Oettinger will gestärkte Merkel für die “großen europäischen Aufgaben”

Oettinger erwartet keinen Autoritätsverlust der Kanzlerin, europäisch soll sie gestärkt werden. Ein eventueller Bruch der Groko würde Deutschland “lähmen”.

Von Redaktion 

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) sieht keinen drohenden Autoritätsverlust für Kanzlerin Angela Merkel nach deren Rückzug von der CDU-Spitze. “Ich erwarte das Gegenteil. Wir brauchen jetzt eine Kanzlerin, die den Rücken frei hat, gerade für die großen europäischen Aufgaben”, sagte Oettinger im Gespräch mit der “NOZ”. Merkel könne sich jetzt “ganz auf das eine Amt konzentrieren. Die gesamte Union muss sie dabei unterstützen”.

Oettinger zollte Merkel großen Respekt: “Es ist beeindruckend, wie nüchtern und ohne Aufhebens sie ihr Amt nach 18 Jahren zur Verfügung stellt”, sagte er der “NOZ” und warnte mit Blick auf das Rennen um ihre Nachfolge: “Was nicht passieren darf: Dass zerstört wird, was 18 Jahre lang von Angela Merkel geschaffen worden ist.”

Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg sprach sich gegen einen Kurswechsel der Partei aus: “Die Aufgaben für die CDU sind spannend und vielfältig. Sie lassen sich nicht in eine Rechts-links-Arithmetik einordnen.”

Eindringlich ermahnte der EU-Kommissar die SPD, die Große Koalition nicht zu verlassen: “Die SPD darf jetzt kein Harakiri machen. Durch einen Bruch der Regierung würde Deutschland auf europäische Ebene abermals gelähmt”, sagte er der “NOZ”. In der EU werde erwartet, dass die Bundesregierung mit ihren führenden Köpfen “nach der Hessen-Wahl jetzt in Brüssel ihrer Verantwortung gerecht wird”.

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5 Kommentare

  1. Die großen Aufgaben wären noch bis 2021 uns entgültig an die EU zu verkaufen und das muß unter allen Umständen verhindert werden und der nächste CDU-Parteivorsitzende hätte die verdammte Pflicht, diese Person aus ihrem Amt zu entfernen und macht er es nicht, denkt er ähnlich oder sogar gleich und das wäre dann vom Regen in die Traufe kommen und das wäre dann unser Ende und zwar entgültig.

    1. “und macht er es nicht, denkt er ähnlich ”

      Öttingers argumentativ einseitig, dümmlich und brüskierende Anmahnung an Italien, betreffend deren Haushaltsplan sagt ja bereits alles
      für wen er rennt.
      Von ihm haben wir nix zu erwarten bis auf eines: wer jetzt noch zuwartet, dieser Soros Clique nochmals eine Frist einräumt, daß sie alles zum Guten des Volkes wende, dem sage ich voraus:
      hintennach reitet sie alle die dumme Urschl. Ausnahmslos.

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