Endlose US-Kriege: Es geht nur ums Geschäft

Die USA führen endlose Kriege die sie nicht gewinnen können. Warum? Weil das Ganze zu einem gewaltigen Wirtschaftszweig wurde.

Von Marco Maier

In den letzten Jahrzehnten haben die USA immer wieder Kriege und Militärinterventionen geführt, die schon von vornherein militärisch gar nicht zu gewinnen waren. Zumindest so lange nicht, wie man keinen umfangreichen Einsatz von atomaren, biologischen oder chemischen Kampfmitteln vorhat. Und obwohl man bereits seit gut 18 Jahren in Afghanistan, seit fast 16 Jahren im Irak und dazu noch in Syrien, Jemen und mehreren afrikanischen Ländern militärisch aktiv ist, scheint den Amerikanern die Lust an neuen Kriegen und Waffengängen noch nicht vergangen zu sein. Warum ist dem so?

Ganz einfach: Die Kriegsindustrie wurde zu einem wichtigen Wirtschaftszweig der USA. Dazu gehören nicht nur die Rüstungskonzerne, welche die Waffen, Bomben, Kriegsschiffe, Kampfjets, Drohnen, Panzer und die ganzen Bomben, Raketen und sonstige Munition herstellen. Nein, dazu gehören auch Unternehmen aus dem klassischen Zivilbereich, die beispielsweise nach den Bombardements der USA (und deren Alliierten) und den sonstigen Kampfhandlungen die Strom- und Wasserversorgung wiederherstellen, Krankenhäuser und Schulen wiederaufbauen und auch neue Straßen, Autobahnen und Schienenwege durch die verwüsteten Länder ziehen.

Hier geht es um mehrere Milliarden Dollar, die so jedes Jahr an die involvierten Konzerne fließen. Teils direkt aus den öffentlichen Kassen der ohnehin massiv verschuldeten US-Regierung, teils aus den öffentlichen Kassen der zuvor kaputtgebombten Länder, die sich so tief verschulden müssen. Krieg wurde zu einem blutigen wenngleich auch höchst einträglichen Geschäft, welches die Aktienkurse steigen lässt und einige Menschen reich macht, während die anderen Menschen in den Konfliktländern alles verlieren – Haus, Hof, Familie und Freunde und nicht selten ihr eigenes Leben.

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So lange dieses Geschäftsmodell funktioniert, welches Aktionäre und Manager reich macht und Millionen US-Bürger in Lohn und Brot hält, wird sich an der aggressiven und destruktiven US-Außenpolitik nichts ändern. Geo- und wirtschaftspolitische Interessen stehen nämlich über allem anderen und der Verlust der klassischen Industrie durch Auslagerung der Produktion ins Ausland sorgt dafür, dass die Kriegsindustrie zum wichtigsten ökonomischen Faktor avancierte. Darauf verzichtet keine Administration.

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2 Kommentare

  1. Vor ca. drei Jahren war Gießen in allen Straßen schätzungsweise mit zehntausenden oder gar hunderttausenden Aufklebern (Stickern) mit der Aufschrift „refugees welcome“ vollgeklebt. Bald darauf wurden dort in einer Asylunterkunft die fremden Schutzbedürftigen von anderen dort mit untergebrachten Fremden bedrängt, verfolgt und z.T. vergewaltigt.

    Es geht anscheinend der BRD-Regierung und dem BRD-Parlament gar nicht um Schutz für Verfolgte, sondern um das Provozieren von Konflikten. Ohnehin würde man Fremde viel besser schützen, wenn man auf militärische Eingriffe verzichtet; die Menschen im Orient empfinden unerbetene fremde Truppen als Demütigung und Beleidigung, was Wut auslöst, die in den Westen zurückkommt. Jedenfalls haben vom Westen geschädigte Menschen aus dem Orient keinerlei Grund zur (von Merkel ausdrücklich geforderten) Dankbarkeit, auch dann nicht, wenn sie hier zeitweise verschnaufen können. Vielmehr haben sie allen Grund, auf die BRD-amtlichen Mittäter der westlichen Kriege wütend zu sein. Mit Gutmenschentum hat das Welcome-Gerede nichts zu tun; es ist übelster Zynismus, der den US-Kriegsmachern Profite bringt. Die Schweiz macht solchen Kriegsunsinn nicht mit.

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