Rürup: Rentenalter muss weiter angehoben werden

Bert Rürup, der sogenannte „Rentenexperte“, fordert eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalter über das 67. Lebensjahr hinaus an.

Von Marco Maier

Obwohl es in den kommenden Jahren noch zu massiven Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt kommen wird, zumal der Einsatz von „künstlicher Intelligenz“ und weiteren Automatisierungsmaßnahmen den Arbeitskräftebedarf deutlich reduzieren werden, beharrt der sogenannte „Rentenexperte“ Ber Rürup darauf, ab dem Jahr 2030 das Renteneintrittsalter weiter zu erhöhen.

„Selbst eine höhere Zuwanderung kann nicht verhindern, dass in den Jahren 2025 bis 2045 die Erwerbsbevölkerung deutlich zurückgehen und das Wirtschaftswachstum bremsen wird“, sagte der frühere Chef der Wirtschaftsweisen der „Rheinischen Post“. „Gleichzeitig steigt die Anzahl der Rentner kräftig an“, sagte er weiter. „Eine weitere Anhebung des Rentenalters in kleinen Schritten würde die in der Bevölkerungsentwicklung angelegte Wachstumsbremse lockern und wäre deshalb mehr als nur eine verteilungspolitische Maßnahme“, so Rürup.

Er selbst beharrt darauf, die Altersversorgung weiterhin auf dem bestehenden System aufbauen zu lassen, anstatt sich für Alternativen stark zu machen. „Wenn die Regierung den Beitragssatz auch nach 2025 bei maximal 20 Prozent und das Rentenniveau bei mindestens 48 Prozent festschreibt, dann verabschiedet man sich letztlich von der beitragsfinanzierten Rente“, erklärte er. Wobei dies eigentlich gar nicht so falsch ist.

Immerhin muss man auch bei der Rente auf die demographischen Gegebenheiten eingehen und dabei neue Finanzierungsmodelle in Betracht ziehen. Um eine Quersubventionierung auf Steuerbasis kommt man ohnehin nicht herum, das kann man drehen und wenden wie man will. Zumindest für jene paar Jahrzehnte, in denen sich die Zahl der Rentner stark erhöht, bevor wieder eine Normalisierung eintritt.

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14 Kommentare

  1. Wenn jemand ein Leben wie Bert Rürup hinter sich hat ohne schwere Körperliche Arbeit dann kann man auch noch bis 80 am Computer arbeiten . aber Leute die ihr Leben Lang hart gearbeitet haben sind verbraucht und benötigen den Ruhestand

  2. Vorab, es ist gut, dass der Autor die Bezeichnung „Rentenexperte“ – im Zusammenhang mit diesem Herrn Rürup – in Anführungszeichen gesetzt hat.

    Zudem sollte man von diesem Herrn Rürup wissen, dass er ein aktives SPD-Mitglied, also ein Sozi, ist.
    Von seinem Werdegang her ist es interessant, dass er überdurchschnittlich viel an einer sehr großen Anzahl von Universitäten und Hochschulen tätig war. Diese Bildungseinrichtungen eint überwiegend ein Merkmal, dass sie in den Gesellschaftswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften stark zur NWO neigen.

    Was aber vielleicht noch mehr verdeutlicht ist, dass dieser Herr Rürup zusammen mit dem Herrn Carsten Maschmeyer (der von der OVB und der AWD her bekannt sein sollte und Intimus des ex. Bundeskanzlers Schröder, war und ist) mal ein Politikberatungsunternehmen, mit der Hauptsparte Altersvorsorge/Gesundheitsvorsorge gründete.

    So kommt also sein neustes Ansinnen nicht unverhofft. Er ist sich selbst, als Sozi, treu geblieben.

    Natürlich benötigt die private Altersvorsorge ein desolates, kaputtes staatliche Rentensystem und es benötigt die Angst der Arbeitnehmer vor ihrer Zukunft. Beides bedient dieser Herr Rürup wunderbar.

    Deshalb liegen ihm auch Überlegungen zu anderen, möglichen Rentensystemen fern.

    Im Wahlkampf hatte der Sozi Martin Schulz permanent von einer neuen sozialen Gerechtigkeit, durch die SPD, gefaselt.
    Augenblicklich ist es die Sozin Andrea Nahles, die glaubt, die Lügengeschichte der SPD als sozialen Garant, neu verkaufen zu können.

    So muss man eigentlich diesem Herrn Rürup danken, dass er als Sozi, die SPD als klägliche, neoliberale Organisation der NWO entlarvt.

  3. Ich fürchte, der Experte hat in seinem Elfenbeinturm ein wenig den Blick für die Realitäten im Lande verloren. Dennoch, er versäumt es nicht, den politisch korrekten Ton zu treffen.

    Werter Herr Rürup, wir werden den „Integrationsturbo anwerfen“ ( O-Ton Roth ), das Jobwunder Deutschland aufleben lassen , die Millionen derweil ins Land gelassenen „Goldstücke“ samt Clanmitglieder anschaffen gehen lassen. P.S. Im Übrigen ist die „beitragsfinanzierte Rente“ auch zur Worthülse verkommen, wenn zur Deckung der Rentenzahlung rund 80 Milliarden aus dem Steueraufkommen zugeschossen werden müssen.

  4. Es ist genug Geld da, sodaß man das Rentenalter verkürzen könnte. Vielleicht denkt man auch mal an die Frauen, die z.B. zu DDR-Zeiten nur bis 60 Jahre arbeiten mußten.
    Für Merkels Gäste, die noch (im Dezember) eingeladen und sicher einfallen werden, sind lockere Milliarden eingeplant, ohne das jemals in eine Sozialskasse eingezahlt wurde. Da fragt niemand nach Arbeit als Gegenleistung.
    Dieser obige „Rentenexperte“ sollte erst mal selber richtig arbeiten gehen, damit er weis wovon er schwafelt.

  5. Die Politik hat hunderte Milliarden aus der Rentenkasse entnommen, zahlt für Millionen Migranten alles, und wir sollen bis 80 Arbeiten? Die Politiker haben allesamt den Arsch offen, gell?

  6. Bitte anheben auf 75, dass auch ja der ganze 68 Clan erfasst wird.
    Die gerechteste Entscheidung seit 50 Jahren.
    Möcht miterleben, wie die Verursacher die eigene Suppe, die sie sich eingebrockt haben auch selber auslöffeln dürfen.

  7. Die Anhebung des Rentenalters ist nichts anderes als eine Rentenkürzung durch Anpassung an kürzere Beziehungszeiten und auch hier sieht man das ganze Dilemma der Unfähigkeit und alles läuft langfristig in Richtung privater Vorsorge hinaus, mal ganz von dem abgesehen, daß man nicht nur zusätzliche Vorsorge fordern sollte, sondern es müßte rechtzeitig bekannt gegeben werden, daß nachfolgende Generationen reagieren können und es paßt auch nicht zusammen private Vorsorge und Nullzins-Politik, das sind Gegensätze die das ganze Ausmaß von Rohrkrepierern an den Tag legt und im Prinzip werden wir alle zu diesem Thema schon seit Jahrzehnten verschauckelt und wo soll denn zukünftig das Geld herkommen, wenn immer mehr in prekären Arbeitsverhältnissen dahin vegetieren, auch das ist ein Novum, was so nicht sein dürfte und bei alledem sieht man eben die gesamte Ohnmacht unseres Qualitätspersonals an der Spitze, die eher das Vermögen der Bürger vernichten als es mehren und damit werden wir wohl leben müssen, denn gleich und gleich gesellt sich gern, bis vielleicht mal die Erleuchtung kommt, vermutlich aber nicht.

  8. Mein erster Gedanke war auch, der braucht wohl wieder Provisionen?
    Dabei sollte er als „Experte“ wissen, dass es alternative Vorschläge zur Rentenberechnung gibt, die sogar aufkommensneutral sein können. (über Ausgleich für zweckfremde Ausgaben reden wir später!)
    Ein Vorschlag der AfD zumindest (über mehrere davon wird demnächst debattiert, parteiintern), und wenn der dem Herrn Rürup nicht gefällt, hätte ich noch eine Alternative:
    Die Wertigkeit eigener Kinder bei der Rentenberechnung ist deutlich zu erhöhen, also z.B. 2,3 (zwei Komma drei) Kinder entsprechen 50% der bisherigen Eck- oder Durchschnittsrente, weniger abgestuft davon, aber 3 oder 4 Kinder nicht wesentlich mehr. Kinderlose erhalten dann nur 50% der bisherigen Rente…., eigentlich ganz leicht, in dem Falle den Generationenvertrag „abgelehnt“, dafür viel Geld, Nerven und Arbeit gespart.
    Und das ganz ohne Provision, gut, über eine kleine Anerkennung zur Lösung eines „gravierenden“ Deutschlandproblems vieler „Experten“ würde ich nicht klagen…, da die Experrde ja blind und denkverhindert schienen.
    Oder dient das ganze Gejammere doch, wie vermutet, ganz anderen Zwecken?!
    Problem bleiben die nicht angesparten Pensionsgelder für Beamte, in der bald anstehenden Großkrise gibt es auch dafür eine Lösung, allerdings eine gerechtfertigt harte!
    Der Vorschlag ist dann jedoch kostenpflichtig, weil ja viele viele Milliarden eingespart, und das Verantwortungsproblem mitgelöst. (Provision im 0,x-ppm-Bereich )
    Noch Fragen?

  9. Ergänzung: Also eine Grundrente in Höhe von bisher 50% wird in jedem Fall gezahlt, darauf kommt noch – bei 2,3 Kindern – der Kinderanteil von 50 %. Bei 4 Kindern erhöht sich die Komponente auf vielleicht 65%. War so etwas schwer verständlich, sorry.

    1. Es gibt keine Senioren. Das ist nur eine perfide Worthülse um Wähler einzuseifen und Stimmen zu fischen.
      Wohl aber gibt es Schlachtschafe und Weihnachtsgänse.
      Die ersten bekommen bis zum letzten Tag und zur letzten Stunde nichts mit was um sie abgeht abgeht,
      und die zweiten werden gemästet oder ausgenommen, je nach Eignung die Bestimmung.

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