Macht auch Seehofer bald den Abgang?

Nach dem Angekündigten Verzicht Angela Merkels auf eine erneute Kandidatur wächst auch der Druck auf CSU-Chef Horst Seehofer. Macht auch er bald den Abgang?

Von Marco Maier

Horst Seehofer ist als Chef der CSU nicht unumstritten. Nachdem Angela Merkel gestern verkündete, sie werde nicht mehr für den CDU-Vorsitz kandidieren, wächst nun auch der Druck auf den Bundesinnenminister, nicht erneut als Parteichef zu kandidieren. Immerhin müsse es auch bei den Christsozialen Konsequenzen aus den ganzen Wahlniederlagen der Regierungsparteien geben.

„Angela Merkel hat es geschafft, einen selbstbestimmten Abgang als Parteivorsitzende zu gehen, das wünsche ich auch dem Kollegen Horst Seehofer“, sagte beispielsweise der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) der „Welt“. Seehofer selbst kündigte an, er wolle spätestens Mitte November Vorschläge zur inhaltlichen, strategischen und personellen Zukunft der CSU vorlegen.

Seehofer, der angesichts seiner rechtskonservativen Profilierungsversuche vor der Bayern-Wahl und seiner immer wieder offen verkündeten Kritik an Bundeskanzlerin Merkel sowohl bei der Schwesterpartei CDU als auch (noch viel mehr) beim Koalitionspartner SPD aneckte, gilt ohnehin als innerkoalitionärer Zankapfel. Vor allem aus der SPD waren immer wieder Aufrufe zu vernehmen, den Innenminister durch eine andere Personalie zu ersetzen, die weniger Koalitionskrach verursacht.

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2 Kommentare

  1. Der ist wie ein Aal und hat von der großen Vorsitzende einiges dazu gelernt und wenn sein Satz zutrifft, die welche das Sagen haben sind nicht in der Regierung und die nichts zu sagen haben ebenda, dann wäre sein Zick-zack-Kurs direkt noch verständlich, denn wer nichts bewegen kann versucht zumindest sich an seinem Stuhl festzuhalten und es wäre gleichzeitig die größte Katastrophe für unsere Demokratie, sollten sich seine Worte von damals bewahrheiten.

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