immensen Eneregien?

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