Merkel-Raute. Bild: Flickr /Ben Sutherland CC BY 2.0

Merkel will nicht mehr als Parteichefin kandidieren. Ihre potentiellen Nachfolger werden das Ruder jedoch nicht mehr herumreißen können. Die CDU ist dem Untergang geweiht.

Von Marco Maier

Gestern teilte Angela Merkel mit, dass sie im Dezember wohl nicht mehr für den Posten der Parteiführung antreten wolle. Nach all den Wahlniederlagen und den miserablen Umfrageergebnissen für die Union ein notwendiger Schritt, der auch viele Menschen in Deutschland aufatmen ließ – Merkel macht nun doch den langsamen Abgang. Doch man sollte sich nicht zu früh freuen.

Denn als Kandidaten mit Erfolgschancen stehen die farblose Merkel-Kopie Annegret Kramp-Karrenbauer, der Politikerberuf und Privatunternehmen miteinander verbindende Jens Spahn und der Wall Street-hörige bedingungslose Transatlantiker Friedrich Merz (derzeit beim weltweit größten Vermögensverwalter Blackrock tätig) zur Auswahl. Im Grunde genommen hieße dies, dass die CDU vom Regen in die Traufe kommt.

Für Merkel selbst bedeutet ihre Entscheidung, dass sie das Ruder nun wieder selbst in die Hände nimmt und zumindest bis kurz vor der Bundestagswahl 2021 (zumindest sofern die SPD die GroKo nicht schon vorher platzen lässt) noch genügend Macht im Bundeskanzleramt zu haben. Wer immer auch das Amt des Parteichefs der CDU übernimmt, wird dennoch im Schatten der Kanzlerin stehen und kaum Gestaltungsmöglichkeiten besitzen. Was jedoch angesichts der Personalauswahl für den Posten auch kein großer Schaden ist.

Aber: Wer auch immer zu Merkels Nachfolger an der Parteispitze gewählt wird, steht für ein Programm. Eine „AKK“ oder ein Armin Laschet stehen für ein „weiter so“ und einen Mitte-Kurs mit Linksdrall, ein Spahn oder ein Merz hingegen für eine wieder konservativere Ausrichtung der Partei und einem leichten Rechtsdrall. Doch wer immer es auch wird, muss damit leben können, dass sich die politische Landschaft in Deutschland verändert hat. Wahlergebnisse über 30 Prozent für die CDU (genauso wie für die SPD und die CSU) werden in Zukunft immer seltener werden.

Das „Merkel muss weg!“ wird langsam aber sicher Realität. Zumindest personell – erst an der Parteispitze, dann im Bundeskanzleramt. Doch ihr „politischer Geist“ wird die CDU noch länger durchziehen, vor allem dann, wenn ihre Wunschkandidatin Kramp-Karrenbauer das Rennen macht. Jede Merkel-Kopie wird die Union noch weiter in Richtung unter zwanzig Prozent schicken. Ein Parteichef „mit Ecken und Kanten“ hätte hingegen die Möglichkeit, zumindest ein Viertel der Wählerschaft zu halten. Doch im Endeffekt wird sich nicht wirklich etwas ändern. Die CDU ist bereits zu „merkelisiert“.

5 KOMMENTARE

  1. Wir brauchen direkte Demokratie durch Volksabstimmungen, keine korrupten Politiker als Handlanger der Vertreter des verbrecherischen zusammenbrechenden Finanzsystems mit Schuldzinsen, das gerade von dem neuen Quanten-Finanzsystem und GESARA abgelöst wird.

    • Wieso dirkete? Alle Möglichkeiten die eine Demokratie eröffnen kann, liegen auf dem Tisch.
      Vom indirekten zum direkten Bluff? Ein S. stall recht mir um zu lernen.
      Nicht mehr mit mir.
      Ich wünsche mir eine starke Hand.
      Eine Ansprechperson. Eine mit Rückgrad. Eine die gerade steht. Eine die haftet.

  2. Richtig, ein Anfang ist gemacht, mehr leider noch nicht.
    Und was die Merkel-Clone von AKK über Merz bis Spahn angeht, das sind keine Hoffnungsträger. Der Michel muss, besonders im Westen, munter werden! Und bei’m Blödfernsehen mal die Aus-Taste finden….

  3. Es wäre von Merkel intelligenter gewesen, den Kanzler abzugeben. So bleibt sie weiter an der Spitze und kann das Schadenanrichten fortsetzen, hauptsächlich vor allem dafür sorgen, daß die ungebremste Einwanderung mit Kriminellen und Vergewaltigern nicht unterbrochen wird.
    Aber auch nach Merkel wird sich nichts ändern. Der nächste Transatlantiker oder Bilderberger wird von den USA auf den Kanzlerposten gehoben, damit das Nato-Aufmarschgebiet Deutschland gegen Rußland nicht gefährdet wird. Falls die Transatlantiker es noch nicht bemerkt haben sollten, den USA ist Deutschland total egal. Ein nächster Weltkrieg wird „nur“ auf europäischen Boden stattfinden und fast ausschließlich Deutsche treffen. Von den USA ist solch ein weiterer Krieg (unterstützt von deutschen Politikern) weit, weit weg. Wie kann die deutsche Politik nur so blöd sein, sich selbst und das eigene Land einer Kriegsgefahr auszusetzen und sich mit den Russen anlegen zu wollen. Aus der Geschichte wurde nichts aber auch gar nichts gelernt.

  4. Finde den Artikel gut……..Ganz Germany ist merkelisiert.Das geht nicht nur, weil da eine Superfrau auf der politischen Bühne steht, sondern weil die meisten Menschen an sie gewöhnt sind und eine Änderung nicht wollen. Verlustängste. Außerdem finden sie jede Mitteilung über sie cool. Unter diesen Voraussetzungen wird es nie eine neue politische Linie geben können. Außerdem wird der Hintergrund, die treibende und steuernde Kraft, ihr Ziel weiter verfolgen. Ganz gleich, was sich dadurch für die Bewohner Germanys ergeben wird. Wird das schon lange so gemacht. Will man aber nicht sehen. Traurig, daß sich die Menschen nicht mit der Regierung einigen können. Traurig auch, daß Kritik fehlt. Was will man: Leben in Frieden oder ständige Action.

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