Macron trifft Merkel am 16.3.2017 in Berlin - Bild: Screenshot Twitter.com/Emannuel Macron

In Paris kennt man in der Regel nur eigene, nationale Interessen, die sich nicht selten auch gegen die Interessen Deutschlands richten. In den deutsch-französischen Beziehungen sollte man sich nichts vormachen.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Wenn ich zur Zeit über derzeitige Partnerstaaten Deutschlands schreibe, dann um auf die Post-Ära vorzubereiten – Post Brexit, Post Makron, Post US-Strafzölle, Post Merkel… man fragt sich was dann noch bleibt. Aber es sieht gar nicht so schlecht für uns aus.

Wann immer Frankreich in einen Krieg zieht, müssen andere die Kohlen für die Trikolore aus dem Feuer holen. War die Grande Nation schon irgendwann mal auf deutscher Seite?

Macron hatte sich erhofft, von Merkel politische und natürliche finanzielle Unterstützung zu bekommen. Beide waren zwar wie Mutter und Sohn aufgetreten, aber die Brieftasche ist dann doch Gott sei Dank zu geblieben. Heute 16 Monate nach seinem Amtsantritt ist von Macrons jugendlichem Elan nicht mehr viel übrig geblieben. Sowohl Merkel als auch Macron haben beide inzwischen die Schwimmwesten angelegt- das Bötchen kentert. Merkel hat den Rückhalt in ihrer Partei verloren und Macron laufen die wichtigsten Minister davon, auf den Straßen geben Anti-Macron-Demonstranten keine Ruhe.

Für Europa ist beides nicht gerade das Schlechteste – aber wie werden die politischen Alternativen aussehen? Auf Bundesebene wird die AfD an keiner Regierung beteiligt werden. Aber auch nach einem Wechsel in Frankreich sollten wir uns von unseren Nachbarn nicht zu viel erhoffen. Es bestand Zeit genug, mit uns enger zusammen zu wachsen – geschehen ist praktisch nichts. Es ist schon Jahrzehnte her, dass Deutschland und Frankreich über gemeinsame Verteidigungsstrukturen zu sprechen begannen. Die deutsch-französische Brigade ist Teil des Eurokorps zu dem sonst nur Planungsstäbe gehören und damit nichts schief läuft, ist das Ganze auch noch mit der NATO vernetzt. Wir werden uns, ob wir wollen oder nicht, militärisch auf eigene Beine stellen müssen. Da aus der CDU nun auch Stimmen laut werden, die fordern den Verteidigungsetat zu erhöhen, wird das nicht so schwer sein.

Wir dürfen zudem nicht darüber hinweg sehen, dass die deutsch-französische Nachbarschaft immer problematisch war. Und wenn man die französische Nationalhymne hört, die immer noch ein Kriegslied gegen Deutschland ist, dann schminkt man sich weitere Truppenzusammenlegungen so wie so ab. Frankreich hat sein Augenmerk in großem Ausmaß wieder auf seine kolonialen Verpflichtungen gelegt. Bei uns wird nur sehr diskret darüber berichtet, aber Frankreich steht mit seinen Truppen in Burkina Faso, im Niger, in Mali, im Senegal, in Gabun, in Djibouti und in der Zentralafrikanischen Republik – gar nicht davon zu reden, dass sie für den Syrienkrieg die eigentlichen Steigbügelhalter sind.

Hollande war damals der erste, der die syrische Opposition zur Bildung einer Gegenregierung auffordete, die von Frankreich sofort politisch anerkannt würde. Der IS war bald darauf dann der Vorwand dass französische Kampfflugzeuge Rakka angriffen, der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ liegt seitdem vor der syrischen Küste. Frankreich hat insgesamt ganz andere Interessen und Themenschwerpunkte als Deutschland. Wie Marine Le Pen zu Deutschland stehen würde, lässt sich schwer vorhersagen. Dass sie einen Frexit möchte und auch der NATO den Rmücken kehren will, heißt nicht, dass sie in anderen Punkten Gemeinsamkeiten mit Deutschland entdeckt.

3 KOMMENTARE

  1. Frankreich und Deutschland
    werden unter der sich abzeichnenden demografischen islamischen Mehrheit in beiden Staaten geeint werden .

  2. Sie verwechseln vermengt mit geeint.

    Überfahren sollen sie werden; das zeichnet sich ab.
    Es wird nie ein geeint zwischen beiden Staaten geben. Gerade haben Deutschen in Deutschland selbst unter sich eine Spaltung vollzogen, die freiwillig in der Geschichte wohl einmalig bleiben dürfte.
    Der Riss geht durch Familien, Freunde, Bekannte u. Verwandte durchs ganze Land.
    Kreuz und quer hat er selbst die Aufrechterhaltung der Ordnung und gleiches Recht für alle erfasst.
    Es gibt ein NWO Lager und ein Contra Lager.

    Nur die dümmsten Käber wählen sich ihre Metzger selber.

  3. Es waren schon immer Erzfeinde, obwohl aus einem Schoß vor vielen Jahrhunderten entsprungen und trotzdem feindliche Brüder bis heute und das wird sich auch nicht ändern, selbst wenn man mühevoll versucht ständig auftretende Risse zu kitten und es ist direkt verwunderlich, daß wir nun mitten in Europa über 70 Jahre Frieden haben, der nur durch die Verlierer und ihr Entgegenkommen aufrecht erhalten wurde, indem man der Auflösung Deutschlands in einem EU-Staat zugestimmt hatte, im Vorfeld eine gemeinsame Währung zum Zwecke der Überlegenheit der DM zu anderen Währungen einzudämmen und neuerdings versucht man auch noch an das erwirtschaftete Geld der Deutschen heranzukommen, denn trotz Gemeinschaftswährung laufen sie immer noch aus dem wirtschaftlichen Ruder und sind die erfolgreichsten und auch das schürt wieder Neid und Mißgunst und deshalb auch die Bemühungen, die Zentralherrschaft von Brüssel schnellstens zu installieren, denn dann haben die Deutschen keine Finanzhoheit mehr und die Gelder können beliebig verteilt werden und die Fremden geben uns noch zusätzlich den Rest, denn eine Nation, undefinierbar als Deutsche, stellen für die anderen keine Gefahr mehr dar, allerdings sind sie dann auch keine Nation mehr, die man beliebig melken kann, denn dann gibt es nichts mehr zu verteilen und das wäre ihnen im Prinzip auch egal, Hauptsache der Erzfeind ist in der alten Form nicht mehr existent.

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